' BC — BCF. Nr. 1739 — 1743. 763
Eisenhout, welcher seinen Namen auf verschiedene Weise abkürzte:A- Ei»., Eisn., Eisen., Anton Eisen. W. W. fecit 1591. Er war ausWarburg in Westphalen.
1739. Bernardo Castelli, Maler und Kupferstecher von Genua,p geb. 1557, gest. 1629. Schüler des A. Semini und L.
ö (j. Cambiaso, gehört er zu den gepriesenen Künstlern seinerv * tv - Zeit, ohne jedoch die Vorzüge seiner classischen Vor-gänger nur im Entfernten zu erreichen. Er malte Bildnisse, histo-rische und allegorische Darstellungen. Seine Werke gaben den Dich-tem Stoff zu Lobeserhebungen, wodurch aber der innere Gehalt nichterhöht wird. Mehrere Bilder wurden gestochen, er fertigte aber auchviele Zeichnungen zum Stiche. Hier handelt es sich zunächst um eineFolge von Cartouchen und Ornamenten, welche Camillus Congius inKupfer stach. Castelli zeichnete sie mit ß. C. in., wie oben gegeben.Unter B C F. kommen wir auf diesen Künstler zurück.
"40. Medailleure und Münaneister , welche Gepräge mit B. C.g n zeichneten. Ausserdem nennen wir auch:
' Bertucci Glvran, welcher um 1436 als Statthalter von ScutariMünzen mit B. C. signiren Hess.
Bartolomeo Campl, Münzmeister in Pesaro, 1555.
Benedetto Clvran 11., Münzaufsehcr in Venedig, 1708.
Bartolomeo Cotel, Stempelschneider in Rom, um 1706—1718. Erschnitt nur Münzstempel.
Benedetto Capello, Münzaufsehcr in Venedig, 1779.
1741. Unbekannter Goldschmied, welcher in der ersten Hälfte• »r». „ i_r . des 17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war. Das
a - vrl - gegebene Zeichen findet man nach Börner auf einem
gestochenen und punzirten Blättchen, welches im Schilde einen ge-flügelten Knaben auf dem Delphin vorstellt. In den Ecken stehendie obigen Buchstaben. H. 1 Z. 6 L. Br. 1 Z. 10 L. Dieses Blattist sehr selten, da die Abdrücke sammt der Platte in der Lade nieder-gelegt werden mussten. Zu Anfang unseres Jahrhunderts wurden dievorhandenen Platten vernichtet.
1742. Balthasar Caymox, Kupferstecher und Kunsthändler vonb Cr, im vr- Bersse in Brabant, war in Nürnberg thätig, und starb
" ua !/ m - exc - daselbst 1625 im 52. Jahre. In seinem Verlage er-schienen verschiedene Kupferstiche, darunter nach Martin de Vos diev >er Kirchenväter, 4. Auf dem Blatte mit St. Augustin steht obigeAbbreviatur der Adresse des Kunsthändlers. Wir haben auchNo. 1731und 1738 über ihn gehandelt.
1743. Bernardo Castelli. Maler und Kupferstecher, bot bereitsB C F ol)0n unter den Curs i ven ß C- No - 1739 Gelegenheit zurEr-g r .' örterung, und daher machen wir hier nur auf jene Blätter
*• aufmerksam, welche diese Initialen tragen. Man findet sie»i folgendem Werke: La Gierusalemme liberata dt t. Tasso con le figured » Bernardo Castello e le annottaiione di S. Genlili e di G. Castello.Genova 1590, 4. Diese Ausgabe erschien noch zu Lebzeiten des be-rühmten Dichters, gehört aber zu den unberechtigten. Die Blätter sindvon Agostino Carracci und Giacomo Franco gestochen. Eine spätereAusgabe mit den Illustrationen des B. Castello, welche grösstentheilsvon C. Congius gestochen sind, ist betitelt: La Gerusaleme di TorquatoTasso figurata da Bernardo Castello. Genova 1617, roy. 4.