Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
298
Einzelbild herunterladen
 

298 AG. Nr. 597.

lathea nach N. Poussin steht: An. Garnier (e., so dass Augustin niilitpasst. üb dieser A. Garnier Maler gewesen, und mit dem liihlnisstnalcr(jarnier von Mcaux JOino Person sei, oder mit Noel Garnier in Ver-wandtschaft stehe!, ist zweifelhaft. Von ihm zeugt mir eine Anzahl ra-dirter und gestochener Blätter. Das Bihlniss des Nicolas Deselevosträgt die Jahrzahl 1637, und 1646 gab Garnier die nuten erwähnteFolge nach Primaticcio in Fontainebleau heraus.

Robert Dumesnil P. gr. fr. VIII. p. 196 beschreibt die Blätterdieses Meisters. Sie sind nach Zeichnungen von Primaticcio, N. Poussin,J. Blanchard, C. Vignon, Valentin, S. Vonet, Bosse, Bassano und L. dela Ilyre gestochen. Et offenbaret darin geringes Talent und wenig (io-schmack in der Arbeit. Die bessten Blätter sind jene nach J. Blan-chard und Primaticcio. In den vorgeätzten und mit dem Stichel vol-lendeten Blättern erreichte er sogar eine gewisse malerische Wirkung,aber wie in den Stichen nach Blanchard, so ist auch liier öfters .diemenschliche Form verunstaltet.

Obige Zeichen findet man auf den Blättern, welche die Malereiendes F. Primaticcio in der Schlosskapelle zu Henri hei Fontainebleauvervielfältigen, in einer Folge von 15 Abbildungen, welche Robert-Du-inesnil 1. c. |>. 210 No. 32 — 46 beschreibt. In einem Cartoucho vonBlättern und l'rnchtguirlandon steht eine lange Dcdication: A Mon-seUjneur Messir Henry d'Arj/ouge Chevalier Baron de Hanne etc. etc. AmSchlüsse verbindet der Künstler das Monogramm mit dem Namen, undweiter folgt: »S. Martin de Jioloyne jnu. A. Garnier [c. et se vende chellauteur ä Fontaine Itleau Avec Privilcae du lto</ 1(14(1. Diese Adressefindet sich aber nur im ersten Drucke, im zweiten steht an der Stellemit: S. Martin de Bologna &c. die neue Adresse: A Paris chei Anthoin»de Fer etc. und am Schlüsse: S. Martin de Holoqn« jnu. A. Garnier Fe.II. 7 Z. 6—8 L. Br. 6 Z. bis 6 Z. 4 L. — Das Zeichen des A. Gar-nier steht in der Regel rechts der Blätter, links das aus SMB besteh-ende Monogramm, welches S. Martin de liologne bedeutet. So nannteman in Frankreich den F. Primaticcio.

597. Abraham GenoelS, Maler und Radirer, wurde 1640 zu Ant-fß, werprn geboren und von A. Backorcol unterrichtet. Als

A ÄJ (J\ Landschafter icMom er sich später zu Paris an F. Millet

S**--*"--^ V . ailj „,,,[ j|| 1T ], ci K ](. Brun'l Verwendung öffneten sichihm sogar die Thore der Akademie der schönen Künste. Nach Ant-werpen zurückgekehrt wurde er mit bedeutenden Aufträgen beehrt, so-wohl im Bildniss- als Landschaftsfache. Von 1674 — 1682 verweilte dWKünstler in Rom, wo er viele Landschaften malte, und eine bedeutendeAnzahl von Blättern radirte, wodurch Genoels die Studien festhielt,welche er in Rom und der Umgegend gemacht hatte. Seinen BeinamenArchimcdcs fügte er auch mehreren Blättern bei. Das Todesjahr istunbekannt, man weiss nur, dass er ein hohes Alter erreicht hatteAndere lassen ihn dagegen 1682 sterben, und verwechseln ihn dadurchwahrscheinlich mit einem älteren Namensgenossen. Ein anderer Abra-ham Genoels war Schüler des Gabriel Kranken, und wurde 1637 freierMeister, wie aus dem Buche der Confratornität des hl. Lucas in Ant-werpen erhellet. Unser Künstler ist weniger durch Gemälde als durchseine Radirungen bekannt. Sie sind breit behandelt In der Weise vonFederzeichnungen. Bartsch 1'. gr. IV. p. 321 beschreibt 75 Blätter, mitder Bemerkung, dass damit das Verzeichniss noch nicht geschlossenseyn dürfte. Diess ist auch der Fall; denn R. Weigel, Supplement*au Peintre-graveur I. p. 211 ff. fügt noch 31 Blätter bei. Weigel gjWaber auch auf das Verzeichniss von Bartsch ein, vornehmlich in lR' 1 '