Druckschrift 
7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
Entstehung
Seite
91
Einzelbild herunterladen
 

August 1715,

91

. „ ÜN!l ^ ^ .

Conferenz von Uri, Schwyz und Unterwalden.

An der Treib, 20. Auquft 1715.

lZlrckiv Nitwaldcn.Z

Gesandte: Uri, Karl Anton Püntiner von Braunbcrg, Landssändrich und Landammann; Joseph Antonpüntiner von, Braunberg, LandShauptmann und Alt-Landamma»n; Karl Balthasar Lusscr, Landschreiber,^ü)»v»)z^ Joseph Anton Reding von Bibercgg, Laildamin?inn; Gilg Christoph Schorno, Alt-Landammann.^idwalden. Franz Jgnaz Stulz, L?indam»nmin; Franz Remigius Zclger, gewesener Landvogt.

tt. ES »vird gewünscht, daß zur Aufrechterhaltung des katholischen Wesens das Bündnis? mit den dreiBünde» erneuert werde, zumal da im letzten Kriege dieselben den Ständen Zürich und Bern wider die katholischenzu Hülfe zu ziehen im Begriff gewesen sewn. 8 3. I». Wegen dcS in Picmont, dem ComasgischcnMsstcrenden und sogar in das Menbrisische eingedrungenen ViehprestcnS wird für passend erachtet, Luccrn,Zug und GlaruS zu berichten, baß sie ihre Kauflcutc, »velchc über daö Gcbirg mit Bich handeln, zur Vorsichtwnahnen, da vielleicht die drei Orte die Rückfuhr zu verbieten gcnöthigt sein könnten. Doch wird die Sacheuü rolai-mzgum genommen und der Bericht von den Gesandten in LauiS abgewartet. 8 4. <. Nidwalbcnü'uistcht, daß der Paß und der freie Handel gegen Italien eröffnet und gegen Deutschland solche Vorsorgengetroffen werden, daß man dennoch daö Korn aus „dem Brotkasten Schwabcnland" und das Salz beziehen^une. z 5. ,> Schwyz wünscht eine Zusammenkunft der V katholischen Orte um Einhelligkeit der An-sichten in folgenden Puncten zu erzielen. ES soll nämlich besprochen werden 1) die Einrichtung eines gleich-innigen SanitätSedictS mit Vorbehalt der Korn-, Salz- und Mctallzusuhr; 2) wie die NotifikationBerns wegen des Obersten Hackbrett Recruticrung in den gemeinen deutschen Vogtcicn angesehen »verde;

wann die sürstlich pruntrutischc BundcSbeschwörung möchte angesetzt werden; 4) ob die Schreiben wegen der^'drängte,, Lage der Katholiken in Fraucnscld und Dicßcnhoscn abgehen sollen; 5) was die katholischen Orte6u thun gesinnt seien in Betreff der verlangten Titulatur des Kaisers „katholische Majestät", welche zu gebenZürich kein Bedenken trage; 6) ob es nicht das Interesse der katholischen Orte und die Anständigkeit erheische.Grasen von Trautmannödors zu seiner Erhöhung zn gratulieren; 7) was von Seite der katholischen Orte5U thun sei, da man vernehme, daß Zürich und Bern eine Abordnung nach Paris schicken. Ob zur Bespre-chung all dieser Punctc, wenn von Passionci, den Gesandten in Lauiö und von andern Orten mehr Berichteüber den Stand der Angelegenheiten der Katholiken eingegangen sein werden, eine sünförtischc Conferenz gchal-ü'tt »Verden soll, wird zur Rcflcrion der Obrigkeiten in den Abschied genommen. 8 6.

Mai? sehe im Abschnitte Herrschaftsangclegcnheiten:

Die Vogteien Bellenz, Bollenz und Riviera.

Art. 37. 33.

12'