CA. Nr. 2168—2171. 923
2168. Antoine Caron? Dieses Zeichen gibt Marolles, aber ohneErklärung, und ohne Anzeige der Werke, auf welchen esvorkommt. Heller, Monogrammen-Lcxicon S. 63, vermuthet,dass es auf Kupferstichen aus dem 17. Jahrhunderte vor-komme, wahrscheinlich weil Marolles in der zweiten Hälftedesselben lebte. Brulliot I. No. 172 fand nie einen Kupfer-°™Ch mit diesem Zeichen, und ist daher geneigt, in demselben einec 'ilerhafte Nachbildung des Zeichens des Annibale Carracci hinzu-"BOnien. Marolles könnte indessen das Monogramm auf Zeichnungen'"' ( 's französisches Meisters gefunden haben, vielleicht auf solchen' '' s Antoine Caron, nach welchem ein Theil der Blätter in folgen-•ein Werke gestochen ist: Im Images ou Tableaux de Platte Peinture' /es deux Philostrutes — par llhiise de Yigcnere etc. Paris Kilo, fol.as gegebene Monogramm kommt indessen auf keinem der Stiche vor.^"atole de Montaiglon gab eine Monographie über A. Caron heraus,"Mis 185t, 8. Der Künstlet 1 malte Bildnisse und Schlachten, darunterjauche von 15 Fuss Laug* Seine Zeichnungen sind im italienischenSWe behandelt und kühn hingeworfen, während er im Portraite ängst-*0 verfuhr.
&169. Conrad Ammon, Maler, stammt wahrscheinlich aus einern« in Nürnberg ansässigen Künstlorfamilio. Man findet histo-\c\ . rische Zeichnungen mit seinem Monogramme. Sie sind mit. der Feder und in Tusch ausgeführt, meistens allegorischen'"'»abs. ..... C. Ammon war um 1620 thätig.
2170. lieber Annibale Carracci haben wir bereits an mehreren
M Stellen gebändelt, da. er als Maler und Radirer vielfachthätig war. Hier handelt es sich nur um Blätter nachseinen Zeichnungen und Gemälden. Das erste Mono-gramm findet man auf einem Kupferstiche von J. 1'.K_J SCf' Croisier, welcher den Herkules in der Wiege vorstellt,wie er die Schlangen erwürget. Das zweite Zeichen"*ut nach Brulliot I. No. 171 auf der Copie eines rndirten Blattes,Welches Bartsch XXI. p. 52 No. 1 dem G. Bat Oallestruzzi zuschreibt,und wir unter dein Monogramme BAD No. 1668 beschrieben haben.£• stellt das PHngstfcst, oder die Erscheinung des hl. Geistes vor.* 7 Z. 2 L. Br. 6 Z.
_ , Das dritte Zeichen findet man auf mehreren Blättern von Simon'"illain nach A. Carracci. Sie bilden eine Folge, und stellen die«Prüfer von Bologna vor, über welche wir unter A CJ— S 0. No. 327^«fuhrlich handeln.
2171. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfter> des l(i. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. Sein Zeichen*A findet man auf einer Copie nach II. S. Beham, B. No. 216.2 Dieses Blatt stellt einen auf der Thierhaut sitzenden Hirten vor,w !» er an den Felsen gelehnt den Kopf auf die Hand stützt, und"!"' dem Lamme zwischen seinen Beinen spielt. Rechts dehnt sich''i'H bergige Landschaft mit Gebäuden aus. Das Original hat links° D «n das Monogramm II S P mit der Jahrzahl 1625, in der CopieIe Wtes. H. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 Li
hieses Blatt wurde auch von Jakob Bink und von BalthasarJeniclcn (?) copirt. Die Copie des Meisters CA kannte Bartsch nicht.