Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
88
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88 GPZ —GR. Nr. 284-289.

Lorcnzo Pasinelli. Es stellt die hl. Catharina in halber Figur mit derPalme vor. Links im' Rande steht: L. P. in., rechts: G. P. Z. f. Hoho4 Z. 7 L. und 3 L. Rand, Breite 3 Z. 3 L. Ein zweites Blatt diesesKünstlers, ebenfalls nach Pasinelli, gibt den hl. Johannes vom Kreuzin Abbildung, 4.

284. Unbekannte Kupferstecher, welche um 1700 in Venedig ar-_, _ beitoten. Sie illustrirten folgendes Buch: Filii de Sciro.Q:F." Veneria, L. Herta 1700, 8. Auf den Blattern desselben

J^ kommen die gegebenen Buchstaben vor, welche indessen

_*, p . auch die Zeichner andeuten könnten. Beide Künstler dürften" ' * " der einen und derselben Familie angehören.

285. Guillaume de la ftuewellerie, Goldschmied und Kupferstecher,_^ —,. /" ist unter G. HL. Q. II. No. 28G4 eingeführt, und wir

G) "C 0/ / baben auch die Folge von Goldschmiedsmustern er-\> ; < ^y ' wähnt, auf welchen die gegebenen Zeichen vorkommen.Vgl. daher jenen Artikel.

286. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 18. Jahrhundertsin Italien gelebt haben dürfte. Die Initialen seines Namensfindet man auf einem geätzten und in Aquatinta übergangenenBlatte mit der halben Figur des leidenden Heilandes als Ecce

homo. Dieses seltene Blatt ist mit dem Stichel beendigt, fol.

287. Unbekannter Maler, welcher um 1860 in Nürnberg gelebtJC\ zu haben scheint. In dem von Haller'schen Hause daselbst

(Tnpv ist ein schönes, aber durch Restauration verdorbenes männ-^r •- liebes Bildniss in halber Figur, welches mit dem Monogrammeund der Jahrzahl 156:} versehen ist. Dieses Gemälde verräth einentüchtigen Meister, es lässt sich aber sein Name nicht herausfinden,weil man nicht mit Sicherheit sagen kann, dass er in Nürnberg wirklichgelebt hat.

288. Georg Rhaw, Buchdrucker in Wittenberg, entwickelte in derersten Hälfte des IG. Jahrhunderts grosse Thätigkeit, undbeschäftigte auch Formschneider. Die Titel seiner Druckwerkehaben gewöhnlich Bordüren, in welchen sein Druckerzeichen

vorkommt. Man kann nicht nachweisen, dass er selbst das Schneid-messer geführt habe, Bücherkisten rühren aber nicht selten zugleichvom Drucker her. Ausser dem obigen Zeichen kommen auf der Titel-cinfassung der Offizin des G. Rhaw auch die Buchstaben li K vor,wohl jene des Formsehneiders oder Zeichners.

289. Guido Ruggleri soll durch diese Zeichen seinen Namen an-

®-p. gedeutet haben. Das erste gibt Brulliot I. No. 2238 nach/(ßV; einem Leipziger Auktions-Kataloge vom 27. April 1821,No. 1737. Da wird ein Kupferstich mit dem in einer Höhle lesendenSt. Hieronymus beschrieben, qu. fol. Auf diesem Blatte soll man daserste Zeichen finden. Brulliot hatte es nie gesehen, und auch in den vielenspäteren uns zu Gebot stehenden Catalogen kommt dieser Kupferstichnicht zur Sprache. Das Blatt scheint also sehr selten zu seyn, undwir wollen annehmen, dass es von Ruggicri herrühre, ohne dio Vcr-muthung unterdrücken zu können, dass allenfalls dem Monogrammeein F beigefügt sei. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird nämlich demGuido Ruggicri ein aus G R F bestehendes Zeichen No. 320 zugeschrie-ben, unter welchem über ihn ausführlich, gehandelt ist.

Das zweite Zeichen erklärt Malpe II. 3. No. 6!i auf G. Ruggicri,gibt aber nicht an, auf welchem Blatte es vorkomme.

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