Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
662
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6C2 AW. Nr. 1486.

besorgten Ausgabe der Bibel vor. Indessen wurde nur die Compositionbenützt, die Stöcke der Schöft'cr'schen Druckerei gingen nicht an PeterQucntel über. Anton von Worms ist vorzugsweise als der Maler undFormschneider der Quontolschon Üfficin zu betrachten, da viele Blätterin Druckwerken derselben vorkommen. Doch nahm er auch Bestell-ungen von anderen Buchhändlern an, wie von Johann Sotor, Her"Alopecius, Johann Gymnicus, Eucharius Cervicornus, Johann Dorstius,Jaspar Gonncp, Melchior Novesianus, Johann Prael, Franz und ArnoldBirkmann. Der Sammler von Holzschnitten des Anton Woensam niüsstesie also aus Druckwerken mit den Adressen der genannten Buchhändlersammeln. Ein Zeichner oder Maler ist auf den Holzschnitten nicWgenannt, und man kann daher annehmen, dass die Compositioneu thoH svon Anton selbst, theils von seinem Vater Jaspar von Worms her-rühren. Mehrere Blatten sind sicher von ihm selbst geschnitten, vieleandere Holzschnitte verrathen aber Gcsellenhand. Als einen der schön-sten Origiualschnitte erklärt B. Wcigel die hl. Familie mit Joachimund Anna, und dem segnenden Gott Vater im oberen Bogen. Link*oben in der Ecke ist das Monogramm, rechts die Jahrzahl 1530. DwAbdrücke ohne Text auf der Bückseite sind sehr selten. Die Platt«war zur Ausschmückung folgenden, von Mcrlo No. 18 erwähnten Werkesbestimmt: I). Dionysii a ltickel Carthusiani operum minorum tomus Pf*"mus. Apud sanetam Vbiorum Coloniam Johannes Soler excudebal Ann"1532, fol. In lt. Weigol's Prachtwerk: Holzschnitte berühmter Moisler etc-Heft XI, befindet sich eine schöne Copie von Krüger. II. 7 Z. 7 !>•Br. 5 Z. 4L. Auch der grösste Theil der Blätter der P. Quentel'schcnBibel von 1527 und 152!) fol. ist von A. Woensam geschnitten. Die**dürfte auch mit vielen Blättern in den Werken des Dionysius Car-thnsianus (\). allickol) der Fall sein. In diesen Druckwerken ist BB**ein sehr schönes Kinderalphabet, im Durchmesser 1 Z. 3 L. gross. Sei' 1 'oft wiederholen sich diese Blättchen in den Enaraliones in 1 V Mosaicu 1legis libros. Coloniae, Qucntel 1534, fol. Auch einige grössere Initiale 11kommen vor, welche aber kein ganzes Alphabet bilden. Man find«*sie in der Bibel von 1521, in den Werken des Carthäusers Dionysius,und in der Allercaiio Synagogae et Kcclesiae. Coloniae apud Itfeld 1 -Novesianum 1537, fol. Ein kleines Alphabet mit Kindern auf seh«» 1 "zem Grunde, im Durchmesser 1 Z. 2V?L., welches in der erwähnt 0 "Bibel vorkommt, ist nicht von A. Woensam geschnitten. Ucber da 3Alphabet dieses Meisters handelt It. Weigel in Dr. Naumann'* Arch'*für die zeichnenden Künste, II. Jahrgang, S. 204. Den Initial F «"'St. Lucas, aus der Bibel von 1527, gibt er in Copio. Er kommt auf' 1im Schlusshefte des erwähnten Prachtwerkes von Weigel vor.

1486. Unbekannter Zeichner oder Formschneider. Diese Mono-gramme gehören einem alten sächsischen Künstle'an, welcher aber gewöhnlich mit Anton Woens"" 1von Worms, dem vorhergehenden Künstler, ver-wechselt wird. Unser A. W. steht jedoch in Zeichnungund Schnitt auf einer viel tieferen Stufe, und n" r"\J7V" ji- wenige Blätter dürften den Vergleich mit jenen Off-AW / 3*. Anton von Worms aushalten. Es ist indessen amim Monogramme ein Unterschied; der Sachse fügte im A nie ein 1 '"Querstrich bei, und wenn dieser bei Anton von Worms fehlt, so dürft*man es zu den höchst seltenen Ausnahmen zählen. Sollte indesse' 1dennoch des umgekehrte Fall vorkommen, so entscheidet sicher "''Güte der Arbeit. Unser Meister war um 1525—1545 thätig, und start>wahrscheinlich früher als Anton von Worms.

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