820 BI. Nr. 1897.
sechs Zeilen : Zwingt let. — eingnommen etc. H. 3 Z. Br. 2 Z. 6 L.— Bartsch No. 30 beschreibt ebenfalls ein Biklniss des IT. Zwingli,behauptet aber, es sei ohne Zeichen.
46) (,'onradus Klingenbeck, halbe Figur mit dem geschlossenenBuche. Aetatis Sue Xl.l. Der. Gerechte. Wirt, seines. Glaubens etc.Darunter links und rechts: l.ö.G.7. B 1. H. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 7 L.
47) Wilhelm von Orumbach, in starkem Brustbilde. Zu beidenSeiten über den Schultern: 15 — 07, und im Rande: Wilhelm vonGrvmbaeh aetatis. sue. LXIX. II. 4 Z. 8 L. Br. 3 Z. 7 L.
48) Georg Major, Brustbild nach links. Gvte. Werk. Seint. Notig etc.Unter der Schrifttafel: 10(15. B. I. II. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 6 L.
49) Johann Sartorius, Professor der hebräischen Sprache in Am-sterdam. II. 4 Z. 9 L. Br. 4 Z. — Dieses Blatt ist sehr selten. Wirfanden es nur im Oataloge der Sammlung des Rathes Carl von Rouer,Wien 1848, erwähnt.
50) Hans Sachs, halbe Figur hinter dem Schreibtische. Im offe-nen Buche steht: 5070 gelicht Hanns Sachs Etalis 73. Auf einem derPapiere: B I. Im Rande: Hans. Sachs. Tevtezscher. Poet. etc. II. 4 Z.5 L.? Br. 3 Z. 2 L.?
51) Virgil Solis in halbem Leibe, hinter seinem Arbeitstische. Krhält mit der Rechten den Grabstichel, und mit der Linken ein lilattPapier, auf welchem sich ein Wappen zeigt. Oben rechts und linkssind zwei Wappenschilde, links darüber das Monogramm des V. Solis,rechts die Initialen V. S. Auf der Tafel unter dem Tische steht:Virgilvs. Solis. war. ich. genät. mal. h'vnst. in. aller, weit, hekät etc. Inhalber Höhe der Platte bemerkt man die Buchstaben B: I: II. 4 Z.4 L. Br. 3 Z. 2 L.
Bartsch beschreibt dieses Blatt No. 28 unter den Stichen des ihmunbekannten BI., welchen man Balthasar Jcnichcn nennt. Allein derStich dieses Bildnisses weicht mehr als je von den Blättern desselbenab. Er rührt sicher von einem Schüler des V. Solis her, als welcheraber Jonichen nicht zu nehmen ist. Das Bildniss ist 1562 gestochen,da V. Solis in seinem 48. Jahre dargestellt ist. Von Jcnichcn lässtsich aber kein Blatt von 1562 nachweisen, und da die Arbeit so ver-schieden ist, so wird wohl Barthel Jamitzer für das Bildniss eintretenmüssen. Dieser Künstler war ein Schüler des Virgil Solis, seineBlätter sind aber nicht ausgeschieden.
W. Y. Ottley gibt in seiner Collection of Fac-similes of scarce andcurious prints. London 1(12(1, fol., eine Copio dieses nicht vorzüglichenBildnisses, welches auch nicht einmal zu den Seltenheiten gehört. Erschreibt es dem B. Jamitzer zu, worin wir ihm beistimmen möchten.
1897. Stempel eines englischen Gold- und Silberschmiedes,
_-^_ ____ welcher um 1700 tliätig war, und zwar in Diensten des
wrT>l/iH ^""'k' 3 W'H (;|11 D*I. Auf seinen Gcfässen und PlattentA,i/l \L/I sind die gegebenen Stempel eingeschlagen, mit zwei ande-^^ Vy rcilj wovon der eine den Kopf des Leopard, der anderedie Brittania enthält. Die Buchstaben B 1 beziehen sich auf denSilberarbeiter, welcher wahrscheinlich Bird heisst, indem unter den-selben ein Vogel (bird) angebracht ist. Der Buchstabe (£) im zweitenSchilde deutet die Jahrzahl 1700 an. Von 1696 an bis 1717 bedientesich die Gilde der lombardischen Buchstaben zur Bezeichnung, lieberdieses Verhältniss haben wir unter dem gothischen und lombardischcnBuchstaben A. No. 6 gehandelt.