Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
634
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634 AVK. Nr. 1457—1458.

18) Die Werke der Barmherzigkeit, in zwei Abtheilungen, die gel'stigen und die leiblichen Werke enthaltend. Die erste Abtheilung e»''hält acht Blätter mit Titel, und die zweite deren neun, da auch dasjüngste Gericht beigefügt ist. Auf dem ersten Blatte steht: INCIDEBA™ROMAE MARIVS CARTARVS — C 10 pXXCVI (1506). Grösse derBlätter, H. 8Z. 11 L. Br. 6 Z. 11 L.

19) Diana und Endymion. Eine Darstellung dieser Art nenn'Malpe, wir fanden sie aber ausserdem nicht angezeigt.

20) Die Karte von Palästina: PALESTINAE S.I.VE TERRE SANCTEDESCRIPTIO. — Fernandui Berlellius Excudebat Venetiü. qu. fol. -'Diese Karte geliört wahrscheinlich in ein Werk, vielleicht mit dun beidesvon Heller, Zusätze zum Peintro-graveur S. 83, erwähnten Blätternwovon das eine die Belagerung von Famagosta 1571, das andere Ü eKarte der Insel Ischia 15/16 enthält.

1457. Adrian van der Kabel, Landschaftsmaler und Radirer, wurdeA tt 163t in Rijswijek beim Haag geboren, und von Jan van

f\r\ Goyen unterrichtet. Später machte er Studien in Italien.xj V \j und erhielt in der Schilderbent zu Rom den Beinamt'

Corydon und Gcestigkeit. Descamps sagt zwar, der Künstler sei nid"nach Italien gekommen, allein ausser dem Beinamen spricht auch de'Styl seiner Gemälde für einen italienischen Aufenthalt. Im Colöriffolgte er der Carraccischen Schule, nur geht seine Färbung ins Braune;In der Auffassung der Bilder wird man bald an B. Castiglione UMS. Rosa, bald an andere italienische Meister ihrer Richtung erinnert'Er wusstc die Figuren und Thiere eben so gut zu behandeln, als dieLandschaft. Auf einigen Gemälden steht obiges Monogramm, währendauf den radirten Blättern des Künstlers nach französischer WeiseA. van der Cabel, nicht Kabel geschrieben ist. Auch Arie oder Mvan der Cabel wird er genannt, aus Ary machten aber die Franzoseneinen Henry, so dass man zuletzt einen Adrian und Henry van de'Cabel herausbrachte. Houbracken will auch wissen, dass der Künstle'eigentlich van der Touw geheissen habe, was sehr unwahrscheinlichist, da Jan van Goyen an dieser Umänderung Schuld gewesen seynsoll. A. van der Cabel starb zu Lyon 1695.

Bartsch P. gr. IV. p. 222 beschreibt 55 radirto Blätter von diese« 1Meister, R. Weigel fügt aber in den Supplements au Peintre-gravetir *jLeipzig 1843, S. 193. noch mehrere Blätter bei. Das Vcrzcichuiss b elBartsch wird durch Weigel auch noch in vieler anderer Hinsicht e' -gänzt, besonders bezüglich der Abdrucksgattungon.

Nachträglich machen wir noch auf die Landschaft mit dem ver-folgten Mädchen aufmerksam, B. No. 40. R. Weigel erwähnt im Kuns''katalogc No. 15759 einen unbekannten, sehr seltenen Abdruck vor alle'Schrift, welcher ihm erst nach dem Erscheinen der Supplemente 0"Bartsch vorgekommen ist.

1458. Marias Kartaras. Brulliot II. No. 173 gibt nach dem Cabine'A V K Baignon Dijonval an, dass diese Initialen auf Kupfe''

. v. sl. gtjgjjen nac ]y (ji u ij 0 Romano sich finden. Der genau»'?Catalog nennt eine hl. Familie mit St. Marcus, und Brulliot fügt be'idass er ein Blatt dieser Art nicht kenne. Hier handelt es sich jeden'falls um einen Kupferstich des Marius Kartarus, dessen Monogrammaus AVK besteht. Der Verfasser des Cataloges konnte es nicht gebe"'und daher begnügte er sich mit der Zerlegung des Zeichens in die l> e 'treffenden Buchstaben. Marius Kartarus findet oben unter dem No» 0 'gramme A V K No 1450 seine Stelle.