- BOL. Nr. 1987. 855
dpi Barbiere, Guido Ruggiori, Alexander Betou u. A. vorkommt. DerKünstler deutele dadurch nur seine Geburtsstadt an, da auch derName Bologna beigefügt ist. Ausserdem könnte man üolognesc lesen.Veber die chalkographischen Erzeugnisse der Schale von Fontainehleausandelt Bartsch P. gr. XVI. p, 305 ff. Wir machen der Erklärungwegen nur auf eine Anzahl Blätter aufmerksam, deren einige dem Ver-fasser des Peintre-graveur unbekannt waren.
1) Die Amazonen-Königin Thalostris, und Alexander auf demthrone vor dem Zelte. An letztcrem steht: A FONTAN. BLEO. BOL ,links in der Kcke das Monogramm G F. auf einem Täfelc.hcn. II. 9 Z.Br. 9 Z. Das Monogramm G F. gehreibt Bartsch IX. p. 25 No. 3einem deutschen Meister zu, andere aher erkennen den Guido Ruggiori.Jedenfalls bedeutet es Guido Fecit. Wir werden unter G F daraufzurückkommen.
2) Vulkan und die Cyclopen schmieden dem Amor die Pfeile.Unten nach rechts: A FONTA. DI.EO. HOL , und in der Ecke dasMonogramm GF, wie oben. H. 11 Z. 3 L. Br. 15 Z 3 L. Bartschyt- p. 25 No. 4 schreibt dieses vorzügliche Blatt einem unbekanntendeutschen Monogrammisten zu, und XVI. p. 403 zählt er es unterden Blättern der Schule von Fontainehleau auf. Die Beischrift:4 Fontana ßlco , ist nur im ersten Drucke. Die späteren Abdrückehaben A. Lafreri's Adresse.
3) Ein verwundeter junger Krieger, welcher von zwei Männernl 'nd einer Frau an der Stadtmauer hingetragen wird. Unten in derMitte: A FONTA. BLEO. BOL., und rechts das Monogrammm G B F.**■ !• Z. 6 L. Br. 14 Z. Bartsch XVI. p. 415 möchte das Monogramm*°hl dem Guido Ruggiori zuschreiben, stimmt aber doch mehr fürGiorgio Ghisi. Allein auf letzteren passt das Zeichen nicht, und eskönnte daher Guilaume Jtondelet Fecit bedeuten.
4) Jupiter und sieben Götter auf Wolken, wie sie nach dem Stern-Mld des Bären sehen. In der Mitte links: A. FONTANA.BLEO. BOL.,INVENTUR. Höhe der spitz zugehenden Vorstellung 10 Z. 3 L."■'• 16 Z. 1 L. Dieses in der Weise des Monogrammisten GF ge-rochene Blatt fehlt Bartsch u. A.
5) Das Trojanische Pferd vor dem Thore der Stadt. Am Steine'nks nach unten: BOL. INVENTORE, tiefer: HJ. BONASON1S F.
{'■ 15 Z. Br. 23 Z. 6 Z. Meisterstück des Giulio Bonasonc in zweiblättern, B. No. 115.
6) Juno, Venus, Pallas, und die neun Musen, Folge von 12 Blät-tern, zierlich und geistreich gestochen. Unten bezeichnet: Bologna in-venteur a Fonleinebleau , kl.fol. Diese Blätter beschreibt Bartsch nicht.
7) Jupiter auf Wolken crtheilt dem Merkur in Gegenwart derRechts versammelten Götter den Befehl, auf die Erde herabzusteigen.Jwichts unten: Bot. InVel'o \ GB. VHR one F. H. 8 Z. Br. 11 Z. 9 L."iesos Blatt ist in der Weise des Leonard Thiry gestochen, aber wohlWeht von Guilaume Rondelet, welchem man es zuschreiben will.
8) Ein Flussgott auf zwei Sphinxen, wie er die linke Hand aufC| »cn Famiskopf stützt. BOL. IN. — STE. F. 1569,16. Dieses Blättchenist von Etienne de Laulno gestochen. Er zeichnete : Stephanus Fecit.
9) Die Enthaltsamkeit des Scipio. Am Rande eines Wasserbeckenssteht: Bologna. /.. 1). fol. Die Buchstaben L I). bedeuten „Lonardutyaventrevsis," d. h. Leonard Thiry von Davcnter, früher gewöhnlich*jeo d'Aven, Davent, Daris und auch Diery genannt. Er stach mehrere^lütter nach Primaticcio, wir erwähnen aber kein zweites mehr, da dieErklärung gegeben ist. Bartsch XVI. p. 307 ff. beschreibt sein Werk,u nd unter LT), kommen wir auf ihn zurück.
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