AB. Nr. 168—169. 75
Das dritte Zeichen findet man auf mittelmässig radirten Land-schaften. Man schreibt sie nach Brulliot I. No. 88 einem unbekanntenA - Brinhauser zu.
WO. Abraham Blooteling, Kupferstecher und Arbeiter in schwarzer
//A f Manier von Amsterdam, fand oben unter
>P, ( •y(/l~\ / ( ''' m Monogramm No. 147 eine ausführliche
<^D T t f , ci2 <y Stelle, und daher beschränken wir uns hier
"f ' auf die gegebenen Zeichen. Man findet nur
C>ü / fA F~)T a$> se ' ten emos au ^ Kupferstichen, gewöhnlichJ <y\s CJL. / JD. nu j> iji^ttern in schwarzer Manier, welche?u den Seltenheiten gehören, da sie in die Zeit der Erfindung dieserKunst durch Ludwig von Siegen und den Prinzen Ruprecht von derjjialz fallen. Blooteling machte aber selbst Epoche in dieser neuenKunst. Er erfand (Um (iranirstahl oder die Wiege, während man früher^ur Granirung nur der gestählten Walzen nach Art feiner Feilen sich"ediente. Graf Leo de Laborde (Ilist. de la gravure en maniere noireP' 139) beschreibt eine Anzahl vSn solchen Scliwiirzkunstblättern,K. Weisel zählt aber in seinen Kunstkatalogen noch mehrere andereau f- Kin vollständiges Verzoichniss der Blätter dieses Meisters findetm an aber nicht. El müsstc bei eigener Anschauung aus den WerkenVon L. de Laborde, R. Weigel, Walpole, Chelsum, Oranger, Ileineckc,S[ u .' )ftr und Bost, aus den vorzüglichsten Catalngeu, wie jenen der"inkler'schon, Stei'nberg'seben und anderen Sammlungen zusammen-gebracht werden. Folgende Schwarzkiinstblättcr sind mit dem Zeichenversehen:
fl . 1). Charles Earle of Derby, Lord Stanley &c., im Cuirassc mit■liegenden Haaren. AB fec. et exe, kl. fol. — Das Bildniss des Grafenvon Derby kommt auch in Oval fol. mit dem Namen Blooteling's vor.
2) Das Bildniss des A. Blooteling, aber anonym. Ein Jüngling,Welcher vor einer antiken Büste zeichnet. Unten steht: ABloem In.,rechts das Zeichen mit fet.il, 12.
3) Das Bildniss des I'ietro da Cortona. Mit A B f., 8.
r , 4) Der Kopf einer Vestalin mit Rosen auf dem Kopfe. Mit dem
Wichen allein, 16.
n 5) Ein weiblicher Kopf nach P. Lely. Mit AB f. et ex., dann
r * d, d. h. P. L«ly delinoavit, 8.
^ 6) Der Satvr bei dem Hauer, welcher kalt und warm bläst, zwei
«USten in Profil. Mit AB fec. , 8.
j. 7) Satumua mit Flügeln, Büste in Medaillon. Mit AB f., 12. —
Rieses sehr seltene Hlatt ist äusserst fein behandelt. Es gleicht einer
'eichten Tuschzeichnung.
8) Andronieda am Felsen dem Wallfische ausgesetzt. Mit AB f., qu. 4.t . 9) Zwei Köpfe mit römischen Helmen. Mit JA fe: il. 2 Z. 9 L.«■ 3 Z. 9 L.
10) Der Hauer, welcher Geld zählt. Mit AB f. , 8.„ 11) Die liegende Katze, nach links gewendet. Mit AB f. H. 3 Z.Y Hr. 4 Z. 9 L. — Blooteling hat diese Vorstellung wiederholt,mit die Katze nach rechts gerichtet. Dieses Blatt ist mit dem NamenZeichnet, II. 4 Z. 7 L. ßr. 5 Z. 1 L
W9. Unbekannter Goldschmied, welcher um 1640 in Deutschland
s#» arbeitete. Wir haben von ihm mehrere Folgen von
Q"*\D. Mustern zu Vasen von verschiedener (irösse. Sie sind
der Weise des Paul Flynt behandelt, aber nicht so gut gestochen.
in" T° S '" c ' '" ^ en U mr ' ssl '" punktirt, und auch leicht mit Punkten
sschattirt, in der Manier des Meisters /. S., welchen man Johann
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