Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
640
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640 AVO. Nr. 1464.

im Vorgrunde zeigt sich deutlich. W. I. — Diess ist wohl jener Zu-stand, in welchem nach Guichardot die Schneidnadel noch nicht an-gewendet ist, so dass jene Partien mit dem schwarzkunstähnlichenTone fehlen.

II. Mit Anwendung der Schneidnadel, welche durch eng geführteStriche den Schwarzkunstton hewirkto, besonders an der Glnthpf'anne,wie Guichardot II. bemerkt. Nach Weigel gleicht II. dem Abdrucke I.,nur dass AVo. gesetzt ist. In diesem Falle ist II. im Cabinet van denZande III.

III. Mit retouchirten Stellen. Das Fass im Vorgrunde ist fast über-stochen, so dass man es kaum bemerkt. W. III. — Nach Guichardotist in den gewöhnlichen Abdrücken die Schncidnadelarbeit, welche denMezzotintoton bewirkte, fast ganz verschwunden, und sie sind trockenund ohne Wirkung. Diese Abdrücke könnten demnach den mit demStichel retouchirten Exemplaren vorangehen.

6) Der lachende Raucher vor dem Tische. Mit dem Namen.

I. Vor dem kleinen Striche am Rande der Mütze zwischen demrechten Ohre und dem Auge des Mannes, welcher durch das Aus-glitschen der Nadel entstand. Im Grunde Hess das Kratzeisen vieleSpuren zurück.

II. In diesem Zustande bemerkt man das erwähnte Ausfahren derNadel, auf welches der Verfasser des Catalog Weber (F. Ileimsoct) auf-merksam macht.

R. Weigel nimmt als I. jenen Abdruck, in welchem man zwischender Mütze und der linken Schulter des Mannes einige Spuren des Kratz-eisens bemerkt. Dann bemerkt er, dass am oberen Theilc des Tischeskeine perpendikulären Linien wahrzunehmen seien. Man möge daherbei Gelegenheit auf die Uuterscheidungszeichen Acht haben, ob sichnicht dreierlei Abdrücke herausstellen.

7) Der Bauer mit dem Hörn am Munde, oder der holländischeBäcker unter der Thüre. Mit dem Namen des Künstlers.

I. Aetzdruck mit schwacher Bordüre, ohne Anwendung der Schneid-nadel, welche stellenweise einen schwarzkunstähnlichen Ton bewirkte. YV.I.

II. Mit Anwendung der kalten Nadel, welche den stärkeren Partienden erwähnten Ton verlieh, aber ohne die fünfte Lage im Grunde unterdem rechten Arme des Mannes. Die Linie vom linken Ohr abwärtsbis zur Schulter, welche den beschatteten Grund der Thüre trennt, undletztere selbst bildet, ist noch sichtbar. Die Einfassungslinien sind mitder Nadel leicht gezogen.

III. Mit der fünften Lage im Thürgrunde, wodurch die in II. ge-nannte Linie verschwand, und mit etwas verstärkter Einfassung. IV. II.

IV. Mit Ucberarboitungen durch den Stichel. Der untere Theilder Brust des Mannes ist mit horizontalen Linien überstochen, undauch die Einfassung mit dem Stichel geführt. W. III.

8) Der alte Leiermann. Mit dem Namen und der Jahrzahl 7fl47.

I. Aetzdruck mit schwacher Einfassung. Man bemerkt keine Spurder kalten Nadel. W. I.

II. Mit verstärkter Einfassung, und leichter Nachhülfe durch dieSchneidnadel. Der Umriss der rechten Schulter ist unterbrochen, undwurde dann vereiniget.

III. Mit Grabstichelretouchen auf der Leier, und unter dem rechtenArme des Alton. Die Einfassungslinicn nachgestochen. W. IL

9) Der Bauer, welcher sich an die Hausthüre lehnt (l'Observateur)-Mit dem Namen des Künstlers.

I. Vor der Schneidnadelarbeit an der Einfassung der Thüre.