October 1623.
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aufgesetzt habe, welche den Freiheiten des Bischofs, des Stifts und der Kirche im Wallis zuwiderlaufen;duß man ferner das „vispische Decret" und den Abschied in einigen Punkten halte, in andern nicht, in Folge^fßn immer Streit entstehe. Im Uebrigen wünsche der Bischof und das Capitel, daß die Jesuiten, welcheku>e Zeit lang im Wallis residiert hätten, noch länger bleiben. — Im Namen der sieben Zchnden antwortetHans von Monthey, wenn die vom Nuntius vorgebrachten Klagepuukte den katholischen Orten mit der Ein-übung zum Bundesschwnr kund gethan worden wären, so hätten die Herren und Obern ihre Gesandten instruiert;^ nun aber dies nicht geschehen sei, so müßten sie diese Punkte in den Abschied nehmen; übrigens seienManche Punkte vorgebracht worden, die sich anders finden werden. Was den Pomp anbetreffe, so vermöchten^llchvf und Domcapitel und der Zehnden Lenk und die Landlcute nichts, wenn derselbe sich nicht stellen^olle. Endlich habe man die Jesuiten mit aller Zucht und allen Ehren empfangen, und niemand werdeiugen können, daß man sie mit Unehren oder ungebührlich abgemahnt habe. «I. 1) Heinrich Wallier, Dol-metscher des französischen Ambassadors Miron, wünscht den Gesandten in seines Herrn Namen zum Bundcs-Uhwur Glück und hat den Auftrag, dazu zu rathen, daß der zwischen dem Bischof und dem Zchnden Lcuk^stehende Streit, welcher eine geistliche Sache betreffe, dem Nuntius übergeben werden möchte, wobei ihm^Gesandten der katholischen Orte beistehen könnten; der Ambassador selbst anerbietet ebenfalls seine Hülfe.^ weiter berichtet er, daß eine Wagenladung Geld unterwegs sei und nächstens in Solothurn eintreffen werde.^' Schultheiß von Dasbach ermahnt im Namen der übrigen Orte die Gesandten von Wallis, sie möchteneingedenk sein, was der Nuntius ihnen zu Gemüthe geführt habe, und dahin wirken, daß dasselbe^geführt werde, und daß sie, wenn etwa der Bischof nicht gebührlich respcctiert worden sei, oder wenn in^rcff ves angeblichen Pfarrers von Lenk oder der Jesuiten etwas vorgegangen sein sollte, solches wiederbessern sollen, damit die wahre und allein seligmachcnde katholische Religion im Wallis erhalten undKehret und dem Bischof Gehorsam geleistet werde. ES wird auch den Gesandten der große Stutzen vor'"gm gestellt, welchen die Jesuiten namentlich durch den Unterricht der Jugend einem Lande leisten, undm-'auf aufmerksam gemacht, daß dieselben da, wo ihre Collcgia sind, sich noch niemals der weltlichenchchen und der Jurisdiction angenommen haben; man möchte daher auf Mittel und Wege bedacht sein,selben in Sitten oder an einem andern Orte des Landes aufzunehmen. Endlich möchten die Herren ausMs, mie sie eben vor zehn Jahren beim Bundesschwnr in Zug versprochen hätten, in ihrem guten^ lllen fortfahren alle Mißbräuche in Sachen der Religion zu beseitigen. Sollte etwas Anderes sich zeigen,>vcrde man beim Gegenschwnr in Wallis, für den man den Tag bestimmen möchte, davon weiter reden.
^saudten von Wallis verdanken durch Niklaus Meisch den sieben Orten ihren guten Willen und ver-^M, daß sie alles dem Bischöfe, dem Domcapitel und ihren Zehudeu hinterbringen werden, erklären,weder der Zehnden Lenk, noch die ganze Landschaft Wallis an der Widerspenstigkeit Pomps irgend^ Schuld trage, ferner daß den Jesuiten keineswegs gewehrt worden sei zu predigen, ja daß dieselbenMll unter großem Zulauf des Volks gepredigt hätten. Daß sie aber nicht angenommen wordeil seien,^ sU das die Ursache gewesen, „daß man bei päpstlicher Heiligkeit die Bestätigung etlicher eingegangener' ^ ausbringen solle, so aber allein xor dinas sudstitutionos auf diesen und jenen geschehen ist, daran" gar nicht content sein möge—Ob aber, wann diese Coufirmation nochmalen authentisch ausgebracht,^ ^Wderum anuehmen werde, darum könne er keinen Bescheid geben." Er nehme es, wie das Uebrige,iibel ^ Zugleich bittet er, weil man merke, daß der Nuntius und die Herren der sieben Orte
^ ^richtet seien, man möchte nicht jedem Berichte glauben, und versichert, daß die Walliser, wie es