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848 BM—BMA. Nr. 1965—1966.
beschreibt, welches uns ebenfalls zur Einsicht vorlag. Ucbcrdiesshaben wir Kunde von einem alten, mit b M bezeichneten Holzschnitttwelcher die Kreuzigung Christi vorstellt. Eine nähere Beschreibung)und ein Fasetaile der Signatar war uns nicht vergönnt.
1965. Benedetto Montagna, Maler und Kupferstecher von Vicenza,® ist aeben Giovanni Bonconsiglio einer derjenigen Meister,
IM welche um 1490 -1520 In Venedig zur Illustration von lite-rarischen Werken durch den Holz- und Metallschnitt beige-_ tragen, und dadurch dem Buchhandel einen grossen Ruhmverschafft hatten. Wir haben im Künstlcr-Lexicon IX. S. 406 mehrereWerke aufgezählt, deren Bildcrschmnck theilweise von li. Montagnaherrühren könnte, zu einer sicheren Bestimmung ist man aber auchjezt noch nicht gekommen. Unter dem Buchstaben 6. jYo. 1(113 habenwir ebenfalls auf verschiedene illustrirtc Werke aufmerksam gemacht,es konnte aber nur muthmasslich ausgesprochen werden, dass das einevon Bcllini, das andere von Bonconsiglio oder B. Montagna seinenSchmuck erhalten habe. Jedenfalls lieferte unser Künstler Beiträge,und wenn je ein Holz- oder Metallschnitt nach seiner Zeichnung, odervon ihm selbst, ausgeführt wurde, so ist es jener mit dem ersten derobigen Zeichen, welches ohne Zwang auf B. Montagna gedeutet werdenkann, und zwar auf der Titelvignette zu Tullii (Ciceronis) De Officiil, Amicüiaet Senectule. Paradoxa ejusdem etc. Venetiis per Jo. de TrUlino al. Ta-cuino IUI) VI, fol. Diese Vignette stellt den Täufer Johannes vor, wieer auf das Lamm deutet. Um seinen Kreuzstab schlingt sich ein Bandmit den Worten: Erre At/ri' hei. Das erwähnte Werk enthält auchschöne Titclbordüren, und andere Vignetten in kl. qn, 8. Die Zeich-nungen, und vielleicht auch die Holzschnitte rühren von demselbenKünstler her, keines der Blätter ist aber bezeichnet.
Die Initialen 6. ,Wx auf weissem Grunde stehen ebenfalls auf einemHolzschnitte, welcher wahrscheinlich von B. Montagna herrührt. DiesesBlatt stellt eine Sibylle vor, welche unter einem Bogen steht, mit derLinket! das Gewand anzieht, und die Hechte erhebt, um auf die amBogen eingegrabene Schrift aufmerksam zu machen: /'. p. P. p. E-
5. S. S. E. V. V. V. V. V. V. V. F, F. F. F. Ueber der Sibylle liestman in beweglichen Lettern: In arcu llomae sibylla sculpi fec, has litlera»quae postca per Bedam daclaratac sunt. Rechts unten sind die Buchstabenb. M x. Man findet diesen Holzschnitt in einem 1499 von Johannes deTridino zu Venedig gedruckten Buche: Valerii Prabi Grammatici deinlerprclandi$ liomanorum litleris opusntlum etc II. 5Z.9 L. Br. 3 Z. 7 h-
Die bezeichneten Holzschnitte tragen entschieden das Gepräge derpaduanisch-venetianischen Schule, welcher B. Montagna angehöret, wieBcllini, Bonconsiglio und andere Meister jener Zeit. Die Buchstaben
6. M. könnte man ausserdem nur noch auf Bartolomco Mcrlodeuten, welcher aber in Verona thätig war. Man findet einen schönenHolzschnitt von seiner Hand, welcher die in einer Nische sitzendeMadonna mit St. Rochus und St. Sebastian vorstellt. Unten steht: '»Rrona per Barlolomea Merlo fae. Es scheint demnach, dass Merlonicht, in Venedig, sondern in Verona seinen Wirkungskreis gefundenhabe, und wir bleiben daher bei B. Montagna, obgleich es nicht bis zurEvidenz bewiesen ist, dass die Initialen 6. 1U. sich auf ihn beziehen-
1966. Broder Mathiesen, auch Broderus Mathftu« genannt, Malerli M„tl r IPAQ von Husum, stand anfangs in Diensten desli. Main, je, iP*p. g „ttorpischon Hofes, und wurde 1665 alsHofmaler nach Berlin berufen« Die k. dänische Galleric bewahrtBildnisse und Genrebilder von ihm.