276 AF. Nr. 548 — 551.
548. Adam Fuchs kommt ohne seine Veranlassung zu wiederholtenA U" 1 Malen unter den Monogrammistcn vor, und wir müssen auch hier
'die herkömmliche Annahme herücksichtigen. Brulliot II. No. 59A F. sagt, dass die grösseren Initialen auf Kupferstichen mitSyreuen,Sccungeheuern und chiniärisclicn Tbiercn vorkommen, und dass dieseBlätter von Adam Kuchs gestochen seyen. Diess sind nun jene schiinenBlätter, welche wir oben Ho. 520 beschrieben haben, aber nicht als Pro-dukte des Adam Fuchs, welcher später lebte, als der ungenannte ita-lienische Verfertiger derselben. Heller, Moriogr. Lex. S. 16 macht ausdem unvermeidlichen Adam Fuchs einen A. Kuz, welcher nach Barocciogearbeitet habe. Er gibt ebenfalls die Initialen AF., aber ohne einBlatt mit, denselben zu nennen. Nur gesteht er, dass seine Nachrichtenunzuverlässig seien, was wir gern unterschreiben. Wk müssen aberzugleich auch (hm Kupferstecher Adam Kuchs hier streichen, da ihmmit Sicherheit nur das aus den Cnrsivbuchstabcn AF gebildete Mono-gramm No. 537 zugeschrieben werden kann. De? ungenannte italienischeStecher A F. ist wahrscheinlich Andrea Franco . dessen Gandellini er-wähnt. El soll Blätter mit Ornamenten hinterlassen haben. Ein Blattvon 1594 stellt eine Hirsch, jagd in Friesform vor, mit einer Einfassung,welche Arabesken, Flussgötter, Nymphen, Thiere &c. enthält.
Die kleineren Initialen AF. sollen nach Brulliot II. 59 auf Holz-schnitten mit Darstellungen aus dem neuen Testamente vorkommen.Der Verfertiger wird Adam Fuchs genannt. Es handelt sich aber höchstwahrscheinlich um den unbekannten sächsischen Monogrammistcn AFNo. 519. Wir kennen nur Blätter mit dem Monogramme, keines mitden Initialen AF. Und nun möge der vermeintliche Adam Fuchs seineBuhe finden.
549. Agostino Carracci gab bekanntlich ein Zeichenbuch heraus,
AU dessen Vorlagen grösstenteils von Buca Ciamberlani und f'ran-"• cesco Brizio nach Zeichnungen des genannten Künstlers gestochensind. In diesem Werke, welches, Hartsch XVIH. p. 158 beschreibt)findet man ein Blatt mit AF. bezeichnet, so dass Augustinus Fecit ge-lesen werden soll. Dieser Kupferstich stellt den Kopf einer Krau i"Profil nach links vor. Ihr Ohrgehänge besteht aus einer grossen Perle-H. 7 Z. Br. 4 Z. 6 L. Bartsch beschreibt dieses Blatt 1. c. p. 161 No. 18.Brulliot II. No. 60 erwähnt auch eines Blattes nach Orazio Samma-chini als mit AF. bezeichnet. El entnahm seine Notiz aus dem Pcintro-graveur XVIII. p. 37. No. 5, in welchem nicht bemerkt ist, dass dieBuchstaben verkehrt seien, so dass wir unter F. A des Hlattes erwähnet!'Der Gegenstand ist dem 84. Psalm entnommen.
550. Der Stempelschneider N. N. zeichnete einen schön gearbei-• iji toten Jeton mit dem Bildnisse des Pariser Arztes Antoine 1''
Moinc von 1673 mit den gegebenen Initialen. Möhsen nenntzwei damals berühmte Stempelschneider, Namens Kenne und Du FotUiund hält den einen oder den anderen für den Verfertiger des JetoHjDu Kour schnitt 1668 in ähnlicher Weise das Bildniss des Jean Annan''de Mauvillain, und somit könnte er auch die Denkmünze auf A. 1°Moinc gefertiget haben.
Die Initialen A.F. können sich auf Medaillen aus der ersten Häl'"'des 18. Jahrhunderts auch auf Antonio Fontana beziehen. Von il' nlhaben wir ein über sechs Zoll hohes, länglichrundes Stück mit den'Portraite des Philosophen und Arztes Bnrtolomco Curzj.
551. Antonio Faldoni zeichnete auf solche Weise Bildnisse, welche b>A T? fpn ( 'er Weise des Claude Mcllan gestochen sind. Wir haben üb'' 1 'Jl r. jec. jij oson Künstler unter dem Monogramm AF. No. 528 gehandelt'