CE. Nr. 2482 — 2483. 1029
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Für die artistische Thätigkeit dos gelehrten Buchdruckers Egenolplhaben wir keinen sicheren Anhaltspunkt linden können. Die obigenZeichen kommen auf den Blättern In den erwähnten Werken nicht vor,man findet sie nur auf den beiden in Holz geschnittenen Bildnissesdesselben , und es fragt sich wieder, ob sie von ihm selbst herrühren.
1) Das Bildniss Egenolph's mit Bart und hohem Hute, Büste.Oben steht: Talis eram fragili visendus corpore forma Egenolphi prolesnomine Christianus. Mit dem ersten Zeichen, kl. fol.
2) Derselbe Mann in halber Figur, mit flachem Hute und einemBuche in der Hand Üben links im Rande: Talis eram luslra sapriaIria quatuor actis Egenolphi proles nomine Chrislianus. Rechts ist das«weite Zeichen im Täfclchen.
Dieses Bildniss ist auf der Rückseite folgenden Werkes: Der ge-richtlich Process auss geschriebenen Rechten vnd nach Gemeinem , im Hei-ligen Reich Teutscher Nation — durch Justitium Goblerum. Das Titel-blatt enthält sieben historische Bilder nach der Zeichnung des II. S.Beham mit lateinischen Inschriften. Im Grunde erscheint der Hofstabdea Kaisers, und auf einem Täfelchen steht: Cur geminas hnmini con-cessit Jupiter aures? — In späterer Ausgabe hat dieses Buch die Jahr-zahl /Ä49, es fehlt aber das Bildniss Egenolph's.
2482. Carl Georg Enslen, Maler und Lithograph, geb. zu Wien
B1792, begann seine Studien unter Professor BreisigST^ in Danzig, und lag dann von 1813-1815 an auf der( l ^ k. Akademie in Berlin seiner weiteren Ausbildung/VL^CL ( ,b. Enslen gründete den Rufeines ausgezeichnetentmalors, vornehmlich durch seine Ansichten in deckendenWasserfarben, welche nach und nach eine Reise im Zimmer bildeten.Mit ausserordentlichem Beifalle wurden seine Panoramen von Berlin,Dresden, Heidelberg, Neapel, Venedig, Rom, St. Petersburg, Constanti-JOpel u. s. w. aufgenommen. C. Pescheck hat aus dieser Zimmerreise(1 'e panoramische Ansiebt von Berlin in Kupfer gestochen, qn. roy. fol.A «f diesem Bittet« nennt sich der Maler C. Enslen jun , und auch imKataloge der Ausstellung der k. Akademie der Künste m Berlin 1838*»rd ein in Dresden lebender Prospektmaler Carl Enslen Jim. aus«erlin genannt. Dieser Künstler lebte noch 1844 in Dresden, wird, ab er auch C. (i. Knslen genannt, mit dem Titel eines ausscrordent-««hen Mitgliedes der Akademie in Berlin, und eitles k. Professors.*' r ist nun der berühmte Prospektmaler und der Besitzer der maleri-Jfhen Reisebilder im Zimmer, es fragt sich aber ob die lithographirtenRätter, „„, welche es sich hier handelt, von ihm, oder von einem«feren Meister dieses Namens herrühren. Es sind diess Portraite ver-schiedener Personen von Dislinction, welche mit den gegebenen Mono-grammen verseilen sind. Das erste Zeichen steht auf dem Bildnisse?** Albrecht Dürer in Tondruck, nach dem Gtm«a> dieses Meistersn der k. Pinakothek in München, 4. Brulliot I. No. 190< «rfdrtsummarisch von mehreren lithographirten Poftralten des Carl Georg■tolen, wir mochten aber glauben, dass sie nicht von dem IVospekfr**? «es« Namens herrühren, obgleich sie in eine Zeit fa len n* el cher (i. Enslen bereits atisübender Künstler seyn konnte. Das• We 'te Zeichen gibt Brulliot mit der Jahrzahl III 1(1.
2483. Carl Ebert, Landschaftsmaler, geboren zu Stuttgart 1821
^ mach" seine'Studien auf der Akademie zu München ul
,|T^ gründete in dieser Stadt den Rnf eines tüchtigen HHfln
JH Man findet grössere und kleinere Landschaften von sc nei
^ Hand, welche immer mit einer entsprechenden Staffage
M °nogrammi»tcn. 7Ü