Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
926
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926 . CA. Nr. 2179—2181.

Unten liest man: Der Bomben Schlag des Feuers Macht, hat Dem denschönsten Tag gebracht. Im Rande ist der Name und Rang des Generalsangegeben, und rechts unten bemerkt man das Zeichen.

Brulliot erkennt unter diesem Monogramme einen holländischenKupferstecher des 17. Jahrhunderts, und macht auf C. Apens von(Innungen aufmerksam, welcher nach Ilcinecko um 1670 Bildnissegestochen haben soll. Auch ein C. Adams konnte nach der Angab*des genannten Schriftstellers das Portrait des Coehorn gestochen haben,und wir wollen daher keine weitere Vermuthung aufstellen. Nur seibemerkt, dass liaron Menno von Coehorn, Ingenieur und Artillerie«general, von 1641 —1704 gelebt hat. Wir können sein von II. lidllmanngestochenes Bildniss, Oval fol. Vielleicht ist obiges Portrait nurCopie, da es so trocken und hart, wenn auch mit sicherer Handgestochen ist, wie Brulliot bemerkt.

2179. Carlo Artaria, Kunstliebhaber von Mannheim, der Sohn^ des berühmten Kunsthändlers Domenico Artaria, radirte um

S&ibii. i8io einige Blätter Landschaften mit Staffage. ObigesZeichen, mit der Jahrzahl löli, findet man auf einem Blatte nachder Zeichnung von Wilhelm Kobcll. Es stellt Bauern vor, welcheeinen einspännigen Karren umgeben, gr. 4. Auf andern Blätternstehen die Initialen CA.

Dieser geschickte Dilettant darf nicht mit dem KupferstecherClaudio Artaria verwechselt werden. Schüler von Cav. Longbi inMailand, folgte dieser der Stichweisc jenes Meisters, und lieferte von1830 an mehrere schone Blätter nach L. da Vinci, C. Dolcc, B. Luini etc.

2180. Carl Ferdinand Appun? Im dritten Hefte des Albums des/"s/L. \otri, jüngeren Künstler-Vereins in Berlin 1854 befindettJl.lojH.— s j c ], e j n se h r schön radirtes Blatt, welches einenfischenden Knaben vorstellt. Kr sitzt rechts neben einem grossenWeidenbaume, und hält die Angel in das Wasser. Weiter zurückgegen den Phittenrand stehen zwei andere Bäume mit spärlichen Aesten,und links ragt unter Bäumen und Gebüschen ein Haus empor. Dasvom Wasser bespülte Terrain ist mit Pflanzen bewachsen. Links untenbemerkt man das Zeichen, welches wir nicht erklären können, da imRande kein weiterer Nachweis gegeben ist. Auf den übrigen Blatten!des Heftes steht der Name der Künstler im Rande. Es enthält Bei-träge von W. Riefstahl, Burger, H. Werner, II. Schmidt und Amhorg.Letztem heisst aber Wilhelm, und ist durch Bildnisse und mytho-logische Darstellungen bekannt. Von seiner Hand wird die lladirungnicht herrühren. Vielleicht ist der Maler Carl Ferdinand Appunder Verfertiger des Plattes. Aus Bunzlau gebürtig, machte dieserMeister seine Studien an der Akademie in Berlin, und begab sich 1843zur weiteren Ausbildung nach Italien. Er malt Landschaften mitmalerischen Gebäuden, See- und Strandansichten, und andere land-schaftliche Partien mit Wasserplätzen. Das erwähnte Blatt ist in kl. fol.

2181. Christoph Amberger, Bildniss- und Gcschichtsmaler, gilt_~ seit Sandrart dir einen Nürnberger, sein Vater Leonhard

| y\ kommt aber in einer Urkunde von 1491 als Steinmetz in

V> _ZV . Amberg vor, zu einer Zeit, in welche die Geburt des

f\s A Christoph Amberger fällt. Es bleibt daher dahingestellt)

J /j ob dieser Künstler in Nürnberg geboren wurde, da iiber-

"**s-S v dioss seine Kunstweise auf die Schule von Augsburg

/^'ZO. deutet, so wie sie sich durch den älteren Hans Holbein

gebildet hatte. Aus dieser Schule ging auch der berühmte