Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
92
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92 ABF — ABFL. Nr. 217-219.

Wir fügen folgende Blätter bei :

1) Einfassung, oder l'assc-partout zu einer Landschaft, die vierJahreszeiten In Kindern vorstellend, qu. 4. Dieses Blttt ist sein' seilen.

2) Landschaft mit alten Gebindet im Grunde, und mit CavalieTenim Vorgrunde. Zart im Geschmacke Flamen*! behandelt, gr. qu, fol.

3) Le chariot vollant du Tres-Illustre prince *<•• Seeansicht miteinem grossen Karren, welcher Segel hat, und einer Menge Figuren.

A Paris elioz van Morien — Ki66, gr. qu. fol. — Dieses Blatt ist geist-reich in der Weise l''bimen's radirl und gestochen. Sein- selten.

Schliesslich bemerken wir noch, data Immerzeel einem F. Flamen

vier Seine-Ansichten nach Israel Silvcsl.ro zuschreibt. Diess sind jeneBlatter, «reiche Robert-Dumesnil No. 510 —519 beschreibt, doch stehtnur auf dem ersten der Name F. Flamen Irrthümlich für A. Flamen.

217. Unbekannter italienischer Künstler des Di. Jahrhunderts,__-— . welcher als Zeichner zu betrachten ist. Man findet diese Ini-

lÄ'BFl ^bilen auf einer radirten Ansieht von Lyon mit Annähe der«==a* Hauptgebäude in italienischer Sprache. Das Blatt gehört zu

einer Folge, über welche wir unter dem Monogramme AUF. No. 214gehandelt haben.

Ein ähnliches Täfclehen mit ABF, aber mit Querstrichen bedecktund schiefer gestellt , landen wir auch auf einer radirten Ansicht vonMünchen, mit der lleberschrilt: MONACHIO, selima.l kl. qu. fol. DiesesBlatt ist nach einem Ilolzschnittfries von 1579 copirt, aber nur dermittlere Theil mit der Frauenkirche.

218. A Beerestraten, oder ein unbekannter holländischer Maler./t sT\ ~ Die ersten Initialen sollen sich auf einem sehr

/-\ f\ l schönen Gemälde linden, welches die Ansicht einer

-^ rij ' Kirche im Renaissancestyl gibt, und ausserdem mit

- __ *o einer Gruppe von Soldaten und einigen ländlichen

A ]X rl f r\ Figuren staffirt ist. Wir glauben, dass dieses Bild,- 1 *->■**'»■ ' Wo». Welches 1848 im Kunsthandel war, von A. Beere-straten herrühre, von welchem wir eine architektonische Zeichnungkennen. Sic stellt ebenfalls eine mittelalterliche Kirche vor, mit einerGruppe Wallfahrer in winterlicher Kleidung. Diese Zeichnung ist schöngetuscht, und mit den Initialen/! B.F.d.'i. versehen. Die Jahrzahl 1663stimmt für Beerestraten's Blüthezeit, da er 1687 starb. Er malte An-sichten von Städten, Schlössern, Kirchen, Strandgegenden, Seehafenund Seeschlachten. In Ryck's Museum zu Amsterdam sind drei Ilaupt-bilder von ihm, darunter die Seeschlacht der holländischen und eng-lischen Flotte im Jahre 1866. Besonders liebte er Winterlandschafteil

mit architektonischen Ansichten, Ist er der Badirer No, 160?

Es ist indessen zu bemerken, dass gleichzeitig auch ein J.Beere-straten gelebt hat, Dieter Kunstler malte Marinen mit Ansichtenvon Gebäuden am Qfer &c. Seine Zeichnungen sind in schwarzerKreide und Tusch behandelt. Eine solche mit dem Namen ist inWeigel'i Sammlung.

219. Antonio Balestra, Maler und Radirer von Verona, fand (dienip, -rpT unter No. 153 eine ausführliche Stelle . und hier machen

-*JL>..r. *-< wir daher nur auf eine rndirlo und gestochene Vignette mitdem Begebenen Zeichen aufmerksam. Sie stellt zwei Figuren vor, welcheein Tuch halten, mit der Schrft: VKRONA FIDELIS, 12. Das Mono-gramm ah deutet den A. Balestra als Zeichner an, der Sieeber F. Iist uns aber unbekannt. Seinecke schreibt dieses Blattchen dem Balestraselbst zu, und Heller glaubt, das /. beziehe sich auf die Akademievon S. Luca.