Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
908
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v. W. sc, Prag.

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v. W. sc. 161(5.

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v. W. f. 101)0, 17011

It.

v. West. sc.

I sind. I »InlineI Böhmen &c.,•* ttiohe dieses i

908 BVW—BW. Nr. 2121 — 2124.

stobt links unten: NICHT" IJ. V. T. Die Composition wird dem Tizianzugeschrieben | und der Formschneider beisst Kicolo Boldrini. DieserMeister stammt suis Yieenza, herauf sich dar Buchstabe V bezieht.Dia Künstler- Inschrift ist daher zu lesen: Nitholo llolilrini ViccntinoTaglio, Haller scheint die Buchstaben II V. '/'. mit Hinwealassung desTaufnamens gegeben an haben, Sollte sich indessen wirklich ein mitdiesen Buchstaben bezeichneter Holzschnitt vorfinden, so ist die Er-klSrung bereits gegeben.

2121. Balthasar van Westerhout, Kupferstecher, war um 1083

bis 1728 in Prag thfttig, und hinter-liess ein grosso Anzahl von Blättern,wovon mehrere mit IL v. W. bezeichnetsind. Dhihiicz, Künstler - Lexicon fürverzeichnet 72 Kupfer*l Meisters. Die Aufzählungder mit II. v. W. bezeichneten Blatter ist überflüssig , da wir auch imKünstler-Loxieon ein Verzciehuiss gegeben haben.

2122 B. Wuruss? Nach Weyermnnn, Neue Nachrichten vonKünstlern in Ulm S. b28, gehört ein Maler, Namens H-^^-*\^s* Wuruss, zu den iiltestcn Künstlern der Stadt, da er ÜJ^V'V' Urkunden von 1.370 ah vorkommt. Der genannte Schrift-steller (heilte Hrn. Hrulliot das gegebene Zeichen alsjenes des 15. Wuruss mit, und es muss daher auf Gemälden vorkom-men. Allein die Form des Monogramms streitet gegen die Zeit von1370, und es könnte daher ein späterer Meister auf dasselbe Anspruchhaben. Wo sich Bilder mit diesem Zeichen befinden, wissen wirnicht. In der k. würtembergischen GalJcric ist kein Werk dieserArt vorhanden.

2123. Unbekannter Meister, welcher vielleicht mit dem folgenden

W Künstler nicht Eine Person ist. Nach der gefälligen Mit-theilung des Herrn Houbel findet man im k. Caliinef zuDresden Zeichnungen mit diesem Monogramme. Sie ent-hüllen biblische Gegenstände, und sind in der Weise der Stimmer-schen Schule behandelt. Es kann daher von dem oben erwähnten B.Wuruss keine llcde seyn.

2124. B. Wybaut und Willem Thibout gelten nach herkömmlicher

Weise für die Träger dieses Zeichens. Krsfercr ist

w^/a 0 aber unbekannt, und wohl nur durch Missverständnisi

W J J ° iu dio Kunstgeschichte gekommen. Der von Dcsentnpserwähnte W. Thibout malte 1568 in der St. Ursiilakirehe zu Goudadas grosse hYnster mit den Bildnissen des Königs Philipp II. vonSpanien und seiner Gemahlin Elisabeth, und mit der Anbetung derKönige in der oberen Ahtheilung. Auf dem sogenannten Bürgermeistcr-fenster der 8t. .lohannoskircho daselbst steht n.bor nicht Thibout, son-dern Tilia.nl,. Die Unterschrift lautet nämlich: Wühclmus Tilmut [hj.et pinxit llarkmi ir,f)l. Damit stimmt auch die Anga.be auf deinTitel der Portraitsammlung des Künstlers: Principe) llullandiae et '/.e-landiae , Domini Frisiae cum genuinis ipsorum iconibus — — induslriaOuUielmi Tliybauti repertis — delineatis etc. Antverpiae, Ch. l'laiitin15711, fol. Die 37 Bildnisse sind von Ph. Galle gestochen, und denText des Werkes lieferte Michael Vosmer.

Dadurch ist nun ein Maler Wilhelm Tibaut oder Thyhaut nach-gewiesen, es fragt sicli aber, ob er der Träger des obigen Mono-