490 AP. Nr. 1114—1116.
setzt. Der Stich der acht Bände umfassenden Europe illustre dauertemehrere Jahre.
Unser Monogrammist erscheint auch als Stecher von Bildnissen.AP. sculp. steht auf den Bildnissen des Bischofs Guillaume du Vair,und des Duc Heri 11. de Montmorency. Er bediente sich ferner auchder Initialen A. P. als Zeichner und Stecher.
1114. Conte Alessandro Pompel, Architekt und Radirer, wurde 17057T) r JDr zu Verona geboren, und übte sich anfangs unter Balestra
JnLj., -S\/' in der Malerei. Seinen Ruf gründete er als Architektrj / r durch verschiedene Bauten, welche Milizia eines grossenJX' w&Jl Lobes würdiget. Hier haben wir es mit folgendem Werkezu thun : Li cinque Ordini deW Archileclura civile di Mirhel Sanmicheli,Rivelati dalle sue Fahriche, descrilti et publieati con quelli di VUruvio,Alberli, Palladio. Scamozii, Svrlio e Vignola, dal Co. Alessand r ° Pompei.Verona MDCCXXXV, kl. fol. Viele Blätter dieses Werkes sind vonPompei selbst radirt, und mit obigem Zeichen versehen. Andero rührenvon A. Balestra her, und werden von Bartsch nicht erwähnt.
1115. Pietro Antonio Pazzl, Kupferstecher, geb. zu Florenz 1706,tt-j gest. um 1770. Schüler von G. Piamontini und C. Mogalli,/V f. machte er sich durch eine grosse Anzahl von Blättern be-
x>r m a, kannt, deren man in Gori's Museo etrusco (1737), in^■' "^ Gualtieri's Museo testaceo, im Museo Capitolino, in denPitture de Grotta Ferrata &c. findet. Dann stach er auch viele Bild-nisse , besonders von Künstlern. Jene der florentinischen Tribüne er-schienen unter dem Titel: Serie di Ritratli di celebri Pittori dipinti diproprio mono. Firenze 1701). gr. fol.
Das Monogramm des Künstlers findet man auf mehreren Blätternmit Bildnissen, doch nicht auf jenen der Serie de' Ritratti. Nur dieVignetten und die verzierten Initialen sind auf solche Weise bezeichnet,d. h. mit den kleinen Monogrammen. Das grössere gibt Brulliot 1. No. 664mit der Bemerkung, dass es auf Bildnissen vorkomme.
Eines ähnlichen Zeichens scheint sich auch der KupferstecherA. Portlag bedient zu haben. Mit dem Namen verbunden findet manes auf Blättern im Breviarium Romanum. Venetiis 1731.
1116. Peter Angel, oder Peter Anichinl ? Dieses Zeichen gibt Brul-T/ft f Hot I. No. 673 mit der Bemerkung, dass man es einem Peter
Jt\. J**"' Anichini zuschreibe. Ein Kupferstecher dieses Namens lebtenach Heinecke um 1655 in Italien, ein anderer übte um 1715 seineKunst in Florenz. Von diesem Künstler findet man Bildnisse, welcheaber mit dem Namen bezeichnet sind. Brulliot kennt indessen keinBlatt mit dem gegebenen Zeichen.
Wir fanden dasselbe auf einem in Jan Livens' Manier radirtenBlättchen, welches einen Bauer vorstellt, und im Grunde Landschaftzeigt. Der Verfertiger ist sicher jener P. Angel, von dessen HandBartsch, Oeuvre de. Itembrandt lt. p. HO No. 102, die Büste eines bär-tigen Alten mit kahlem Haupte beschreibt. Oben steht undeutlich:1037. P. Angel. H. 2 Z. Br. 1 Z. 11 L. Dieser P. Angel ist höchstwahrscheinlich Eine Person mit Peter Angelis, welcher 1685 zu Dün-kirchen geboren wurde. Er malte Landschaften mit Figuren, und machtesich in Flandern, Deutschland und England vortheilhaft bekannt. DieJahrzahl 1037 auf dem erwähnten Blättchen hindert nichts, denn sieist absichtlich undeutlich gemacht, und dürfte *727 heissen. P. Angelisstarb 1734. Massard stach nach ihm eine Scene aus dem Leben Carl's hvon England, wie ihu Joyce auffordert, zur Armee zu gehen, gr. qu. 8-