880 BRF. Nr. 2051.
nach rechts gewandt, wo man St. Franz und einen anderen Heiligenseines Ordens sieht. Links ist St. Ilieronymus mit dem Löwen, undoben steht: Palma Inv. Am Piedestal einer Säule links bemerkt mandas Monogramm. II. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L.
Die späteren Abdrücke dieses seltenen Blattes haben die Adresse:J. Jenet exe. Jenet hatte in München einen Kunstverlag.
4) Christus an der Tafel des Pharisäers. Er sitzt links desBlattes, und erhebt die Rechte gegen den Gichtbrüchigen, welcher anKrücken sich ihm nähert. Rechts sitzen verschiedene Gäste, und denGrund bildet ein Zimmer. Hechts in diesem sieht man einen Bogen,und links durch das Fenster auf Landschaft, in welcher drei Männerden Esel aus den Brunnen ziehen. Ohne Zeichen, aber wohl vonB. Reiter. H. 7 Z. Br. 9 Z. 9 L.
5) Die Ehebrecherin vor Christus geführt, halbe Figuren. Linksoben steht: Palma Inu. Ohne Zeichen. II. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L.Die ersten, seltenen Abdrücke dieses Blattes haben keine Adresse,die späteren jene des Matteo Bolzctta. Auch Abdrücke mit Jenct'sAdresse kommen vor.
6) Christus am Oelberge betend, in halber Figur fast en face, nuretwas nach links gerichet, wo ein grosser Engel in der Glorie ihmdas Kreuz zeigt. Rechts neben ihm sind die Leidenswerkzeuge. ImGrunde rechts erheben sich Bäume, und drei Jünger liegen im Schlafe.Ohne Namen und Zeichen im Bilde. Wir sahen aber nur ein Exemplarmit abgeschnittenem Rande, in welchem vielleicht der Name desKünstlers angegeben ist. H. 8 Z. 7 L. Br. 7 Z. 3 L.
7) Ecce Homo. Der Heiland sitzt nackt, nur mit einem Scham-tuche umwunden, auf einem grossen Steine, und neigt das mit Dornengekrönte Haupt auf die rechte Hand. Links am Rande erhebt sich einkleiner Baum, und in der Ferne breitet sich am Fusse des Berges dieStadt aus. Rechts unten auf dem Steine: R. Reiter fee. Monachii 1010,im Rande: ECCE — HOMO. II. 6 Z. 2 L. Br. 3 Z. 11 L. DerRand 2V, I'- Dieses Blatt ist sehr schön, und kräftig radirt.
8) Ecce Homo, Composition von mehreren Figuren. Christus stehtin der Mitte mit gebundenen Händen, und das Haupt ist mit Dornengekrönt. Links und rechts stehen Juden und Henker. Unter denersteren deutet ein Mann mit dem Turban auf dem Kopfe nach demSchmerzensmanne, und einer der Henker links trägt die Ruthe. InMitte des Grundes sieht man Mauerwerk mit einem Fenster, und linksin der Ferne steht ein Haus. Im Unterrande: ECCE — HOMO, ßartih.Reuter pictor figur. Monachy 1012. II. 6 Z. 3 L. Br. 9 Z. 8 L. Rand2 L. — Dieses Blatt ist schön und selten.
9) Ecce Homo. Der Heiland sitzt in Mitte des Blattes auf einemrunden Piedestal, und stützt das mit Dornen gekrönte Haupt auf dierechte Hand. Zu seinen Füssen liegen die Leidensinstrumcnte. DenGrund bildet ein Gefängniss, in welchem zwei Männer stehen. Durchdas halbrunde Fenster sieht man Golgatha. Unten steht: 1016 RäumeReiter Pictor inv. et fec. Monachij. II. 7 Z. 3 L. Br. 5 Z. 9 L.
10) Die Kreuztragung, in halben Figuren. Der Heiland erscheintin Mitte des Blattes in Profil nach links gewendet, wo St. Veronikadas Schweisstuch hält. Rechts schlägt ein Henker mit dem Stockenach dem Erlöser. Im Rande: Georg Herkam inventor monachii, RartimeReiter feeit 1010. II. 4 Z. 5 L. Br. 4 Z. Rand 1 L.
11) Die Kreuztragung. Der Heiland ist in halber Figur dar-gestellt, wie er, etwas nach rechts gewendet, das Kreuz mit beiden Hän-den hält. Links hinter ihm scheint es ein Mann mit der rechten Handzu heben. Im Grunde leuchtet die Glorie des Herrn. Ohne Namen