Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
105
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AC. Nr. 259. 105

gen van Lcyden de Voller, welcher 1498 zu Leyden geboren, und vonC. Engelrechtsen (Engelberte«) unterrichtet wurde, in dessen Weise eranfangs biblische Darstellungen malte. Später folgte Claaszon der Rich-tung d(. s ,|. ul Sehoorol und M. lleeniskerk, und auch Franz Floris sahin ihm einen Kunstverwandten, da er die Verdienste des Aartje de Vollerv ?r allen anerkannte, und den Meister von Leyden nach Antwerpenziehen wollte, weil dieser dort in misslichen Verhältnissen lebte, undeine halbe Raine bewohnte. Carl van Mniider verbreitet sieb ausführ-|ich über Aertgen van Leyden, und zählt mehrere Gemälde desselben'n der genannten Stadt und zu Barten auf, welche auch llathgeber inden Annaion der niederländischen Malerei S. 202 zusammenstellt, mitHinweisung auf die vielen Zeichnungen, die der Künstler für die Glas-maler um geringen Lohn fertigte. Von Kupferstichen, welche derBöhmer des Cornelia Kngelhrechtsen, oder ein jüngerer Aertgen Ciaessenvon Leyden hinterlassen haben soll, hatte van Mander keine Kunde,was um so auffüllender ist, da er hei Malern öfters von „Prentwerk"spricht. Nur von Prenten (Stichen) und dem „merk" des Allard Claas-ze n (nach moderner Orthographie Claesscn) wusste er.

Die Zeit, in welcher Aertgen Claesscn jun. die vielen Blätter mitden gegebenen Zeichen geliefert haben müsste, fällt von 1520—1555,njess ist aber gerade die Blüthozeit des Aertgen van Leyden, welcherals Schüler des C. Engelbrechtsen als der ältere bezeichnet wird, abereinem unbekannten jüngeren Aertgen Ciaessen oder Claeyssen keinen«aum gestattet. — Der Monogrammist AC lebte höchst wahrscheinlichin Utrecht, denn der Name dieser Stadt kommt auf Blättern desselbenv °r; Aertgen van Leyden hielt sich daselbst nicht auf, und da eingleichnamiger Sohn dieses Meisters nicht allein unbekannt, sondernauch der Zeit nach der Stecher der vielen Blätter mit dem Monogramme•»C. nicht seyn könnte, so müssen wir den Aertgen Claesscn jun. dahin-gestellt seyn lassen. Einige wollten indessen den Träger des ZeichensAnton Ciaessens nennen, wir finden aber keinen Grund zu dieser An-nahme. Der Maler dieses Namens, dessen Urtheil des Camhyses in derAkademie zu Brügge die Jahrzahl 1498 trägt, kann es nicht seyn, dader Stecher noch 1595 thätig war. Selbst in dem Falle, dass die Jahr-^anl unächt ist, wie Schnaase glaubt, und das Werk einen Zeitgenossen«es Franz Floris verrathen sollte , kann man für unsern Monogram-toisten keinen Schluss ziehen.

Die Engländer nennen diesen Meister AC. „Old Collaert", bleibena,) er den Beweis schuldig. Es lebte indessen um 1520—40 ein Kupfer-Becher Adrian Collaert, welcher der Alte dieses Namens ist, und aufWelchen zwei andere folgten, wohl Sohn und Neffe; doch fehlt der An-haltspunkt, um ihn mit unserm Meister zu ideutificiren. Einen alten,Um 1540 blühenden Kupferstecher Adrian Collaert nennt auch Immer-^ e el, De levens en werken &c. 1. 144, während ihm Alaert Claas, und^ertgen Claesscn jun. unbekannt sind. Nur Aertgen van Leyden deVoller findet bei ihm als Maler eine Stelle. Dieses Schweigen vonunserm Monogrammisten darf aber nicht dahin gedeutet worden, dassm den Niederlanden der Meister Alaert Claas a.ufgegobon ist. Immer-j* e el scheint nur keine Kunde von ihm gehabt zu haben, so wie erauch die drei Adrian Collaert nicht unterscheidet.

Der von C. van Mander erwähnte Maler Allard Claaszon scheint?.'" gleichzeitiger Kupferstecher Berücksichtigung zu verdienen. Die'bitter, welche die verschiedenen Monogrammen tragen, sind aber theilso ungleich, dass man versucht seyn könnte, zwei Stecher AC. anzu-"hinen, und dem alten Collaert einen Theo zu gönnen. Die Aus-c neidung wollen wir aber nicht übernehmen.