Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
234
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234 ADB. Nr. 411—413.

411. Abraham de Bruyn, der im vorhergehenden Artikel erwähntektl Künstler, icheint auf dieses Zeichen Anspruch zu haben, Brul-

JeO Hot I. No. 108 schreiht es dem Daniel Altcnburgh zu, und fandes auf einem Kupferstiche, welcher in einem von vier Blumen gebil-deten Ovale Christus am Oelberg darstellt, mit der Umschrift: CVNCTA.VüLVNTATl. PATRIS. COMENDAT. 1EKVK *C. Dieses Blatt, dürftenicht von Altenbnrgh soyn. Letzterer arbeitete im ersten Viertel des17. .Jahrhunderts in Cöln für den Verlag des G. Altzonbach und.]. Busse-niacher, das Blatt mit Christus am Oelbergc stammt aber aus der spä-teren Zeit des 16. Jahrhunderts, und hat in der Arbeit Aehnllchkeitmit den Blättern des Abraham de Bruyn, welcher indessen eine fremdeZeichnung zum Vorhilde gehabt haben müsste. Ilrullint I. No. 107 gibtauch wirklich ein ähnliche! Namenszeichen unter den Monogrammendes A. de Bruyn. für Altcnburgh habet wir ein anderes, aus ADHbestehendes Monogramm in Anspruch genommen.

412. Hendrik van der Borcht, Vater und Sohn, sollen nach derjTp .^ gewöhnlichen Annahme radirte Blatter mit diesem Monogramme

JMD.-fica versehen haben. Es ist indessen schwer, den Theil einesjeden auszuscheiden, da dieselben in Zeichnung und Behandlung grosseUebereinstimmung zeigen. II. van der Borcht der Sohn führte aberdie Nadel etwas zierlicher und feiner, als der allere Künstler diesesNamens. Der Vater wurde 1583 zu Brüssel geboren, kam aber alsdreijähriger Knabe mit seinen Kltorn nach Frankfurt a. M., und ge-noss da den Unterricht, des G. Valkenburg. Nach seiner Rückkehr ausItalien waf er einige Zeit in Frankenthal thätig, zog aber zuletzt wiedernach Frankfurt, wo ihn 1060 der Tod ereilte. Zu Beinen Hauptwerkengehören 22 Blätter, welche die Ankunft des Churfürsten Friedrich vonder Pfalz und seiner Gemahlin Elisabeth von England in Frankfurt dar-stellen. Dieses "Werk erschien 1613 mit Text, von Mironi, fol.

H. van der Borcht juu. wurde um 1620 zu Frankenthal geboren,und von seinem Vater unterrichtet. Er begleitete den Grafen Arundelauf einer Reise in Italien, und kam später in Dienste des Königs Carl II.von England. Die letztere Zeit seines Lebens brachte der Künstler inAntwerpen zu, wo er in hohem Alter starb. Der jüngere II. van derBorcht radirte eine bedeutende Anzahl von Blättern mich Battista Franco,P. del Vaga, Parmcgianino, L. da Novellara, Ch. Schwarz, ,1. A. Siraniu. s. w. In der Sammlung des M. Quintin de Lorange.ro, welche 1740in Paris versteigert wurde, belief sich das Werk der beiden II. van derBorcht, und des Peter van der Borcht auf 577 Blätter. Der letzterearbeitete in der Weise der Wierx.

Hinsichtlich des Monogramms möge es erlaubt soyn, einen Zweifelzu äussern. Es besteht nämlich aus den Buchstaben ADH, welche sichmit dem Namen Hendrik van der Borcht nicht vereinigen lassen. DasZeichen würde daher eher auf Andreas van der Borcht passen. DieserMeister, ein Holländer von Geburt, stach nach Zeichnungen von Jo-hann Rottenhamcr u. A.

413. Abraham de Bruyn, Maler und Kupferstecher, über welchenA B AJ HS wir unt( ' r dim Monogramme ADH. No. 410 ausführlich-"•a*,-«-«-*/«" gehandelt haben. Man findet die gegebenen Initialen aufkleinen Blättern mit biblischen Darstellungen nach Peter Borcht, aufwelchen sich die beigefügten Initialen /'. //. beziehen. Sie gehören indas Werk: Ilumanac Salutis monumenta B. Ariae Montani. Antver-piae, Ch. Plantinus (1571).