864 BP —BPF. Nr. 2009—2010.
autres, redigees par ./. F. Bernard. Amsterdam 1722 —4.'i, fol. Fernerin: Superslitions anciennes et modernes, et prejuges vulgaires qui ontinduit les peuples ä des usngci eonlraircs u la religion. Amsterdam , ./.V. ßernard, llli'.i — 30, fol. Uebcr spätere Ausgaben dieser reichenKupferwerke s. Künstler-Lexicon XI. S. 261.
Pieart hatte auch mehrere Schüler, welche unter seiner Aufsiehtin Kupfer stachen. Auf solchen Blättern steht zuweilen : II. I'. direxit,wie auf dem Bildnisse Georg I. von England in den Mcmoires duHeyne de George 1. — A la Hage 1721).
2009. Giovanni Battista Paggi, Maler, Bildhauer und Architekth -p . von Genua, geb. 1556, gestorben 1629. Schüler des Luca"• * — G > '' Cambiasi, wurde er in Florenz von Francesco und Ferdi-oftndo de Mcdicis beschäftiget. Auch in Genua und Pisa sind Werkevon ihm. Das grosse Altarbild in >S. Francesco der letzteren Stadthat J. B. Cecchi 1779 gestochen. Dass Paggi schon als Schüler sehrGutes leistete, beweiset der anonyme Sticli mit Adam und Eva unterdem Lebensbaume in der Manier dos Cornel Cort. Cornel Galle, J.B. Barbe und L. Surugue haben andere Bilder gestochen.
Die Initialen II I' findet man auf einem radirten Blatte, welchesdie Himmelfahrt der Maria vorstellt. Sie wird vou vier Engeln halbliegend in einer Glorie durch die Luft getragen. Links unten stehendie Buchstaben II P, und etwas weiter nach rechts C V. An dem zwei-ten Schenkel des V scheint das V angedeutet zu seyn, so dass dieDarstellung von Claude Vignon radirt seyn könnte. In der Arbeit er-innert das Blatt an Guido Kern". II. 4 Z. 10 L. Br. 6 Z. 8 L.
2010. Bemardino Passati, Zeichner und Kupferstecher von Rom,-r\ 4 T). T! 4 war um 1576—1602 thätig. Seine Lebensverhältnisse-D -t X sind unbekannt. Man kennt auch kein Gemälde von
seiner Hand, und daher wird er nur als Zeichner und Stecher er-wähnt. Man findet viele Blätter nach seinen Compositionen, und daer selbst eine, grosse Anzahl von Stichen lieferte, blieb ihm wohlkeine Zeit zum Malen. Bartsch P. gr. XVII. p. 27 ff. verzeichnet 78eigenhändige Blätter, und schied jene aus, welche dem ß. Passarottiangehören. Passari wird auch öfters mit dem Goldschmied Bemar-dino Passe rini verwechselt. Von diesem ist der Schild mit demKampfe der Seegötter und der Bordüre von Kindern. Kund, roy. fol.Zu den im Künstler-Lexicon X. S. 559 angezeigten Stichen nach B.Passari fügen wir folgendes Werk: Vita et Miracula S. I'atris llene-dicti, ex libro II. Dialogorum Ileati (iregorii Papae collecta et ad in-stantiam devotorum monaekorum congregulionis S. lienedicti Iftspaniarumaeneit typis aceuratissime delineata. liomae 15!)0, fol. Dieses sehrseltene, fast nie erwähnte Werk enthält 48 Blätter nach und vonPassari. — Die oben gegebenen Initialen findet man unseres Wissensnur auf Einem Blatte des Künstlers, B. No. 72. Es stellt Christusbei der Samariterin am Brunnen dar. Unten steht: Ego sum qui lo-quor tecum. lo. Cap. Uli. Links bemerkt man die Initialen B. V. F.H. 8 Z. 6 L. Br. 5 Z. 9 L.
Supplemente zum Peintre-grnveur von A. Bartsch.
1) La Madonna del IHlar. Sie erscheint in Mitte des Blattes,und zu ihren Seiten stehen vier Heilige. Den Rahmen füllen 16 Rund-bilder mit Darstellungen aus dem Leben der Maria und des Heilandes.Oben steht auf einem flatternden Bande: Sanctiss. Virgo. Del. IHllar