Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
799
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BG. Nr. 1854. 799

den vier Thicren, No. 4, und die beiden anderen Zeichen derselbenBeine sind wohl jene in erster Reihe, welche wir nach den kleinerenBlättern mit den Büsten von Orientalen, B. 32 — 49, copirt haben.Allein sie kommen nur in Verbindung mit dem Namen vor, so dassGiovanni Bcnodetto zu lesen ist. Ohne Geschlechtsnarnen bedeutetdas Zeichen Jlenedetto Genovese. Kin The.il der Originalplatten istnoch vorhanden, und /war in England. Die Nummern bei Bartsch 17,18, 32—47 u . 48—53 sind in folgendem Werke abgedruckt: A Collec-l'on of original Etchings etc. London, prinled bg J. Kay, Walbeck Street,1020, fol.

Nachtrag zum Pelutrc-graveur.

1) Die Geburt Christi. Maria kniet in Mitte des Blattes vor demauf Stroh liegenden Kinde, und drückt dessen Kopf an den Busen.Links erscheint Gott Vater mit Kugeln, und rechts sieht man die bei-den Thicre. Joseph fehlt in dieser Compositum. H. 11% Z. Br. 8 Z.

Dieses Blatt gleicht einer getuschten Zeichnung, indem ein Aqua-tiutaton darüber ausgebreitet ist. Bartsch XXI. p. 39 ff beschreibtliinf Exemplare dieses Druckes, es handelt sich aber nicht um dieErfindung der Aquatintamanier, da diese späteren Ursprungs ist.Castiglione muss sich daher eines anderen Mittels bedient haben. Daserwähnte Blatt ging aus dem Cabinet Sykos für 3 f 13 Si weg.

2) Die Erweckung des Lazarus. Composition von 13 Eiguren.verschieden von .jener B. No. 6, fol. Dieses Blatt ist in der Weisedes B. Castiglione radist, und man schreibt es ihm zuweilen zu, wäh-rend andere eine Arbeit des Biscaino, oder des G. B. Mola erkennenMöchten. Allein das Blatt dürfte keinem dieser Meister angehören.Es ist vielleicht von Salvator, oder von Francesco Castiglione, welche;ebenfalls in der Weise des Bcncdetto arbeiteten. Erstcrer war dessenBruder, und Francesco der Sohn.

3) Ein Bacchanale mit einer grossen Tenne des Satyr, und eiuemWeibe mit Kindern, welche unter dem Zelte schlafen. Danebenbrennt Feuer auf dem Dreifusse. Ohne Namen, aber dem Castiglionezugeschrieben. H. 10 Z. 10 L. Br. 7 Z. 11 L.

4) Zwei Männer im antiken Costi'ime, wovon der eine Waffensammelt, der andere die Inschrift einer grossen Vase liest. H. 6 Z.8 L. Br. 9 Z. 5 L.

5) Büste eines Mannes mit bizarrem Barett, welches das linkeOhr frei lilsst. Nach links gewendet, und in Rembrandt's Weiseradirt. Links oben: Castiglione Genovese. H. 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 5 L.

6) Büste eines bärtigen Mannes mit Turban, nach links. Obenlinks in der Ecke: Castiglione Genovese. IL 6 Z. 6 L. Br. 5 Z. 5 D.

1854. Bemardus Gallus. der sogenannte Petit Bernard, nachBq' seinem Familiennamen Bernard Salomon, konnte der Träger""=*=- dieser Initialen seyn. Wir fanden sie auf einem Holzschnitte,welcher eine Scono aus dem achten Buche der Aeneide vorstellt, wienämlich Turnus zum Kriege aufruft, und nach allen Seiten bin seineAnstalten trifft. Die Composition ist noch in alterthünilicbcr Weise,gehalten, in aufsteigender Ordnung, ungefähr im Style der vielen Holz-schnitte in Vublii Virgilii opera — per Sebastianum Brant etc. Opera etimpensis Johannis Grieninger 1602, fol. Die Zeichnung ist aber vielmoderner, so dass nur von einer freien Nachahmung die Bede seynkann. Links im Vorgrunde reuten zwei Feldherren an der Spitze derKrieger, und Venulus sprengt zum Thore hinaus, um den Diomedesv on der Gefahr zu benaebrichten. lieber dieser Scene zieht sich der