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1 (1858) A - CF
Entstehung
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AB. Nr. 126—128. 57

Renan bestimmt sind. Diess gilt auch für .das Allgemeine Künstler-^xicon, so wie überhaupt der ganze Artikel mit jenem des genanntenWerkes verglichen werden möge. Nach der gewöhnlichen Annahmel,,( ihte B. van Orlcy von 1500—1550. Andere lassen ihn um 1490KCboren werden, und um 1560 sterben. Der Künstler starb in Brüsselden 6. .lätiner 1541 in einem Alter von 70 Jahren. Kr wurde dem-nach 1471 geboren.

126. Barend van Orley, über welchen wir im vorigen Artikel ge-Tji -< 7HV handel thabcn, soll auch der Träger des ersten Zeichensß\ J^\.. scyn. Wir verdanken es der gütigen Mittheilung des

•/ \_ Herrn Direktor Passavant, welcher das Monogramm einem'^ciniilde in der k. Gallerie zu Dresden entnahm. Dieses Bild stellt dieGeburt Christi vor, und gehört einem niederländischen, unter italie-nischem Kinlluss stehenden Meister des 16. Jahrhunderts an, als welchen■"»ssavant den Barend van Orley erkennen möchte.

Julius Hühner, der berühmte Direktor der k. Gallerie in Dresden,Welcher 1856 einen neuen Catalog anfertigte, schreibt das erwähnte«emälde dem Augustin Braun zu, welcher um 1600 -- 1630 in Cölnarbeitete, und dessen wir No. 132 erwähnen. Herr Hübner beschreibtv °n No. 1715 — 1719 fünf kleine Gemälde, und darunter ein solchesl^t dem Besuche der hl. Maria bei Elisabeth, welches ebenfalls mitdem Monogramme versehen ist. In dem genannten trefflichen Cataloge'st ein Facsimile desselben beigefügt, welches aber von dem ersten Zeichenabweicht, indem eine Querlinie durch das B reicht, und der rechteSchenkel des gothischen A breiter gehalten ist. Es fragt sich aberauch noch, ob die Bilder von Augustin Braun oder Bnin gemalt seien.Hübner äussert durch das beigefügte Fragezeichen selbst einen Zweifel,Welcher sich auf die Zeit der Entstehung der Gemälde beziehen könnte,?b nämlich Braun um 1630 dieselben gemalt habe. Auf Kupferstichen"at Braun's Zeichen eine andere Form. Man könnte daher auch versucht^yn, an Arnold Brun oder Bruyn zu denken, den älteren Sohn des Bar-tholomäus Bruyn sen. Dieser Meister war schon vor 1550 thätig, undstarb zwischen 1577 und 1580. Er malte historische Darstellungen undBildnisse, wovon letztere den Vergleich mit Holbein aushalten.

127. Abraham Breughel, genannt Rhyngraf oder der Neapolitaner,malte mit grosser Kunst Blumen und Früchte, welche nochin aller Frische prangen. Auf einigen Gemälden stehtdieses Zeichen, dessen sich aber auch ein älterer Künstlerdieses Namens bedient zu haben scheint. In der k. Gal-

— lerie zu Neapel sind nämlich zwei (ieniälde mit diesemMonogramme, wovon das eine einen Mönch vorstellt, dem der Sackabgeschnitten wird, das andere sechs Blinde zeigt, welche nacheinander'■' den Fluss stürzen. Die Composition ist in der Weise des älteren^reughol, welcher durch seine Spuckgeschichten bekannt ist. Nachjb'inecke soll dieser Künstler auch radirt und in Holz geschnittenbaben, wir fanden aber kein Blatt dieser Art vor.

Abraham Breughel starb zu Neapel 1690. Er war der Sohn desJan Breughel, welcher unter dem Namen des Jungen bekannt war.JJ °n 28. November 1631 wurde er in Amsterdam geboren.

128. A. Bernard, Zeichner und Hadirer zu Paris, zeichnet sichim Fache der Ürnemontik aus. Man hat folgendesWerk von ihm: Hecueil d'Ornements de la Renaissancedessines et graves ä l'eau-forte. Folge von 30 Blättern

V ' °- mit Ornamenten, und dem Monogramm des Meisters.■Das Werk unternahm Letouz6, und sein Nachfolger Grimm setzte es fort.Ueber Bernard < haben wir keine nähere Nachricht.

i6i. Abi