Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
760
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760 BC. Nr. 1728 - 1732.

1728. unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 19. Jahr-

Shunderts in Lyon lebte. Er hinterliess radirte Blätter. Einsolches nach Revoil von 1810 ist betitelt: Fragment du lab-leau de Ch. Quint., fol.

1729. Nicolaus Berghem ist nach Brulliot I. No. 813 der Trägerjf. dieser Zeichen. Der genannte Schriftsteller sagt, dass mann <A <y / das erste auf radirten Blättern Berghem's finde, nämlich

tP' auf jenen, welche verschiedene Hausthiere vorstellen. Wir

haben ebenfalls einen grossen Theil dieser Kadirungen gesehen, fandenaber dieses Monogramm nur in Verbindung mit dem Namen des Meisters.Das zweite Zeichen steht nach Brulliot auf einem von Vivares nachBerghem's Zeichnung gestochenen Blatte, welches einen an den Baumgebundenen Karrengaul und zwei Hunde vorstellt.

Wir werden unter dem Monogramm N B auf Jan Claas Berghemzurückkommen.

1730. Jan Boskara, Stempelschneider, wahrscheinlich aus Nijmegen,C]?r da er in dieser Stadt, und dann auch in Amsterdam thätig war.

e/Q/ Er hielt sich auch einige Zeit in Berlin auf, und starb nach1705. Boskam schnitt Stempel zu Münzen und Medaillen, welchejenen eines Hedlinger ziemlich gleichkommen. Sehr schön sind dieDenkmünzen auf Wilhelm III. , auf die Schlacht von Neerwinde, aufden Ryswicker Frieden, auf die Vermählung des Kronprinzen vonPreussen u. s. w. Auch Medaillen auf berühmte Männer finden sichvon ihm. Auf etlicheu Geprägen steht das Monogramm des Meisters,auf anderen deuten die Buchstaben / B. seinen Namen an. In demMedaillenwcrkc von van Loon findet man Abbildungen von solchen.

1731. Balthasar Caymox, Kupferstecher und Kunsthändler. Dasa gegebene Zeichen fand Herr J. A. Börner auf dem von Dietrich

JT_, Krüger gestochenen Bildnisse des Kunsthändlers Balthasar Cay-IrCl mox in Nürnberg: Aetatis svae LH Ario MDCXXV. Das Mono-gramm bedeutet daher Ball. Caymox von Berste (in Brabant). Ob esauch auf anderen Verlagsartikelu vorkomme, ist uns nicht bekannt.Das Jahr 1625 ist jenes des Todes von Caymox, das Bildniss wurdeaber 1613 gestochen. Aus den Zahlzeichen III wurde dann X X Vgebildet. Vgl. auch No. 1567 und 1571.

1732. Unbekannter Goldschmied, dessen Lebenszeit die beige-i b t \ fügte Jahrzahl andeutet. Man findet die gegebenen Buch-jfjrv™^ staben auf einem Kupferstiche mit dem sterbenden HeilandeO tJ am Kreuze, nach A. Dürer's Blatt von 1508, B. No. 24. DieCopie ist von der Gegenseite genommen, da Johannes links die Händeempor hebt, während man ihn im Originale rechts sieht. Vor demKreuze stehen vier hl. Frauen, und Maria sinkt ohnmächtig am Fussedesselben nieder. Links von der Hauptgruppe steht der Apostel Pau-lus, rechts St. Thomas, beide aus anderen Blättern Dürer's copirt.Der Kupferstecher wählte nämlich eine runde Platte, so dass er zurAusfüllung des Raumes die beiden Apostelfiguren beifügte. Sie rührtwohl von einem Goldschmiede her, und scheint ursprünglich nichtzum Abdrucke bestimmt gewesen zu seyn, da auch die Inschrift obenam Kreuze verkehrt erscheint. Die Behandlung ist uielloartig. Untenin der Mitte, wo im Originale das Monogramm Dürer's zu sehen ist,bemerkt man die Buchstaben B C, deren Deutung wir schuldig bleibenmüssen. Durchmesser der Platte 10 Z. 6 L.