C. Nr. 2166. 921
seltenen Buches sind alln in Bordüren. Einige tragen auch das Zei-chen A S. , jenes Meisters, welchen man A. Silvius nennt. Ein hüb-sches Blättchan mit der Flucht nach Aegyptcn befindet sich im NovumJf'ttimenlum, per lirasmum llolerodamensem. Argenlorali apud Thcodo-Num iiihcf. Dann steht der Buchstab« C auch auf dem xylographi-Sl 'hon Titelblatte zu: I.' Ihptumeron des Nouvelles de Iris illustre et trese XctUente PHncesse Marguerile de Valois Itoyne de Navarre. — Paris,Bittet auies (000. 4. Die Zeichnung lieferte jener Meister L D,Welcher lange Zeit Leo d'Aven oder Leo Davent genannt wurde, näm-j*ch Leonard Thiry von Aventer. Dieses schone Titelblatt stellt zwei'Mine als Korbträger vor, und in dem mittleren Schnörkel des unte-''eu Cartouche ist der Buchstabe C angebracht Zu beiden (Seiten des«boren Cartouche liebt man die Initialen II). - Die Zahl der BlätterWeges Meisters lässt sich wohl noch bedeutend vermehren , viele aberdürften unbezeichnet seyn.
Papillen, Trait6 I. p. 20, erwähnt eines alten französischen Form-•CBnekfers Namens Christoph le Suisse. Vielleicht bediente sichdieser Meister ebenfalls des Buchstabens C zur Bezeichnung derBlätter. Heinecke betitelt einen Holzschnitt desselben: Portrait dur amp d u Türe. Unten steht: Kstampe mignonnement elabourree, qui'Meritfi fl'dtre parngonee au plus delical burin.
In der zweite! Hälfte des 16. Jahrhunderts arbeitete der Form-Schneider CrUche in Paris, und vielleicht auch in Lyon. Seiner er-sännt Papillen 1. c. 240, aber ohne Anzeige eines Blattes. Von ihmls ' eine Vignette im l.ivre des funerailles de Claude (luicliard. Lgtm,W de Tournes l'ilil, 4. Dieses Blatt stellt ein Cenotaphium vor,aal welchem die Leiche eines römischen Kaisers verbrannt wird.Vielleicht werden sieb die Ansprüche der Meister Christoph und Cruclieln der Folge noch näher herausstellen.
2166. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge mit C bc-G. q zeichneten. Es handelt sich aber nur um einen Theil dieser' Münzen, da der Buchstabe V in grösserer Form auch auf den"' ~ -J ■ . Münzstand, die Münzstätte &c. sich bezichen kann. Darüberhandelt Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c.^ 85 ff. Er gibt die münzberoohtigten Personen, die Städte, dieMünzstätten, und die Benennungen der Münzen au. Wir gehen hiera,l f die Stompelschneider und Miinzmoister ein.
Vittore Cnmclo. Maler, Bildhauer und Former, gehört zu denausgezeichnetsten italienischen Künstlern des 15. .Jahrhunderts. Erfertigte mehrere Portrait-Medaillons", welche gegossen und ciselirt"Orden. ()h solche, oder nur Münzgepräge mit C bezeichnet seyen,Wissen wir nicht. Schlickeysen zählt ihn unter den mit C zeichnen-"e» Künstlern auf. Wir werden untet den Initialen V. C. l<\ auf Ca-""'l'i zurückkommen.
Alessandro Ccsatl, irrig Cesari genannt, brachte den Buchstaben €! u . einem Kreise mit dem I'atriarchcnkreuze an. Er war von 1545hli 1556 an der päpstlichen Münze beschäftiget Vgl. Xo. 854... Caspar Hase, Münzmeistor in Braunschweig von 1542-1555, be-diente sieb als Münzzeichen eines springenden Hasen, unter welcheml "' 1 ' Buchstabe C steht. Er Starb als Wardein in Freiberg 1566.. unbekannter Medailleur. welcher von 1595 — 1507 in DienstentlCf < Churfürsten Friedrich IV. von der Plalz stand. Der Buchstabe C^''d. unter dem Arme einer ovalen Medaille dieses Fürsten. AndereMedaillen desselben sind mit C I) I. V bezeichnet, Leber die pfälzi-Sc ''en Münzen handelt Exter, er konnte aber die Initialen nicht deuten.