Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
236
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236 ADE — ABF. Nr. 418 —423.

Wir kennen nur ein mit dem Monogramm AE versehenes kleines Bild-niss des C. van Mander, und es wäre daher möglich, dass dieser Meisterauch das gegebene Zeichen gebraucht habe. J. van de Velde scheintdarauf keinen Ansprach machen zu können.

418. A. DE. L, steht auf einem .Teton mit einem Bildnisse undbehelmten Wappen von 1027. Auf dem Avers ist die Legende: „SicAut Sic," auf dem Revers: „Ubi Spos 1627 Jbi Pes." Unter demmit dem Spaten grabendes Manne steht: A.DE.L. Diese Buchstabenbeziehen sich auf denjenigen, zu dessen Uhren der Jeton geprägt wurde,auf A. De Locquengien.

419. Adel. S»g< steht auf einem Kupferstiche mit folgenderSchrift: Annib. Carrnccio Bonon. act. sitae XLIX linmae MDCXLVI.Die Büste dieses Malers ist an einem I'iodostalo mit Emblemen, kl. fol.

Die gegebenen Buchstaben bedeuten: Annibale dal. Simon Guillain.Guillain hat das Blatt gestochen.

490 ArVCTlP I AT\fT In der Pfarrkirche zu Linz am■""• £\.UKjL\.1. n.1 V 1. Rhein befindet sich ein Altar-Gemälde mit zwei Flügeln, welches die sieben Freuden der Maria vor-stellt: den Gruss des Engels, die Geburt Christi, die Anbetung derKönige, die Opferung im Tempel, die Auferstehung Christi, das Pfingst-fest und die Krönung der Maria. Bei der ersten Vorstellung bemerktman an dem Topfe mit der Lilie die obige, vielleicht bedeutungsloseInschrift. Dieses Werk trägt die Jahrzahl (403, und war ehedem inder Rathskapclle zu Coblenz, welche abgebrochen wurde;. Man schreibtes gewöhnlich dem Israel van Meckenen zu, vorunter aber in keinemFalle der bekannte Kuptcrsteeher zu verstehen ist. Das Gemälde rührtvon einem alten Meister her, welchem man auch die LyversbergischePassion zuschreibt. Wir werden über diese Bilder unter A. S. K. T.handeln, und bemerken daher hier nur, dass das Linzer Altarwerk vonRoger van der Weyden herrühren dürfte, über welchen wir auch imKünstler-Lcxicon XXI. S. 347 ff. ausführlich gehandelt haben.

421. Battista Franco. oder ein unbekannter Kupferstecher. Seinjc^ Zeichen fanden wir auf einem kräftig radirten Blatte, welches

Afp einen stehenden Adler auf dem Aste zeigt. Rechts unten in der*/I Ecke ist das Monogramm, und im Rande steht: Nicolo uan aelstformis liomae, kl. fol. Der Verfertiger dieses Blattes lebte wahrschein-lich in Italien, und zwar um 1580 — 1590. Wenn das Monogramm ausden Buchstaben bF bestehen sollte, könnte man Battista Franco losen.Dieser Meister stach etliche Blätter mit Thiercn, auf keinem kommtaber ein Zeichen dieser Art vor.

422. David Anton Fossati, Maler und Radirer von Venedig, lebte— von 1708 — 1780. Sein Zeichen findet man auf malerisch radirten

il\ Landschaften nach Marco Ricci. Sie bilden eine Folge von 24 Hliit-^J* tern unter dem Titel: Francisco Comiti Alaarolto — has XXIV Ta-bulas olim a Marco liicci Belluncnsi Coloribus exprcssus, quue cxtanl inaedibus Josephi, Smith et Ant. Mar. Zanetti etc. Veneliis 1743. 1). A.Fossati fec. , qu. fol.

423. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte^m*. r des 17. Jahrhunderts in Deutschland gelebt zu haben

^yTJ Jc'heid/ scheint. Sein Zeichen findet man auf einem kräftig,

^ fast roh gestochenen Blatte, welches Hauern vorstellt,

wie sie im Gcrichtszimmer dem Verwalter die Abgaben entrichten. Im

Rande srant: „Quisquis es adspicias, Lector per amabilis Eicon &c"