Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
682
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682 AY —AZ. Nr. 1540—1542.

1568 nach Italien zurückgekehrt sei. Andere dagegen lassen den Künstler1551 sterben, Zani in Parma, ohne einen Beweis für sich zu haben.

Das gegebene Zeichen des Künstlers findet man nur auf drei Blättern.Man muss JA Kiesen, d. h. Jacobus Veronensis, YA scheint im Mono-gramme nicht enthalten zu seyn, wie Zani glaubt, indem er Yacobus stattJacobus liest. Ein Orthographiefehler ist nicht anzunehmen, da Caraglioein Blatt mit der Venus auf dem Meere deutlich mit v(i ( bezeichnet hatte.

1) Das Bildniss des Pietro Aretino, in Medaillon mit der Schrift:PETRVS ARRETINVS FLAGELLVM PRINCIPVM. Anscheinlichnach Tizian's Zeichnung, B. No. 64. Oval, H. 7 Z. IL. Br. 6 Z. 6 L.

2) Die Anbetung der Hirten (nach Parmigianino), B. No. 4. Rechtssteht das Zeichen mit der Jahrzahl 1526. II. 72. 9 L. Br 8Z. 11 h-

3) Jenes Blatt, in welchem Bartsch die Schule eines alten Philo-sophen dargestellt glaubt, Heinecke aber die erste Idee zu Rafael'sSchule von Athen erkennt, womit die Composition nicht stimmt. Bot-tari, welcher den Stich dem Marc Anton zuschreibt, findet darin eineVorstellung der Schule eines Astronomen, da in ganz reinen Abdrückenoben eine Stelle aus Dionysius Areopagita stehen soll: Aul. Ueus. pa-titur. aut. tota. mundi. machina. destruitur. Bartsch fand diese Aufschriftunleserlich, und konnte nur das Wort Deus herauslesen. Zani behauptetaber, es sei obiger Satz eingestochen, und er habe ihn 1791 bei seinerAnwesenheit in Wien entziffert. Nach seiner Ansicht soll der Philosophauf die Sonnenfinstcrniss beim Tode des Heilandes aufmerksam machen.H. 5 Z. 2 L. Br. 5 Z. 7 L.

1540. Die Familie Ayrer zählte mehrere Goldschmiede, Medaillcure»v und Stecher, welche ihre Kunst in Dresden und zu Nürnberg

übten. Christian Victor Ayrer radirte um 1665—1667 auch einigeBildnisse. Man findet ferner Schaumünzen mit den Buchstaben A I)Wenn sie auf geschnittenen Steinen vorkommen, so rühren diese vonMichael Ayrer her, welcher 1582 in Dresden starb. Eine auf dieseWeise bezeichnete einseitige Medaille von 1797 stellt die Minerva nebeneinem Palmbaume vor, wie sie mit der Fackel einen Waffenhaufen inBrand steckt. Im Abschnitte steht: Elle Doit Piaire.

1541. Adrian Tsebrand von Harlem, der Schüler des Geeraerda Davids von Ouwater, zeichnete sich als Bildnissmaler aus.

/\"\ / Nach einer gefälligen Mittheilung soll man das gegebene

J~\ \] .Zeichen auf Zeichnungen in schwarzer Kreide finden. Immer-

J zeel sagt, dass Ysebrand's Gemälde sehr gesucht werden, wir

y finden ihn aber in Gallerien nicht vertreten. Der Künstler

scheint nach 1580 gestorben zu seyn.

1542. Adam Zeller? Den Träger dieses Monogramms reiht Bartsch*=r v P. gr. IX. p. 580 unter die deutschen Meister, welche in der

JZL . zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gearbeitet haben. SeinWirkungskreis fällt aber sicher in die erste Hälfte jenes SecultimS-Heinecke (Neue Nachrichten &c. S. 362) ist daher im Trrthum, wenner das Blatt mit St. Thomas unter den kupferstechcrischen Erzeugnissenvor 1500 aufzählt, da kaum anzunehmen ist, dass noch ein ältererMonogrammist A Z gelebt hat. Das Blatt mit St. Hubertus deutet aufdie Zeit um 1530. Der Verfertiger der Blätter mit AZ scheint Malergewesen zu seyn, nicht Kupferstecher von Profession. Sie sind imGanzen mittelmässig, aber nicht Copien von bereits vorhandenen Stichen.Wir möchten auf den Maler Adam Zeller rathen. Dieser Künstlerwurde 1502 Mitglied der Zunft zum Himmel in Basel, und war damalswahrscheinlich als angehender Meister betrachtet. Bartsch nennt nurdas Blatt mit St. Anton dem Eremiten.