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stichc mit der thronenden Maria. Sie hält das Kind auf dem linkenArme, und zwei Engel krönen die heilige Mutter, kl. fol. Dieses Blattrührt von einem Meister der Schule des Marc Anton her, das Verlags-zeichen könnte aher spater aufgestochen worden seyn. Es wäre dahermöglich, dass die Abdrücke dieser Art aus dem 17. Jahrhunderte stammen.
600. Albert Gräfle, grossherzoglich badischcr Hofmaler, wurde 1807>jk zu Freiburg in Baden geboren, Auf der Akademie in München
JOL herangebildet, verlebte er mehrere Jahre in dieser Stadt, undl *V machte sich durch eine Reihe von historischen Bildern bekannt.Auf einigen derselben, und auf schönen Zeichnungen in Aquarell findetman obiges Monogramm, dessen sich aber der Künstlet in späterenJahren selten bediente. Von München aus begab sich Gräfte nachParis, wo er an dem berühmten Winterhalter einen Freund fand, mitwelchem er auch in der geistigen Richtung verwandt ist. In Parisführte er eine bedeutende Anzahl von Werken aus, theils historischeDarstellungen, theils Genrebilder, welche aber selbst wieder an das Ge-biet der Geschichte streifen. Seine Bildnisse gehören ebenfalls zu denschönsten Leistungen dieser Art, sowie überhaupt Gräfle einen hohenRang unter den deutschen Künstlern einnimmt. Seit 1850 befindet ersich wieder in München.
601. Adolph Gusman, Formichneider zu Pari», gehört seit 1840AT* /n tf /M ( ' ßn vorzi lf;l'chsten Künstlern seines Faches.
^O/^c/O jn-^ ./^C . Hauptlililttter sind: Napoleon am St. Bernhard nachv David, Psyche und Zephyr nach Prudhon, die Ge-
rechtigkeit und die göttliche Rache nach demselben, St. Catharina vonEngeln getragen nach Mücke &c. Auch in illnstrirtcn Werken findetman Blätter von ihm, wie in den Oeuvreus rhoisies de Gavarni. Avecdes notices en tete de rhaque serie par Th. Oauthier et Laurant-Jan.Paris 104-6, gr. 8. Das Werk: Les Francais peints par eux-memes etc.zählt ebenfalls schöne Blätter von Gusman. Auf mehreren Holzschnittenfindet man die beiden ersten Zeichen, welche sicher dem A. Gusmaiiangehören. — Die beiden anderen Monogrammen stehen auf Blätternder Physiologie de la femme. Für dieses Werk arbeitete auch A. Castan,und wenn daher das Monogramm nicht aus AU., sondern aus AC. be-stehen sollte, so gehört es diesem Künstler an.
602. Agostino Carraccl soll nach Bartsch P. gr. XVIII. pl. I. 1
x-> . ------1 der Träger des ersten Zeichens seyn, er beschreibt aber
A T m JT kein Blatt mit demselben. Das zweite Monogramm gibt^rv/.yH-^vri Brulliot r No 4l0 Kr fan(1 es lluf cill0m Bi attC) we iches
eine Landschaft mit einigen unter dem Baume schlafenden Bauern vor-stellt. Rechts unten am Rande das Zeichen , qu. fol. — Dieses Blattkennt Bartsch nicht, und es gehört vielleicht dem Agostino auch nichtan. Wenn das Zeichen für A, C. zu nehmen wäre, so könnte AntonioCarracci eintreten. Dieser Meister hatte aber auch den Beinamen Gobbo,und somit würde selbst das Zeichen A U. auf ihn passen. Im Pariser Mu-seum sind Landschaften mit Figuren von ihm mit der Feder gezeichnet.Graf Caylus hat vier derselben auf Kupfer imitirt, kl. qu. fol.
603. Agostino Carraccl erscheint hier auf das Ansehen des Ver-^y s fassers des Peintre - graveur hin mit einem Monogramme,
^Zl__J( welches für ihn eben so ungewöhnlich ist, als das vorher-Vo^y-, gehende Zeichen. Er bediente sich zuweilen der Initialen^ A. C, und auch der Abbreviatur des Namens, an der rich-tigen Deutung des gegebenen Zeichens möchten wir aber aus gewissenGründen zweifeln. Der Kupferstich mit demselben stellt Michel Au-