894 BSB—BSF. Nr. 2080 — 2082.
38) Der Mann, welcher mit Beinern Weibe tanzt. Ueber ihrenKöpfen sind Zettel. Mit dem Zeichen. II. 6 Z. 6 L. Br. 7 Z. 8 L.
— Heinecke No. 25.
39) Das Weib, welches den Mann mit einem Spinnrocken schlägt.Ohne Zeichen, 12. — Heinecke No. 26.
40) Ein Mann mit dem Gesichte eines Vogels, welcher Frau undKind auf einem Kamcel herumführt. Ohne Zeichen. — HeineckeNo. 27, ohne Massangabe.
41) Ein Blatt mit Laubwerk, ohne Figuren. Mit dem Zeichen.
— Heinccke No. 16.
2080. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1570 thätig war.nöD Das gegebene Monogramm findet man auf einem Kupfer-iJOi-f • stiebe, welcher das Urthcil des Paris vorstellt, in gegen-seitiger Copie nach II. S. Beham, B. No. 89. Paris sitzt rechts aufeinem viereckigen Steine, und reicht der einen der vor ihm stehendendrei Göttinnen den Apfel. Ihm zur Seite sieht man Merkur, undlinks oben schwebt Amor. Rechts oben auf einem Täfelchon stehtdas Zeichen mit der Jahrzahl 1570. II. 2 Z 7 L. Br. 2 Z.
Malpe I. No. 67 deutet das Monogramm auf Hans Sebald Bcham,welcher aber lange vor 1570 starb. Wir müssen auf den Namen die-ses Copisten verzichten. Er wollte vielleicht nur „Bari. Beham Sculp-tor" ausdrücken, wodurch Malpe irregeführt wurde.
2081. Angelo Salimbene? Man findet ein gestochenes und radir-,j tes Blatt mit diesem Zeichen. Es stellt die Geburt Christi
t»<u\ vor. Maria kniet links neben dem Kinde in der Wiege, und** l v ein stehender Mönch faltet die Hände. Rechts betrachtet einanderer Mönch auf den Knieen das Jesuskind. Im Grunde links siehtman Joseph neben einer Ruine. Das Künstlerzeichen steht unten nachlinks im Vorgrunde. H. 6 Z. 10 L. Br. 5 Z. 4 L.
Dieses Blatt wollte man dem Angelo Salimbeni zuschreiben, demVater des Ventura, welcher vor 1565 starb. Die Compositum rührt.jedenfalls von einem italienischen Meister aus der Mitte des 16. Jahr-hunderts her, die Radirung und der Stich deuten aber auf einen spä-teren Meister. Somit könnte der Monogrammist BAS. eine Zeich-nung des Arcangiolo Salimbene von Siena zum Vorbilde genommenhaben. Auf diesen Meister lässt sich aber das Zeichen nur ge-zwungen deuten.
2082. Balthasar Schwan, Kupferstecher, arbeitete im ersten
B_^ .„^ Viertel des 17. Jahrhunderts zu Frankfurt a. M., und in^ M Cöln. Seine Blätter sind nicht ohne Verdienst, und. O.IL . kommen nicht häufig vor. Mit seinem Namen bezeichnet«Ti (j" -£ ist das Bildniss des Philipp Mclanchton nach A. Dürer,B. No. 105, fol. Eben so schön, als dieses Portrait, istauch die Copie des Erzengels Michael nach Martin Schön, kl. 4. Mi*den grossen Buchstaben B. S. F. bezeichnet ist das Titelblatt zu: V>mercatura decitiiones , et trartalus varii. — Coloniae, apud C. ab Eg<>'mont de Grassis 1022, fol. In den kleinen Abtheilungen der Bus*fassung sind verschiedene Sccnen, und zu den Soiten stehen die Ge-lehrten Bartolus und Baldus. Der radirte Titel des Büchleins: Operaexquisitissima Barth. Fonli. Franeofurti 1621, ist mit B. S. fe. be-zeichnet. Das beigegeben« Bildniss des Herzogs August jun. vonBraunschweig-Lüneburg trägt den Namen des Stechers. In Böckler'sWerk: Schauplatz der Mechanitchen Künsten. Nürnberg 1661, fol., sindebenfalls Blätter von Schwan. Sie stellen Mühlwcrke und andere*