Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
241
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VDO —ADP. Nr. 440 — 441. 241

eingeht, ohne .jedoch dicselhe zu bestätigen. Die gegebenen Initialenstehen auf einem alten Kupierstiche, welchen Bartsch 1. c. heschreiht,und „La Monade" betitelt. Das Blatt stellt eine weibliche Figur inüusserster Bewegung vor, wie sie die Arme gegen den Himmel erhebt,in dieser Figur erkennt nun Bartsch eine Monade, deren Stellung viel«her für eine Niobidc passt. Wir haben darin die Abbildung einerantiken Statue, welche wahrscheinlich zu Anfang des 16. Jahrhunderts'n llom oder anderswo aufgefunden wurde. Andrea Mantcgna müsstcnun die Zeichnung zum Stiche geliefert haben, allein es ist nicht zudenken, dass der Künstler durch so auffallende Buchstaben als Zeichnersich kund gegeben habe. Auch nennt er sich nie Andrea de Mantova,nnd die Buchstaben müssen daher eine andere Bedeutung haben. DerKupferstecher zeichnete auf dem Blatte FAN mit der Jahrzahl 1507,das Monogramm desselben ist aber bei Brulliot I. No. 393 nicht genau.Wir kommen unter den Buchstaben FAN darauf zurück.

440. AureliO Bosso, Maler, war Schüler von Maturino gleichzeitigA Do Uns« P m ' 1 P 0 '' l ' oro ! uu( l einer derjenigen itatienischen Künst-

' "' * 1er, welche bei allem Talente kein Glück finden konnten.Er soll gegen Ende seines Lebens ins Elend geratheu seyn, so dass ers <'in lirod mit Kartenmalen verdienen musstc. Die gegebene Inschriftsteht auf einem Gemälde, welches bis 1853 in der Collection Payntun2u London sieb befand. Es ist diess die starke Büste einer mit Lor-beer bekränzten Frau in einem mit Edelsteinen und einer grossen Perle''(-'setzten Gewände. Statt des Gürtels umgibt ihren Leib eine goldeneKette. Dieses brillante Gemälde ist das Werk eines Künstlers, welchernicht zum Illuministen geboren war. Aurelio Bosso starb um 1520.

441. Johannes Antonius de Paulis, Kupferstecher und Verleger,XL . war gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Born thätig,

/4Pi ÄB\ ^f-v starb aber erst um 1630. Man verwechselt ihn gc-■*-"^-/i-o -iJSf wohnlich mit Andreas Pauli, Über welchen wir unterdem Monogramm AP handeln. Die folgenden Blätter scheinen grössten-tneils Verlagsartikel zu seyn. Diess ist wahrscheinlich auch mit einemWatte von Franz Villamena" der Fall, welches die Madonna von derfjUten Hülfe vorstellt. Wir fanden angegeben, dass Villamena die Dar-stellung 1626 nach J. A. de Paulis gestochen habe, sollte aber dasMonogramm des letzteren darauf stehen, so ist es wahrscheinlich nuri' s Verlagsadresse zu betrachten. Eben so verhält es sich mit einem

'latte von Jakob Lauri mit dem Wappen eines Cardinais.

. 1) Die heil. Lucia mit der Paline in der einen, und dem Teller"üt den Augen in der anderen Hand, halbe Figur. Im Grunde ist eineGebirgslandschaft mit Gebäuden. Rechts unten sieht man das zweitepichen, und im Rande steht: S. LUCIA V. E. M. — Joas Anto. dePuuU ßr. ro. II. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L.» 2) St. Eustachius auf der Jagd vor dem Hirsche mit dem Cruzifixe.

'Otzterer erscheint rechts im Gebüsche, und in Mitte des Blattes aufIj'J"' 1 ' Erhöhung steht der Jäger in Verehrung. Sein Pferd ist links anT 80 Baum gebunden. Heber dem gegenüber stehenden Baume bemerkt

" ;ln das erste Zeichen. Unter den Füssen des Pferdes steht: Jo An-t0 «S/ de Paulis ßr superior. p. missu II. 6 Z. 9 L. B. 9 Z. 9 L.q,. 3 ) Die Grablegung Christi, nach J. van Achen, und Copie des'Wehes von R. Sadeler. Am Grabe ist das erste Zeichen, und im Rande

est man: Joannis Antony de Paulis ßrmis superiorü permissu. IL 8Z.10 L. Br. 16 Z. 8 L.

tj 4 ) Die vier Jahreszeiten, 4 Blätter mit allegorischen Figuren inEndungen. Copicn nach J. Matham, B. 140 — 143. Mit dem dritten