Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
623
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AVE. Nr. 1447. 623

71) Die zwei Bauern auf dem Hügel, A. V. E.

I. Die Einfassungslinien sind schwach. Das Scheidewasser hat imunteren Theile der Radirung den Aetzgrund durchfressen, was sich auchim späteren Drucke noch wahrnehmen lässt. Die Luft, der ganze obereTheil des linken, und ein Theil des rechten Plattenrandes sind miteinem Tuschton überzogen, die Bäume und Felsen links, die Hütteund das ferne Kirchdorf von einem Nimbus umgeben, welcher viel-leicht durch Beseitigung des Tuschtons mittelst des Gerbstahles an jenenStellen entstanden ist. In der Luft hat Everdingen nebst einer Wolkeauch horizontale Strichlagen angebracht.

II. Die Einfassung ist verstärkt, der Tuschton in der Luft besei-tiget, und beim beleuchteten Theile der Wolke sieht man regelmässigehorizontale Strichlagen. Der Weg, auf welchem zwei Figuren schreiten,und der im frühen Drucke unterhalb der Figuren bis dahin, wo derVorgrund seine Fortsetzung bedeckt, weiss erscheint, ist im späterenDrucke mit horizontalen Strichen überlegt.

73) Der bedeckte Wagen, A. V. E.

I. Ohne Einfassungslinien, nur am rechten Rande ein das zweiteDrittel begränzender Strich. In den Bäumen über dem Wagen, undan diesem selbst scheint Everdingen nachgeholfen zu haben.

IL Mit starken Einfassungslinien, und mit kloinen Wolken überden Hütten. Im Dache der ersten Hütte, dessen Schindeln und Moos-bewuchs in I. blos in Umrissen angedeutet sind, bemerkt man leichte steifeStrichlagen. Am grossen vordersten Baume und am Boden sind Retouchen.

75) Die nach dem Kahne schauende Frau. A.V. EVERDINGEN.

I. Ohne Einfassungslinien, die Luft ganz weiss. Reiner Aetzdruck.

II. Mit Andeutungen des Blau in der Luft, und mit Wolken, beidesvon Everdingen selbst bewirkt. Die Radirung, welche nur wenige Zu-sätze hat, ist mit starken Linien umzogen.

79) Der abgehauene Baumast. Ohne Zeichen.

I. Im obersten Theile der Luft, von der Mitte nach rechts hin isteine leichte Wolke mit hie und da sich kreuzenden Strichen einge-schnitten. Am rechten Rande sieht man 1 Va Z. vom unteren rechtenEcke hinauf eine leere, nicht geätzte Stelle in einem der Bäume mitSchneidnadelstrichen belegt. Die rechte Einfassungslinie ist mit spitzi-ger Nadel gestochen.

II. Die früher vorhandene Wolke ist nicht allein mit schräg ge-führten Strichen dunkler gemacht, sondern es sind auch Wolken vongerundeten Formen hinzugefügt. Die erwähnte lichte Stelle ist mitKreuzstrichen ausgeführt, die Einfassungslinie sehr verstärkt, und dieSchattenpartien der im Vorgrunde befindlichen Felsen sind allzu kräftig.

82) Der breite Strom, A. V. E.

I. Reiner Aetzdruck. In der Luft sind bald engere, bald weiter ab-stehende Striche, deren sich auch tiefer unten in dem entfernten hohenBerge, im Wasser &c. zeigen, sämmtlich in horizontaler Richtung.Rechts oben ist eine Andeutung des Blau, und die Einfassungsliniensind nur theilweise vorhanden.

IL Die Wolken sind durch horizontale Linien mit dem Stichel ge-bildet, die erwähnten Striche verschwunden, und die Einfassungsliniensind verstärkt. Auch Grabstichelretouchen zeigen sich.

83) Die Schupfe mit dem Strohdach, A. V. E.

I. Dieses sehr stark geätzte Blatt ist links oben von keiner Ein-fassungslinie begrenzt. Das spitzige Strohdach der Schupfe zeigt inder Mitte ein besonders nach unten sich ausbreitendes Licht. DerBoden ist von den zwei abgehauenen Stämmen nach links hin sehrhell gehalten.