730 B —BA. Nr. 1649-1654.
1649. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftesh des 18. Jahrhunderts lebte. Das gegebene Zeichen findet man aufiP einem Blatte mit dem Bildnisse des langbärtigcn Ritters AndreasEberhard Rauber, nach einem Gemälde von /.575 gestochen. H. 10 Z.5 L. Br. 6 Z. 6 L. Dieses Bildniss ist vielleicht von einem derKupferstecher Berndt.
1650. Francois Boucher, der bekannte französische Maler, welcheri Zl . ^-^> j- oben No. 1593 eine Stelle behauptet, ist unter dem
0 ü lw <J ■ jr. BHchtaben B angedeutet. Man findet ihn auf einemradirten Blatte, welches drei chinesische Kinder vorstellt, wie sie miteinem Papagei spielen, kl. fol. Crozat Baron de Thiers hat das Blattnach Bouchcr's Zeichnung radirt, und auf ihn beziehen sich die Buch-staben T. f. Crozat radirte auch noch andere Blätter nach Boucher,gewöhnlich in Vigiiettenfonn. Kr starb 1771.
1651. Toussaint du Breuil soll der Träger dieses Zeichens seyn,^ wir wissen aber nicht, ob es auf Gemälden oder Zeichnungen vor-
01 kommt. Toussaint malte mit seinem Bruder Louis im Schlosse zu■P- Fontaincblcau. Kr fertigte mit G. Rnggieri Oartons mit Darstel-lungen aus der Mythe des Herkules, welche für das Schloss in Fon-tainebloau zur Ausführung in Karben bestimmt waren. Später malte ermit Jacques Buncl in anderen k. Schlössern. Auch die kleine Gallertedes Louvre zierte er in Fresco aus. 1'. Katoure und Gabriel le Jeunehaben nach seinen Zeichnungen oder Gemälden in Kupfer gestochen.Ob sich auf einem dieser Blatter das gegebene Zeichen finde, wissenwir nicht. Toussaint du lirouil starb zu Baris 1602.
1652. Erhard Altdorffer, Hofmaler des Herzogs Heinrich des Fricd-
von 1512—1550, erscheint hier nur im
ibene Zeichen für B A statt für E A ge-Man findet es auf einem Holzschnitte derLübecker Trachtbibel von 1533/34. Das Blatt mit demselben stellt dieBundeslade im Tempel vor. Ein zweites, ebenfalls aus A E bestehen-des Zeichen gleicht fast jenem, welches wir oben No. 46 gegeben haben.Auf beide Monogrammen kommen wir aber unter E A zurück, und wirverweisen vorläufig nur auf die Schrift des Herrn Wieehmann-Kadow:Die mecklenburgischen Formschneider des id. Jahrhunderts. Schwerin IG51hS. 15. Eine frühere Notiz dieses Schriftstellers ist in Dr. Naumann'sund R. Weigel's Archiv H. S. 132—134, und 179-181.
1653. A. Bauer, oder Andreas Blattner? Nach Brulliot I. No. 84/Tf. c findet man dieses Monogramm auf getuschten Fedorzeich-
/ 00 o nungen, welche Scenen aus der Geschichte vorstellen. Sicf/\ sollen von einem A. Baller aus Dachau herrühren, über\ I \ welchen aber die Kunstgeschichte schweigt. Wir habe»f I \ die Liste sämmtlicher Maler, welche von 1450 an bis 1773V / X- in München gelebt haben, und wo wahrscheinlich auchBallcr seine Bildung erlangt haben müsste, da Dachau in der Nähedieser Stadt liegt. Es kommt indessen kein Künstler dieses Namen«vor. Von 1596—1617 fanden wir aber in den Ladzetteln zu wieder-holten Malen einen Andreas Blatter und einen Andreas Blattner erwähnt)welche wohl beide Eine Person sind, da die Orthographie öfters schwankt-Das Monogramm ist verkehrt, und würde daher auch auf diesenMeister passen.
1654. Balthasar Arnoullet, Buch- und Kunsthändler von Lyon,]K Bk w ' r( ' z " ( ' otl Formschneidern gezählt. Er war um die Mitte
'J^ des 16. Jahrhunderts thätig, und starb nach 1587. Sein Zeichen,VWg*. theils allein, theils mit der Abbreviatur Lugd. (Lugduni, LyonJ
k\iKiu. arnara Auuuruer, iion/'TTf fertigen von Mecklenburg vo>f\ Vorbeigehen, da das gegebeC/_< \ nommen werden kann. Mai