Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
1009
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CD. Nr. 2429—2432. 1009

dieser auf dem Hute einen Kochlöffel, einen Vogelflügcl und zweiSpielkarten. Im Unterrandc sind vier Verse: Siet de Vasiel auonts

Sat. ------- II. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 6 L.

Börner hält dieses Blatt für Copie nach Cornelia Bloemaert, undCharles David soll es gestochen haben. Andere deuten dasdeichen auf Cornel van Dalcn. Letzterer milsste diese Vorstellung inseiner Jugend gestochen haben, wir glauben aber nicht, dass das Blattvon ihm herrühre. Unter dem Monogramm C D V, und unter den Ini-tialen CD kommen wir auf ihn zurück.

2429. Cornel Derman, Maler, war um 1575 in Wien thiitig. Er/~" l^ malte Bildnisse in Miniatur und Oel, auch letztere in klei-• *-*• nem Formate, besonders von Mitgliedern des kaiserlichenHofea. Mit CD. signirt, oder unbezeichnet, dürften solche Bildnissemit dem Namen des Meisters in Vergessenheit gerathen aeyn. Wirkennen indessen nur ein Familienbild des Erzherzogs Carl von Ooster-reich und seiner Gemahlin mit vier Töchtern und einem Prinzen inder Wiege. Ueber den Prinzessinnen stehen die Namen: Anna, MariaChristierna, Catharina Renata und Elisabeth. Auf dem Wiegenbandedes Prinzen liest man: Ferdinandus II. lmper: , und der Maler zeich-nete: ATio domini 1STII Cornell. Derman. I'i. Im Jahre 1578 wurdeKaiser Ferdinand II., der Sohn des Erzherzogs Carl von Oesterreich,und Erbe der Krone des Kaisers Matthias, geboren. Sein Name mus8aber später auf das Band geschrieben worden seyn, da er erst 1619Kaiser wurde. Dieses Familienbild ist zart in Oel gemalt, und be-urkundet einen tüchtigen Meister. Es befindet sich im Besitze desHerrn Professors Weiss, Direktor des k. Taubstummen - Institutes«u München.

2430 Cornelis Jakobsz Delff, oder ein unbekannter Blumen-Q, T) maier, welcher in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts• thätig war. Man findet Blumen- und Fruchtstücke, welchemit C. D. bezeichnet und auf Holz gemalt sind. Dann kommen auchStillleben mit C. D. vor, wahrscheinlich von der Hand desselbenMeisters. Diese Gemälde sind vielleicht von Cornelis Jakobsz. Delff,welcher solche Gegenstände zur malerischen Darstellung wählte, unddamit Lohn erndtete.

2431. C. Develly, Genremaler, war um 1810—1830 an der künigl.C n Porzellan-Manufaktur in Sevres thätig. Er bemalte Vasen,

Teller und Platten. Auf mehreren deutete er seinen Namendurch die Initialen CD an.

2432. C. Deis, Formschneider in Stuttgart, gehört zu den ge-C i) schicktesten jetzt lebenden Künstlern seines Faches. Er copirtc

die kleine Passion von Albrecht Dürer auf 33 Blättern, welche»ntcr folgendem Titel erschienen: Die kleine Passion von AlbrecM Dürer.Ucruusguieben von C. Deis. Stuttgart IHM, 8. Wir haben aufdiese schöne Copie im Artikel des' Albrecht Dürer No. 90 aufmerksamgemacht. Die Buchstaben CD, gewöhnlich in die Tiefe geschnitten,'»id daher weiss, kommen nur auf wenigen Blättern vor. Im „Albrechtliürer Album von W. von Kautbaeh und A. Xreling, mit nohschnitt-fpien aus dem Atelier des J. Doering in Nürnberg" , ist das Blatt derHimmelfahrt Maria mit C D bezeichnet. Wir haben es im ArtikelA - Dürer's No. 69 erwähnt.