Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
244
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244 ADV. Nr. 452—453.

fussfällig um die von Soldaten geraubtes Kostbarkeiten bittet. Weiterzurück kniet ein Mann vor dein Offiziere, welcher von Soldaten um-geben ist. Dieses Bild ist um 1650 entstanden, es fragt sich aber, obder Maler A. l)uc heisse, oder ob wir einen abgekürzten Namen ver-mutben müssen. Ein A. Duo ist in der Kunstgeschichte unbekannt.Sie kennt nur einen Jan leDucq, und dann einen Jakob Duc oder Duck.Der ersterc malte Landschaften mit Thieren, und auch militärischeScencu, der andere Gonvcrsatioiisstückc. Unser A. Due wäre demnachein dritter Meister dieser Familie, und aller als Jan le Ducq.

452. Unbekannter Kupferstecher, welcher seinen Namen wahr-* ^ rerm sebeinlich nur durch den Buchstaben V angedeutetP/WVlXvkJ ' li,,t > ' n ^ fim die Buchstaben AI) sich auf Albrechta.4 V -------»Dürer beziehen dürften. Er hat nämlich einige Blätter

dieses Meisters copirt, welche Heller nicht kannte. Die Bilder sindvon der Gegenseite des Originals.

1) Maria und Anna, erstere als Mädchen links stehend, mit demKinde auf dem Arme, welches eine Hirne hält. St. Anna steht rechts,und berührt das Haupt des Kindes. Oben in der Mitte erscheint GottVater und der heil. Seist in einer Glorie. Unten rechts ist das ersteZeichen. H.4Z.3L. Br. 2Z.8L. —Das Original beschreibt Bartsch No. 29.

2) Apollo und Diana, erstercr rechts des Blattes stehend, währendDiana neben ihm auf dem Hügel sitzt, und dem vor ihr liegenden Hirschschmeichelt. Beide Figuren sind nackt, Apollo mit Köcher und Pfeilenversehen. Unten links auf einem filättehen steht das zweite Zeichen.H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 7 L.

Von dieser Copie hat man zwei verschiedene Abdrücke. Im erstensind die Schraffirungon des Bodens nicht bis an den Contour des linkenBeines der Diana herangezogen. Das Original beschreibt Bartsch No. 68.

3) Die Hexe. Sie reitet rücklings auf dem Bocke, und dieser fliegtdurch die Luft nach links. Unten sind vier Genien, und Hagelwetterverfolgt die Hexe. Unten gegen links steht das dritte Zeichen. IL 4 Z.5 L. Br. 1 Z. 9 L. Das Original beschreibt Bartsch No. 67. — Diekleine, gegenseitige Copie, ist ohne Zeichen. II. 2 Z. 8L. Br. 1 Z. 9 L.

453. Adrian de Vries dürfte der Träger dieses bisher nicht be-f |* kannten Zeichens seyn. Es findet sieb auf einem schönenf Gemälde mit Christus am Kreuze, welches zu München im

"^73^ Privatbesitze dem Anton van Dyek zugeschrieben wird, da es^LÄ alle Zeichen der Richtung desselben trägt. Anton van DyekX Jk. selbst hat aber keines seiner bekannten und authentischenWerke mit einem derartigen Monogramme versehen, und somit handeltes sich wahrscheinlich nur um ein Gemälde in der Weise desselben,sowie deren überhaupt mehrere vorkommen. Ein Meister, welcher ihmnamentlich in Bildnissen nachahmte, ist Adrian de Vries, ein jüngererKünstler, als der berühmte Bildhauer dieses Namens, welcher No. 455seine Stelle findet. Ein in der Galleric zu Gotha befindliches Bild'niss eines Greises in schwarzer Kleidung mit weissein Kragen, galtlange für ein Werk des Anton van Dyek, bei der durch Herrn Injspector G. Itathgebcr unternommenen Boinigung des Gemäldes fandsich aber der Name des Urhebers: A .de Vries anno (043. Gh. vanMcehel schreibt in seinem Catalogc der k. k. Galerie des Helvedere i»Wien das Bildniss eines vornehmen Mannes in seidenem Kleide demBildhauer Adrian de Vries zu, welcher es aber unserem Künstler über-lassen muss. Kiu drittes Bildniss besass bis 1837 Graf llohiano InBrüssel, jenes eines Mannes in schwarzem Gewände mit breitem Hals-kragen. Es ist ebenfalls in der Weise des Anton van Dyek gemalt,