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1 (1858) A - CF
Entstehung
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480
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MMm

480 AP. Nr. 1105 — 1107.

hl. Lukas bei, und im Buche derselben erscheint er unter dem NamenLange Peter schildere. Aertszen scheint aber in Antwerpen nicht ver-blieben zu seyn, da im ITandwerkslmohe der Stadt (Liggcre) keinerseiner Schüler eingetragen ist. Er starb zu Amsterdam 1573.

Das gegebene Zeichen findet man auf Gemälden dieses Meisters,welche meistens Küchenstücke verseilen. Es weicht von dem Mono-gramme unter der folgenden Nummer ab, so dass wir uns benöthigetfanden, dem Künstler hier einen vorläufigen Artikel zu widmen, welcherden nachstehenden ergänzt. Des gegebenen Zeichens bedienten sich aberauch seine Söhne, und man muss daher unterscheiden, welchem derMeister Aertscn irgend ein Mild mit demselben angehöre. Aart Pietcrsz.,und Pieter Pieterszoon malten in der Weise des Vaters, und im gleichenGenre, enteret aber auch Mildnisse. Dirk Pietersz. machte sich eben-falls als Portraitmaler bekannt, lieber die Kunstrichtung des PieterAertscn s. den folgenden Artikel.

1105. Pieter Aertsen fand bereits unter der vorhergehenden Num-mer einen einleitenden Artikel, da das Mono-gramm von den gegebenen Zeichen abweicht,und daher handeln wir hier zunächst nur über

die Werke des Meisters. Er gehört zu denjenigen holländischen Malerndes 16. Jahrhunderts, welche, unabhängiger von der Nachahmung derItaliener, als andere, mehr naturalistische Bestrebungen kund geben,und die Erstlinge der Genremalerei liefern. Einzelne Erscheinungender Natur sind in seinen Gemälden lebendig und derb nachgebildet,doch ist seine Manier im Ganzen ausschweifend und bizarr. Aertscnmalte meisterhafte Küchenstücke, in welchen die Geräthe und Vik-tualien täuschend nachgeahmt sind. Berühmt sind vier Blätter vonJakob Matham, welche solche Küchcnstücke nachbilden, B. No. 164—167.Doch malte der Künstler auch historische Darstellungen, grosse Kirchen-bilder , welche von C. van Mander gepriesen werden, namentlich auchwegen der kunstreichen Behandlung der Architektur. Beim Bildersturmegingen aber viele zu Grunde. In Rathgeber's Annalen der niederlän-dischen Kunst S. 269 sind Aertsen's Gemälde, und die Stiche nachdenselben beschrieben. Auf mehreren Gemälden findet man obigeZeichen, theils auch mit beigefügter Jahrzahl. Diese ist für unserenKünstler öfters massgebend, da sich auch Aart Pietersz., der Sohn, des-selben Zeichens bediente. Nach 1570 scheint der ältere Peter Aertsennicht mehr gemalt zu haben, da er 1573 in ziemlich hohem Alter starb.

1106. Antoine A. J. Payen, Landschaftsmaler von Brüssel, unter-TC"""V nahm 1815 mit den Gebrüdern Bick auf Kosten der Regierungl\J eine Reise nach Java, und fertigte da eine Menge von Zeich-

I V nungen. Im Jahre 1829 trat er die Rückreise in's VaterlandJ. \- an, wo er fortan Ansichten aus den überseeischen BesitzungenHollands in Oel malte, welche mit einem Monogramme versehen sind.Payen scheint noch am Leben zu seyn.

1107. Anton Posch oder Poesch ist der muthmassliche Träger dieses»-^ Monogramms, und einer der leitenden Künstler hei der

45/T"33 Ausführung des Grabmonumentes des Kaisers Maximilian I.-* ■!■ in Innsbruck. Die Geschichte dieses grossartigen Denkmales

ist von Wichtigkeit, und wir stellen daher die urkundlichen Data zu-sammen, da sie erst seit kurzer Zeit hinsichtlich des Beginns der Ar-beit bekannt sind, und daher die herrschenden Angaben entkräften.Die Anordnung des Monumentes traf der Kaiser selbst, aber nicht ohneBeihülfe des berühmten Conrad Peutinger in Augsburg. In der k. k.