GP. Nr. 232 — 234. 69
(>) Sieben Engel mit Posaunen. Cap. VIII. Links unten am Brunnendas Zeichen.
7) Der fünfte Engel BtöSSt in die Posaune. Cap. IX. Unten gegenlinks das Zeichen.
8) Die Loslassung der vier gebundenen Engel, und Tod einesDrittels der Menschheit. Cap. IX.
9) Johannes nimmt das Buch, welches ihm der Engel reicht. Cap. X.Hechts unten beim Gewände des Engels das Zeichen.
10) Johannes empfängt ein Rohr gleich dem Massstabe. Cap. XI.Ohne Zeichen.
11) Der Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Cap. XII.Ohne Zeichen.
12) Die grosse Hure Babylon auf dem Drachen reitend. In derMitte unten das Zeichen.
232. Gerrit Meters oder Peeters, Maler und Radirer, ist im
& zweiten liandc No. !>27 unter C P eingeführt, da das Zeichennicht Jeder in G P zerlegen wird. Wir verweisen aber imUebrigen auf den angezeigten Artikel.
233. Pius Gareis, Historien- und Bildnissmaler, geb. zu Sulzbach
&IN04-, besuchte die Kunstschule in Nürnberg, und begab sich1886 Dach München, um unter P. Cornelius seine weiterenStudien zu machen. Aus jener Zeit stammen historische Com-positionen , die aber anfing« meistens in Zeichnungen undCartoni blieben. Auf soleben, und auf zart vollendeten Bild-nissen in Oel findet man das Monogramm. In der katholischenKirche zu Ansbach.sind historische Gemälde von ihm, in jener Richt-ung, welche Cornelius bezeichnet hatte. In der protestantischen Neu-städter Kirche zu Erlangen sind die lebonsgrossen Bildnisse der Re-formatoren Dr. M. Luther und Ph. Melanchton von ihm gemalt. Inder Aula der Universität ist das Brustbild des Königs Ludwig seinWerk. Das Portrait des Dichters F. Rückcrt hat J. G. Schreiner litho-graphirt, fol. Garcis liess sieb in Erlangen nieder, und bekleidet dadie Stelle eines Professors der Zeichenkunst an der k. Universität, ander Gewerbsschule und am Gymnasium.
234. Georg Penci, auch Pens, Penz und Peins, Maler und
~~^ Kupfersteeher, geb. zu Nürnberg um UKW, gest. zu
Königsberg (nicht Breslau) 1I>;>0. Schüler von Albr.
; n_p Dürer, begab er sich bereits als fertiger Künstler
10^ Ci (S llilr ' n I*' a '' fill > un( ' or i^ d° r einzige Deutsche, welchero ~ti ( r^Tl lieh In Rom auch einige Zeit in Rafael's Schule auf-Cj >(f / V VlSAJ gehalten hatte. Er eignete sich auch im Style derZeichnung von der römischen Weise etwas an , verleugnete aber inder Behandlung nie den deutschen Charakter. Pencz kam auch mitMarc Anton in Berührung, wie Vasari im Leben dieses Künstlers be-hauptet. Es geht diess auch aus der Stichweise vieler Blätter hervor,und man kann sogar annehmen, dass einige Blätter, welche dem MarcAnton zugeschrieben werden , von G. Pencz, Jakob Binde und BarthelBebam herrühren. Sandrart zählt diese Künstler zu den unmittelbarenSchülern des Marc Anton, und sie bezeichnen auch wirklieh den Ueber-gang vom speeifisch deutschen zum italienischen Style. Wie lange sichPencz in Italien aufgehalten habe, ist nicht bekannt. Nach seinerRückkehr wählte er Nürnberg zum Aufenthalte, wo er noch 1S4Kthätig war. Doppelinayr lässt ihn 1880 in Breslau sterben, der Künstlersegnete aber in Königsberg das Zeitliche.