230 AD. Nr. 398 — 402.
398. Unbekannter Künstler (loa vorigen Jahrhunderts. Mit derAT) Abbreviatur Pin.r. bezeichnen diese Initialen einen Maler, wel-
-^"^"eher die Namensbuchstaben auch zu einem Monogramme verband.Er nahm an der bei .1. Odieuvro 1755 zu I'aris erschienenen Portrait-Sammlung Theil, der Europe illustre mit Text von Dreux du Radier.G. F. Wille stach nach ihm daa Bildniss des Professors ChristianWolff in Marburg.
399. unbekannter Maler oder Radlrer, dessen Initialen nicht im\ 7) Eacsimile gegeben werden können. Im Cataloge der Sammlung
' des Grafen M. von Fries in Wien (Reste de la Collection &c.p. 38) werden sechs radirte Blätter mit Köpfen angezeigt, und dieselbeneinem A.D. beigelegt. Eine Zeitbestimmung ist nicht gegeben. Vgl. No. 383.
400. Adrian Dauzats, Maler zu Paris, ist seit Jahren vorteilhaft^*<f A Ä T^ '' c '°' llmt - Er unternahm weite Reisen, um Studien
-**T? MJ>, t\ LJ zu machen, da die Architckturmalerei das Fach ist,welches er pflegt. Die Kitchen und Dome in Frankreich und Spanienboten ihm häufig Stoff zu Gemälden und Zeichnungen. Auch in Alge-rien befand sich der Künstler, so wie in Syrien. Mehrere seinerZeichnungen sind durch den Holzschnitt bekannt, und mit obigen Ini-tialen verleben. Badoureau schnitt die Ansicht eines algerischen Cafe-hauses. Dieses Blatt ist mit jenem einer algerischen Schule in demWerke: Lc Francais peints par oux-mömcs &c.
Dann war Dauzats auch Mitarbeiter bei der Herausgabe des Ca-binot de Pamateur et de 1'Antiquaire, Revue des Tableaux et desostampes ancienncs &c. (Directeur E. Piot). Paris 1842, 8. Nachbild-ungen von Zeichnungen dieses Meisters sind neben anderen auch infolgendem Werke: Les Artistcs contemporains. Paris 1843, gr. fol.Dauzats hat selbst dafür lithographirt und radirl.
401. Unbekannter Kupferstecher, welchen Brulliot II. No. 48 zur-/p(o\ j^/P ß~\ den französischen Meistern zählt. Er arbeitete in
C/UJL/,(Z/K^£^/ der Weise des Theodor de Bry, aber noch feiner,all dieser Meister. Seine Blätter bilden eine Folge, welche untereinem uns unbekannten Titel erschienen, vielleicht als Zeichenbuch,da neben einigen Figuren auch Skelette in gleicher Stellung vorkom-men. Brulliot kennt folgende Blätter, jedes mit vier Nischen. H. 1 Z.7 L. Br. 5 Z. 2 L.
1) Der Titel des Werkes.
2—3) Kinder, welche tanzen und ringen. Auf No. 2 steht dasZeichen zwischen den beiden ersten Nilchen.
4—5) Ein nacktes Weib, welches mit einem Kinde tanzt.
6—7) Wilde nackte Männer mit Waffen und Trophäen, oder Ske-letten.
8) Wilde Männer bei Tanz und Trunk.
9—11) Wilde Männer und Caniba.len im Kampfe. Auf No. 9 be-findet sich das Monogramm.
12—13) Wilde mit erschlagenen Männern und Thierou.
402. U nbekannter Goldschmied, oder Kupferstecher, welcher gegentKSMBSk Kmlc des 16. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. ManfiSKSfl findel von ihm eine Kolge von II Blättern, welche Musterfür Goldschmiede bieten, Arabesken mit Figuren enthaltend, qu. 16-Er arbeitete wahrscheinlich in Augsburg, da ein Paar Blätter nachBernhard Zan copirt sind. Letzterer lebte daselbst um 1581, undzeichnete li. Z.