Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
140
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140 ACE. Nr. 315 — 319.

11K A /"* V stf,nt auf einer Radirung von Anton Coypel, welcheJIO. A <-, J< Robert-Dtnnemfl, P. p. fr. II. p. 166 No. 7, be-schreibt. Dieses Blatt stellt Apollo und Daphne vor. Ersterer sitztfast in der Mitte des Blattes zwischen Merkur und zwei Liebesgöttern,wovon der eine die Nymphe bekränzt. Daphne sitzt rechts vor demFlussgotte Pcneus, und links zielt Amor mit dem Pfeile nach ihr.Links an der Terrasse A. C. F. H. 7 Z. 7 L. Br. 11 Z. 8 L.

Ueber Antoine Coypel haben wir unter den Initialen No. 299 aus-führlicher gehandelt.

316. Agostino Carracci, über welchen wir unter A. C No. 273ACT aus f u h r '' ( 'h° Nachricht gegeben haben, bezeichnete zwei

* * Mütter mit den Initialen A. C. F. Ein drittes wird mit

v!»CaC» Unrecht dem Annibale Carracci zugeschrieben, welchesaber hier eine Stelle findet, weil Annibale der Buchstaben A. C. F.sich ausserdem nie bedient hat.

1) [B. 96.] Die hl. Familie mit St. Catharina und St. Anton demEremiten. In der Mitte unten steht: Paulli Caliari Vcronensis opusin Ecclesia saneti Francisci animae. Am Schemmel der Catharina stehendie zweiten Initialen. II. 18 Z. Br. 11 Z. 7 L.

2) Die hl. Jungfrau mit dem Buche in der Beeilten umarmt dasauf einer Luke sitzende! Jesuskind. Hechts unten: A.C. F. II. 3 Z. 6 L.Br. 2 Z. 8 L. — Dieses Blatt ist sehr geistreich rn.dirt, doch hat dasScheidewasser nicht gehörig durchgegriffen, so dass Grahstichelrctouchennothwendig waren. Nach Bartsch XVIII. p. 281 No. 5 wird es demAnnibale Carracci zugeschrieben, der genannte Schriftsteller vindicirtes aber dem Guido Reni, da nur in den späteren Abdrücken die Ini-tialen vorkommen. Die ersten Abdrücke, von der schwach geätztenPlatte, sind äusserst selten, und ohne Zeichen, die dritten Drucke mitG. R. F. versehen.

3) [B. 121.] Eine Theaterdecoration. Die Ewigkeit erscheint imOlymp von mehreren Nymphen umgeben. Rechts unten: A. C. F.H. 8 Z. 10 L. Br. 12 Z. 9 L.

Das Gegenstück stellt den Pcrseus dar, wie er vom Olymp herab-steigt, um den Drachen zu bekämpfen. Rechts unten : „Caracius /«,",— Die späteren Abdrücke dieser Blätter haben die Adresse : „FilippoSuchiclli for. Siena."

317. August Christian Fleischmann, Zeichner und KupferstecherA. C. F. scul/p. von Nürnberg, lieferte zu Anfang des 17. Jahr-

. ' " ' ' . '"* hunderts eine Anzahl von Bildnissen, welche

A L r sculpm. von g er j n g Cm Werthe sind. Man findet deren

A. C. F. d. et »c. Nor. in der Sammlung von Rothscholtz u. s. w.

318. Antoine Charles Favart, Kunstliebhaber, ist durch radirteA r-T' er vSH» Bwitter na( * Zeichnungen von Rafael bekannt. Er

•A't.'t°5C» ]IS118 fan( j ißtztore im Oabinote des Herzogs Albert vonSachsen-Teschen vor, doch sind die Facsimilcs gewöhnlich mit einemaus C. A. F bestehenden Monogramme versehen, so dass wir untenauf ihn zurückkommen.

319. Comazzini. oder ein anderer italienischer Medailleur, dessenACF Thätigkeit K^gcn Ende des vorigen Jahrhunderts fällt, zeich-nete mit diesen Initialen eine Medaille mit den Bildnissen des

Capitain Pattaro Buzzacareno von Bergamo und seiner Gemahlin He-lena Sagredo, mit der Legende : DUPPLEX GLORIA. R. Guillemardhat 1791 ebenfalls das Bildniss Buzzacareno's in Stahl geschnitten.Unter den Initialen A. C. F. ist wahrscheinlich der Medallcur Comaz-zini angedeutet.