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AR. Nr. 1192 — 1195. 515
beschränken uns daher hier nur auf das Monogramm. Man findet esauf Bildnissen in der „Europe illustre. Paris, J. Odieuvc 1755," 4.Roslin malte einige Bildnisse zum Stiche, doch sind dicss nur Copiennach älteren Gemälden. Ein solches des Herzogs Carl des Kühnen(t 1474) befand sich im Cabinet d'Affry, und Pinssio hat es für dasgenannte Werk gestochen. Jenes des Gouverneurs von Saumur, desPhilipp du Plessis Mornay (f 1623), hat F. Fessard gestochen. Aufbeiden Blättern ist das Monogramm des Copistcn.
Roslin starb zu Paris 1793 in einem Alter von 60 Jahren. Dievon ihm gemalten Bildnisse hoher Personen sind gestochen.
1192. Adrian Reims von Brügge erscheint hier als Donator einesGemäldes, aber nicht als Künstler, indem er wahrschein-lich dem ehrsamen Handwerke der Schmiede angehörte.Die gegebenen Initialen stehen auf einem Hausaltärchen
von 1480 im Hospitale St. Johannis zu Brügge. Es stellt die Kreuzig-ung Christi dar, und ist mit Flügeln versehen, auf welchen der Donatormit seiner Frau erscheint. Ersterer hat einen Löwen neben sich, undträgt Ambos und Hammer. Ein Heiliger begleitet ihn, so wie seineFrau mit der Schutzpatronin St. Barbara dargestellt ist. Bei geschlos-senen Flügeln sieht man von Aussen die Heiligen Helena und Barbara.In der Einfassung steht die Jahrzahl 1400. und unten sind dieInitialen A Ii angebracht. Auf dieses, an die Weise des Hans Mein-ung erinnernde Gemälde, macht Passavant in der Kunstreisc durchEngland und Belgien S. 360 aufmerksam, und durch eine spätere gü-tige Mittheilung desselben wissen wir, dass sich die Buchstaben AR.licht auf den Maler, sondern auf den Donator Adrian Reims beziehen.Ueber den Maler hat sich keine bestimmte Ansicht gebildet, man kann'hn aber zu den Schülern des Hans Memling zählen, welcher in BrüggeHauptwerke hinterliess, besonders in dem erwähnten Hospitale.
1193. Andreas Ruthards. ein vlaam'scher Historienmaler, hielt sich
AI3 um 1600 in Rom auf, und soll später in ein Cölcstiner-. IV. Kloster getreten seyn. In St. Eustachius zu Rom sindWerke von ihm. Er bezeichnte seine Bilder mit A. Ii. Heller u. A.nennen ihn irrig Ruschardt.
1194. Adam Ries, der alte Rechenmeister, welcher noch im MundeiVR von Hohen und Niodcrn lebt, bediente sich dieses Zeichens.
Man findet es auf dem in Holz geschnittenen Bildnisse des-selben. Er ist im Brustbildc dargestellt, mit Bart und hoherMütze, deren Stülp mit Halbmonden geziert ist. Die Um-schrift besagt: /Inno löGO Adam Ries seines Allers im LV1II.Rieses Bildniss ziert den Titel folgenden Werkes : Bechnung auff denLinien vnd der Federn, Auff allerlei) Handtierung, Gemacht durch AdamRisen. Breslau, C. Seharfenberg tö(i:i, kl. 8.
Die Buchstaben A. R. auf dem Schilde beziehen sich auf A. Ries,Reicher aber das Bildniss wohl nicht selbst geschnitten hat. Er deutetes 'ch durch das rechts vom Kopie stehende Zeichen als Rechenmeister?&■ Seine Werke erlebten mehrere Auflagen, und noch gegenwärtigist er mit seinem Buche sprichwörtlich.
1195. Alfonso Ruspagiari. Diese Buchstaben, noch etwas kleiner,TV .T> stehen nach einer gütigen Mittheilung des Herrn J. A. Börner
*■ "^ am abgeschnittenen Arme einer weiblichen Büste in einem 2 Z.
L- haltenden Medaillon. Die junge Dame ist in 3 / 4 Ansicht nach
r echts gerichtet, hat die Haare auf dem Hinterhaupte in einen Büschel