October 1010. M!
^»rgau wieder abführen müßte, werden die regierenden katholischen Orte von den sechs unparteiischen Orten"'Uahnt, dazu einzuwilligen, da es nicht zu ihrer Verkleinerung, vielmehr aber zu ihrer Reputation gereiche,"v Zürich in seinem eigenen Lande und über seine eigenen Leute sie als Richter zulassen wolle. Diese, weilnicht ermächtigt, nehmen es in den Abschied. «>. (S. n. bern-freiburg. Vogt, überh.). v. (S. u.^lenz w.).
Man fche auch inl Abschnitte Hcrrschaftsangclegcnhcitcn:
Bcllenz zc. « Art. 291.
""'treib. Vogt, iibcrh. > Art. 93.
^ aus dem Schwyzer Exemplar.
73«.
^schied der Verhandlungen der eidgenössischen Gesandten mit der vorderösterreichischen Negierung.
Knstshcim. 1K10, z. November.
Staatsarchiv Luccr». Allg. Abschied- IV. IKS.
Bürgermeister Leonhard Holzhalb von Zürich, Peter Freudenreich, des Raths von Bern, (alt-)Schultheiß^wig Schürpf von Lucern und Landammann Jost Schilter von Schwyz wurden als Abgeordnete der XIIIk «ach Ensisheim geschikt, um hier vor Statthalter, Regenten und Kammcrräthcn der vorderösterreichischenvoll ^ ^öubringen, daß das gemäß des Willstätter Vertrags aus dem Bisthum Straßbnrg abgezogene Kriegs-K»n Theil in das obere Elsaß, zum Thcil durch das Kinzigthal vorgcrükt sei, daß durch diese Bcsezmig^ Nachbarlande die Lebensmittel bedeutend vertheuert werden und sie deßhalb die österrcich'sche Regierung> nachbarlich und freundlich bitten, diesem Übel zn begegnen, damit diese Lande und gemeine Eidgenosscn-, Sicherheit verbleiben, wozu die Eidgenossenschaft gerne nach .Kräften mitwirken werde. Nach ange-l>^ Begrüßung und Vcrdanknng dieses nachbarlichen Vertrauens erörtern nun Statthalter und Regentenösterreichischen Regierung ausführlich, ans welchen Ursachen dieser ganze Handel entsprungen sei. Nach dem.' Jahr iggg erfolgten Ableben des Herzogs von Jülich, Cleve und Berg nämlich haben verschiedene Fürsten^ ^ und außerhalb des Reichs, weil der Herzog ohne männliche Leibeserben gestorben, Ansprachen auf die^ ^ssion erhoben und einzelne Theile besezt, weßhalb der Kaiser, als oberster Lehensherr, diese Lande inilna ^^tion genommen und den Erzherzog Leopold von Österreich, Bischof zu Straßburg, zum Statthalter^ ""t >,„b beauftragt habe, dieselben zn bcsezen; da aber die Prätendenten sich zur Wehre gesezt, seider^ 'ter veranlaßt worden, noch mehr Truppen anzuwerben, und habe als Mnsternngspläze die obcrelsäßischenangewiesen und de» Erzherzog Maximilian um die Bewilligung dazu ersucht; dieser habe aber mitdaß diese Vorlande gegen Jedermann neutral bleiben möchten und daß er mit der Eidgenossen-der Vereinnng und mit andern benachbarten Fürsten, Städten und Ständen in nachbarlichem gutemstehe, die Enthebung davon ausgewirkt; darauf sei mit Einwilligung des Erzherzogs LeopoldH>iz "^^az in das untere Elsaß und das Bisthnm Straßburg verlegt worden; um aber dieses und den^ Jülich zn verhindern, seien einige der nnirtcn Kurfürsten und Stände in das Bisthnm eingerükt,""Pe Orte und Städte belagert, beschossen und erobert nnd der alten kurfürstlichen Stift Lande undgroßes Unglük und Elend gebracht, bis endlich einige benachbarte friedliebende Fürsten nnd Stände