Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
1006
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1000 CD. Nr. 2423-2424.

2423. Carl Decker, Kupferstecher, war um den Anfang des18. Jahrhunderts in Heiland thätig. Kr stach Bildnisse,

Ansichten VOH Studien, Marinen, und allegorische; Vor-stellungen. Im 'l'healrtmi l'rdciKontoni et Sabattdiai' sindmehrere Stiche von seiner Hund. Das grosste Blatt desMeisten erschien zur Verherrlichung zweier berühmtenSeehelden unter dem Titel: IS ce.derUtv darin' Y.e.e. - 'l'liriomph de M. Iluißercn de Tromp. Auf Blattern dieses Künstlers lindet man obige Zeichen,und auch die Initialen C l> sc,

2424. Gerard üov, äilch Don, Dow und Douw genannt, ge-

f-s J hört zu jenen berühmten Malern, welche das sogenannte^T) (j~\ höhere Genrefach pflegten, indem sie theils Scoucu aus^—\ / dem Laben der vornehmeren Stände, theils solche aus

( IT) r\ \/ den niederen Verhältnissen des Lebens, aber in edler•*% Weise vorführten. In diesen Darstellungen herrseht da-V'O CT J ' icr nicht die humoristische, sondern eine zartere, mehrp \ \ . gemtithlicho Auffassung vor. Der Sohn des DouweC> ö O / Janszoon, eines Vriosen, wurde er den 7. April 1613zu Lcydcu geboren, und widmete sich anfangs unter Leitung desPietcr Kouwenhoven der Giftsmalerei. Kr trieb dieses Fach zweiJahre, endlich aber glaubten seine Kitern, er könnte an seiner Ge-sundheit Schaden leiden, und vermittelten daher die Aufnahme beiUenibrandt. In der Schule dieses Meisters hat sich 0. Dov das Ele-ment des Helldunkels in vorzüglichem Maasse zu eigen gemacht. Zu-gleich verband er damit eine bis an's Wunderbare grenzende Aus-führung, welche die Gegenstände der Natur wie in einem Vcrkleinerungs-spiegol erscheinen lässt, und durch welche der Künstler den Seeneiieinfach häuslichen Verkehrs insgemein zugleich ein äusserst liebens-würdiges Interesse abzugewinnen weiss. Nicht in gleichem Glückehat er sich in einer höheren Richtung bewegt. In solchen Gegen-ständen tritt mehr oder minder eine gewisse Kälte des Gefühls hervor,und nur dio zarte Auffassung in den Nebendingen ist es, was hier dieschönere Kigonthümlirhkeit des Meisters erkennen lässt. Zu den Bil-dern dieser Richtung gehören die Heiligenfiguren, und die Mehrzahlder Bildnisse. Die Gemälde dieses Meisten können wir aber hiernicht aufzählen, indem im Künstler-Lexieon Hl. S. 468 die vorzüg-lichsten, in Gallerten befindlichen Werke genannt sind. Hei der Be-schreibung der Bilder im k. Museum zu Berlin gibt Dr. Kugler S. 257zugleich eine treffende Charakteristik des Meisters, und diese konntenwir hier nicht umgehen. Heber die Preise verschiedener Gemahl"des G. Dov gibt Imrnerzcol (De levens cn werken &c. I. ]>. 190)schätzbare Anhaltspunkte, im Uebrigen aber möge mau aus diesemArtikel Supplemente zum Künstlcr-Loxicoii entnehmen. G. Dov starbzu llaarlem 1680.

Die beiden ersten Zeichen, das zweite über der .iahrzahl 1660,gibt, Brulliot I. No. 1169, und nach der Behauptung dieses Schrift-stellers findet man es auf (iemälden und Zeichnungen dos G. DoW-Einzeln kommt indessen das Monogramm selten vor. Wir fanden esnur in Verbindung mit OV, grösser und kleiner wie oben in zweiterReihe. Auch auf Zeichnungen in rother und schwarzer Kreide i s 'das Monogramm mit diesen Buchstaben verbunden. Auf einem Blattevon \V. Üaillic, welcher 1775 ein weibliches Bildniss faesimilirte, i slderselbe Name mit der Jnhrzahl Mulll eingegraben« Auch auf de" 1sehr seltenen, von Gottfried Schalken radirten Bildnisse des Künstlers