Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
1069
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BP—BVS. Nr. 2589-2590. 10«0

wechselt, da letzterer sich desselben Zeichens bediente. Das Mono-gramm Bakhuyzen's haben wir No. 1870 gegeben . dabei aber nichtbemerkt, data Blankhoff mit ihm coneurriren kann.

2589. Unbekannter Formschneider oder Maler, welcher in„ Kostoek gelelit haben dürfte, da in den daselbst von Ludwig

-4k Diett georacWen Büchern Blatter von Ihm vorkomme», Dmu) Initialen seines Namens sind aber 1' II. nicht HI. wie man nachdem gegebenen Monogramme glauben möchte, indem das /' nicht ge-hörig hervortril.t. Ks kommen aber auch Blitter vor. in welchen dasMonogramm deutlich 1'h ZU lesen ist. und somit wird unser Meisterauch unter letzteren Buchstaben eine Stelle finden. Wir machen abervor Allem auf die interessante Schritt von Wieehniann - Kadow aul-merktam: Dia mecklenburgischen Formtrhneider de« Mi. Jahrhundert*.Schwerin MSO, 8. S. 9,' wo über diesen Monogrammisl.cn gehandeilist, welchen mehrere mecklenburgische Kunstkenner mit dem MalerPeter Bökel aus Antwerpen identiliciroii wollten, wogegen "W leclimanu-Kadow streitet, da unser Meisler schon um 1518 thalig war, undBökel erst 1568 nach Mecklenburg kam. Der Monogramm,st ^ / ffscheint grösstenteils in Mdallslörlic gegraben zu haben Seine

Blatter sind wohlgelungene Nachahmungen der schönen Meialiseiimtro,welche wir in den französischen Gebetbüchern IHeurcs) aus uemBade des 15. und dem Anfange des (6. Jahrhundert*, bewundern.Sic haben wio jene gewöhnlieh einen schwarzen Grund mit WissenBlinkten . und wenn auch die Zeichnung mitunter etwas schwach aus-lallt, so gehören sie dennoch zu den bessten Leistungen ini jener .Ma-nie,- (manicre erihlee). besonders gelungen sind die handlciston miteinem phantastischen Gemenge von Figuren, Thiergestalten, arcniteK-tonische« Verzierungen und Arabesken. Für beule Seiten H. 4 A.5 L., Br. 5 I,; unten Hr. 2 /. t I,, H- 8 I,; oben Br. 2 Z. 2 j-,II. bis 4 I, Diese Randleisten kommen zuerst m dem von LuflwilDieiz gedruckten Qebetbuehe von 1522 vor, und wurden dam, vieimcnangewendet von Stephan Mölbmum, weltther die l>ietzischou 1-etteinerhielt. Von diesem Meister findet man auch zwöli mediane Vig-netten, welche in den Kalendern des llreviarinm llambnrgmsc !:>.-.und in den l>ietz'sohe„ (iobethüehorn von 1526 und 1530 vorkommen.Zu jedem'Monate gehört ein Blatt, welches in drei i< eider getheil ist.Das eine stellt die hindwirlhschaftliche oder häusliche \ erricntnugdes Monats, das andere das Bild des Thierkreises vor um das nulllere, enthalt (-ine Arabeske. 11. 1 7, Br, 2 '/,. f h. Bas obige Mono-gramm ist zweimal eingegraben. i.„*u„„i„.In dem von Hans Weither zu Magdeburg gedruckten (.ebetbiu 1,..von 1534 (?) kommen sehr gute I hdzsrlmittcopien vor. Mehrere andereBlatter verzeichnet Wieehmann-Kadow.

2590. unbekannter Formschneider, welcher in Wittenberg^

lebt haben dürfte. Sein Zeichen land He HareOTauf einem Hobwchnitte, einem sogenannten liegen, e1!lilU( , ,„ der Mitte mi. Quadrat». »^..^Ä™EUndstriche sind zwei Faare am Tische.»*■***£ongen, und umher lauft eine lange Inschrift: A.« vhön

UbyrtUh ete. durch M. Johan Agri. OedrueU, « 1. KM "ff. «j«J(Sahriel SchneHholtz 1690. 30 Sepien,her. toi. Je .» e . r J°* M "Ä '*

.lohn,,,,, Agriooln von Spmuberg. welcher einige Jahre in_Wittenberglebte. Del Zeichner gehört der Schule des .„ingeren I, CrnBBCh. ..Er ist wahrscheinlich auch der Formschnoider, für welchen w.r kc.-nen Namen haben.