Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
22
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23 GK. Nr. 73-78.

73. Gabriel Krammer, Zeichner und Kadirer, ist unter CAB. K./^ ^ I. No. 2195 eingeführt, da der Buchstabe G nicht(Jv \J\~, deutlich in die Augen fällt. Auch das gpgebene Zeichen

; ^_y° kann man eher für C K als für G K nehmen, und daherrubriciren wir es hier des Rückweises wegen.

74. Giacopo Caraglio soll ein Blatt in Kupfer gestochen haben,-^ /?=> welches vier Nymphen im Bade und einen sie belauschenden

(&fi&J Satyr vorstellt. In der Mitte umarmen sich zwei solche nackteDamen, eine dritte ordnet die Haare, und die vierte hält das Gewand.Rechts hinter dem Tische lüftet der Satyr den grossen Vorhang, undvorn lehnt an der Vase eine Tafel mit der Schrift: lvcab penis r In-vestor. Dann folgt das Zeichen. H. 11 Z. 2 L. Br. 9 Z. 8 L. Aufdieses Blatt machen Heinecke, Bryan und Malpö aufmerksam, sie gebenaber das Zeichen als C Jf, wie wir es No. 289 eingereiht haben. BrulliotI. No. 2173 bringt das erste der obigen Zeichen, aber ohne für GiacopoCaraglio einzustehen. Christ hatte ebenfalls Kunde davon, nur gibt erdas Monogramm viel grosser, und vermuthet darunter irrig den GeorgKeller. Das zweite Zeichen fügte Malaspina di Sannazaro II. p. 95 bei,so dass vielleicht ein Untsrschied im Abdrucke stattfindet.

75. Georg Krinner, Genremaler, geb. zu München 1834, machtein den Jahren 1852—1854 seine Studien auf der k. Aka-demie daselbst, und befasste sich dann mit Zeichnungenzur Illustration von Zeitschriften. Auf solchen Zeich-nungen, und dann auch auf Gemälden kommt das Mono-gramm vor, wie uns von zweiter Hand ohne Angabe derZeitschriften mitgetheilt wurde.

76. G. Kühn, Zeichner und Maler in Leipzig, ist uns seit 1852a w-i KBB1 durch zahlreiche Illustrationen in Holzschnitt bekannt.ai\ tun ^' e bestehen in Scenen aus dem Volksleben und inö ^Bfiflfl charakterischen Figuren, welche geistreich aufgefasst^^0 GjC s ' n( * - Holzschnitte mit seinem Zeichen findet man inV6- , yfX der Leipziger illustrirten Zeitung 1852 ff., im illustrirtenDorfbarbier 1852 ff., in der zu Stuttgart bei Hallberger erscheinendenillustrirten Welt u. s. w.

77. Gustav Wilhelm Kraus, Landschafts- und Architekturmaler,geb. zu Passau 1804, machte seine Studien zu Münchenunter W. von Kobell, und verblieb daselbst als ausübenderKünstler. Er malte Landschaften und architektonische An-sichten in Oel, noch zahlreicher sind aber seine Aquarellbilder, aufwelchen das gegebene Zeichen vorkommt. Kraus lithographirte auchverschiedene Ansichten, besonders von Städten, Kirchen und SchlössernBayerns. Er starb 1852.

78- Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 17. Jähr-ig hunderts in Nürnberg thätig war. Man findet einen Holz-/-H? schnitt, welcher ein auf dem Throne sitzendes Weib mit der^^, Krone auf dem Haupte und dem Spinnrocken in der Rechten.oratellt. Zu ihren Seiten stehen zwei Weiber, das eine mit demSpiesse, das andere mit der Gabel bewaffnet. Vor dem Throne bemerktman Männer, und der eine von diesen kniet vor dem Weibe, und flehtum Gnade, da die edlen Hausgenossen von Weibern mit Besen, Gabelnund Schaufeln vor die Richterin geschleppt sind. Hinter dem Gitter-fenster rechts im Grunde schmachtet bereits ein Gefangener. Das obigeZeichen bemerkt man an der Stufe des Thrones, und oben im Rande

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