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1 (1858) A - CF
Entstehung
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BAU—BAV. Nr. 1697—1700.

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BAU.

«97. Unbekannter Kupferstecher, teicher in Italien gelebt zuhaben scheint. Die Sylbc BAU steht auf einem Blatte miteiner allegorischen Darstellung zu Ehren des Papstes Cle-Wens X. Der Zeichner nennt sich C. Cast. , worunter vielleicht CarloCastelli zu verstehen ist, welcher um 1670—1680 thätig war. DieKomposition rührt indessen von Ventura Borghcso her. gr. 4.

1698. Benoit Audran, Kupferstecher von Lyon, fand oben unter•&vC(u, v Q. den Initialen B. a. f. Sc. und B. A. S. No. 1690 eine

J ™ . „ Stelle, da auf solche Weise Badinmgcn des Meistersv t<o//vj-vj(.. bezeichnet sind. Er signirte aber auch in obiger Weise,Wie auf radirten Blättern In dem bekannten Werke des Antonie Wat-teau, auf welches wir unter W. zurückkommen. Mit II. au. f. Sc. istdas Bihlniss des Frater Waise Feuillan, Kniestück nach de Troy, be-zeichnet, gr. fol. Dieses Portrait gehört zu den Hauptwerken desKünstlers. Es ist radirt.

1699. Battista Pittoni, Maler und Radirer, wurde 1520 zu Vi;"V" cenza geboren, ist aber nach seinen Lebensverhältnissen unho-ld br< kannt. Er malte Landschaften mit Architektur, gewöhnlich^mS Ruinen, doch kommen Werke dieser Art selten vor. OefterSfindet man Radirungen von der Hand dieses Meisters. Doch kennenWir nur Ein Blatt mit obigem Zeichen. Es stellt die Ruinen auf MonteCavallo in Rom vor, mit der Inschrift: nviNIS MO CAVALVS IN lt<).Rechts unten auf einem Steine bemerkt man das Monogramm, welches"Battista Vicenlino Sculpsit" zu lesen ist. Diese lladirnng gehört zueiner Folge von 24 Blättern: Praecipua aliquot Romano?, antiquitatisRuinarum monumenta —. Per Baptistam Pitonum vicentinum menseSeptember ano MDLXI. IL 7 Z. 8 I,. Br. 10—12 Z. Einige Blätterdieser Folge tragen die Initialen B. P., B. P. V., B. P. V. V, B. V. F,und den Namen BAT1STA P. V. etc.

1700. Bartolomäns Brun oder Bruyn von Cöln? Hier führen

wir einen deutschenMeister ein, wel-cher in der k. Gal-leric zu Stuttgartdurch ein schönesBild der Kreuzig-ung Christi vertre-ten ist, und aufdie gegebene Weise

seinen Namen andeutete. Wir vermuthen darunter den Maler Bartho-lomäus Brun oder Bruyn, welcher ausser einigen historischen WerkenBildnisse hinterlassen bat, die jenen eines Holbein zur Seite gestelltWerden dürfen. Merlo (Kunst und Künstler in Cöln, S. 69) hat diebiographischen Nachrichten über diesen Meister zusammengestellt, undauch ein Verzeichniss der Werke desselben gegeben. Im Jahre 1852lieferte aber der genannte Schriftsteller einige Nachtrage (Die altkölni-schen Meister, 8. 158); es war ihm aber auch jetzt noch nicht mög-lich, zu ermitteln, ob Brun in Cöln oder anderswo geboren wurde, dadie Schreinsbücher darüber schweigen. Erst mit dem Jahre 1533 trittder Künstler in Cöln als Meister auf, und die Zeit seines Todes kannnach Merlo muthmasslich zwischen 1553-1556 festgestellt werden.Genauere Auskunft gab uns eine Medaille mit dem Bildnisse desKünstlers. In der Umschrift wird er Agrippinas genannt, und dieAngabe des Alters: Ano Aetatis XLVI lässt schliessen, dass der Mei-