68 GOU —GP. Nr. 229-231.
229 COIIIN F stent au ^ einem seltenen Medaillon mit dem
" Bildnisse des russischen Admirals Feodor Mnt-
jewitsch Apraxin, und einer Kriegsflotte auf dem Revers. Diese Medaille
Hess Peter der Grosse 1708 prägen. Der Medailleur Gouin ist fast
unbekannt. Er arbeitete wahrscheinlich für die Münze in St. Petersburg.
oqn /i /-» tr nennt sich ein holländischer Maler, welcher imCOM. ir. v. rou. {7 Jahrhundert thätig war. Man findet See-stücke und Prospekte in der Weise des Becrestraten von ihm. DerName ist wahrscheinlich abgekürzt, wir können ihn aber nicht ergänzen:
231. Crispin Paludanus von Groningen deutete durch diese Zeichen
03* s~*i ^ seinen Namen auf Bndirungen an, welche von unserenJaFV,(J? Vorgängern einem Gerard P. von Groningen , und ohneallen Grund auch einem Gaspar van Groningen zugeschrieben wurden.Die Blätter des Gerard van Groningen sind im Style und in der Be-handlung der Nadel von jenen mit dem gegebenen Zeichen wesentlichverschieden, wie wir im zweiten Bande No. 1908 bereits bemerkt haben.Unser Monogrammist folgte der Richtung des Martin lleomskerk. Krarbeitete um 1846— 1580, und ist vielleicht um mehrere Jahre älter,als Gerard van Groningen, welchen auch der neueste holländischeKunstgeschichtschreiber, Christian Kramni , mit Paludanus verwechselt,und zwar bei der Anzeige der biblischen Vorstellungen, welche Lucasa Dcutocum nach Zeichnungen des C. Paludanus gestochen hat DiesesWerk erschien unter folgendem Titel:
Memorabilinm, Nävi Testament), in, lemplo gettorwn trottentredeeim, elet/anlissimi ae ornalissimi. Antuerpiae exrudehat öBRABDiDK .iodk. 0 i>. (das dritte Zeichen) OROENJUM« inuentor, r.UüAS i>DEüTECUM f'ecerunl , qu. fol. Daraus ersehen wir, dass der Mono-grammist G P, d. i. Paludanus Gronintjius, Zeichner, wenn nicht auchMaler war. Das dritte der obigen Zeichen besteht indessen nicht ausG P, sondern aus C P, da der Beisatz Groennittg den Geburtsort be-stimmt. Die beiden anderen Monogramme findet man auf eigenhändigenRadirungen des Paludanus. Sie bestehen in sehr reichen und gross-artigen Compositionen aus der Apoealypse des beil. Johannes in derWeise des M. Ilermskerk. Jedes Bild kommt in einem von Ilalbsänle.ngetragenen Bogen vor. Jedes der zwölf Blätter ist doppelt nnmmerirt,mit arabischen Ziffern in der Rndiruug, und mit römischen im Rande,welcher eine deutsche, französische und lateinische Erklärung des Ca-pitis enthält. Höbe 10 Z. 3 L. Breite i) Z. I L. Bartsch IX. p. 388schreibt diese Folge irrig dem .Tost Amman zu , indem er den Mono-grammisten 0 /', von ihm Gerard P. de (iroenini/ve genannt, für denZeichner nimmt. Bartsch fand auf dem eisten Blatte des ihm vorlie-genden Exernplares das Monogramm des J. Amman und die JahrzahllljßS mit der Feder beigeschrieben vor, und legte desswegen dieseRadirungen jenem Künstler bei, worin er sich tauschte. Die Nadel istfür J. Amman zu kräftig.
1) Johannes siebt die sieben goldenen Leuchter. Cap. I. Ohne Zeichen.
2) Johannes in den Himmel erhoben sieht den Thron Gottes, unddie vierundzwanzig Aeltestcn. Cap. IV. Unten nach rechts das Zeichen.
3) Die vier Reiter auf farbigen Pferden. Cap. VI. Unten gegenrechts das Zeichen.
4) Die Eröffnung des sechsten Siegels. Cap. VI. Rechts untendas Zeichen.
!>) Die vier Engel, welche die Winde zurückhalten. Cap. VII.Ohne Zeichen.