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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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August 1610,

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Ederen nach Nothurfft conferiert vnd die Beschaffenheit der jezigcn Zyt und Löuffcn vnd darb» betrachtet, wellicher Gstalt""ch wir vnd vnßere angehärige Glaubensgnossen diser Lauben je lcnger je mehr van äußeren Widerwcrtigen angefachten^ vns zeschaffen gemacht wird, will varbcrst ein solches auch vn? die Köpf je länger je besser zesammcn halten lehren,/»»it wir gmeinlich auch diser Orten vnd Landen mit der Hilf Gattes by dem heiligen Euangelio wider den vilsaltigcnüoh best baß handthaben mögindt, als das loblich Vnionwcrkh der Euangclischen Chur- vnd Fürsten vnd Stenden (vmb dessenj'^chruivlichen Bericht gegen Üwer Churfürstl. Gnaden vnd dero ZNithafften nur vns dientstflyßigist bedanken thund) auch vff^ 'ch End hin fürnenilich angesehen ist. Wie nnn vnsere lieben Vorderen sich jederzyt, wann ctivas derglychen an sy ge-'llct, gegx,, Churfiirstl. Gnaden Vorfahren lobseliger Gedechtnnß vnd anderen Fürsten vnd Stenden aller guten^espondents, Vcrthrnwligkeit, Friindtschafft vnd Vfrichtigkeit crklert, anerboten vnd auch beflissen habent, also sind vnd^ybend wir desselbigen Gmüts vnd Willens nochmaln vnd erbietend vns gegen Üiver Churfiirstl. Gnaden vnd anderen^"gelischen Fürsten vnd Stenden, in jeder Zyt sürsallcnden Sachen alle gute Corrcspondcnts vnd Verthrnwligkeit mit^rnei, vnd Wenden alles dessen, so Inen zu Schaden vnd Nachteil gereichen möchte, nach der Gebiir in allen Thrllwen,- N»te Fründt einanderen schuldig, zehalten. Dessen Üwer Chnrftirstl. Gnaden sich zu vns gmeinlich vnd sonderlich zuver-s", der getrosten Hoffnung vnd Zuversicht, Üwer Churfiirstl. Gnaden sambt den vnierten Chur- vnd Fürsten vnd StündenHinwider gegen vns inglychem auch gnedig vnd günstig gesinnct syn, vnd man zu beiden Theilcn gegen einandercnwerde, ivas nach Gstalt der Sachen vnd der etwas wyten Entlegenheit, so zwnschent vns beidersyts ist, inüglich^ll)samm befunden wirt. Wie dann wir glych jetziger Zyt zu einer Anzeigung vnsers guten Willens auch vnser Volck,'Die>nst der königl. Nlajestät zu Franckrych in den Gülchischen Landen denjenigen Üwer Churfürstl. Gnaden verivandten vnd^ Anion begriffenen Fürsten, so die Posscssion derselbigcn Landen angetretten, zc gutem zcgcbruchen bewilliget habent.aber dann darnebent auch allivcgcn vnßers Vermögens vnd Insonderheit der Gelegenheit vnßcrcr Lande» vndHab mit deren wir vnseren Eidtgnossen von der andern Religion von alterhcr zngethan sind, ein gebürendc Rechnung

welliche Bedenken vns etwan von Sachen, zu denen nur sontsten ein guten Wille» hetten, abhaltend, damit Frid vnd»nd >»i Vaterland erhalte» vnd den anderen nit Anlaß gegeben werde, sich auch desto inehr vnd stercker an

^ so den Vnierten zewider, zehencken, wcllichs denen in der Vnion begriffenen Fürsten vnd Stenden alsbald mehr zuRs/" "ud Nachteil gereichen möchte, nieder wann wir vns änderst halten vnd erzeigen theten. Dardurch dann den anderender» ^^tgnossen auch vrsach gegeben wirt, stil zesizen vnd sich Neutral zehalten, Wie sölliches Üwer Churfürstl. Gnadeitli>/ ^^d'egnbteiu Verstaubt nach wol bedencken vnd disere wolgemeindte guthcrhige Erclcrung in allen Gnaden vnd gutemdientstflyßig bittend) von vns vfnemmcn werde», als von denen die wir, was die Conservation der Religion«nj> Fryheit, auch den allgmeinen Wolstandt deß Vaterlands Tütscher Nation vnd was zu Erhaltung Frid, Ruw

H^^""kkeit dientstlich, anthrcffen thut, nach Vermögen vnd Gcbür befürdercn zchelfen jederzyt geneigt vnd bereit sind.»>o! '^"^chtigen bittende, er wölle alle Anschlüg vnd Pratikcn, wider syn heilig Evangelium vud desselben Anhenger ge-^ Zerstören, Üiver Churfürstl. Gnaden vnd der anderen Chur - vnd Fürsten vnd Stenden loblich christlich Vnionwcrckq" Zuedigen Bystand vnd Sagen benedyen vnd beglücken, vnd vnS allersyts by syncm heiligen Wort durch synenRt ^ >vider allen Vfsatz vnd ividerwcrtigcn Givalt wyter schirmen vnd erhalten. Datum vnd in vnser aller Nammen^ Statt Zürich Secret Jnsigel verschlossen den 16. Augusti Anno 1610.twer Churfürstl. Gnaden Dienstwillige

Bürgermeister, Schultheiß vnd Reth der vier Stetten^ Zürich, Bern, Baßel vnd Schaffhußcn.

^'chlüchtigisten Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Fridrich,

Raltzgras Rhyn, deß heil. Römischen Nychs Ertztruchseß vnd>urfürst, Herzog in Peyern -c., vnßerm gnedigisten Herrn."

Staatsarchiv Zürich.

Antwortschreiben ivar schon anläßlich der Iahrrcchnung zu Baden von Seiten der vier Städte berathcn»>jt ^ Zürich unter abschrifftlicher Mittheilung einer Zuschrift des Psaszgrasen Friedrich bcy Rhein in dieser Sache

treiben vom 17. Juni sali. Kal.) die Städte Bern, Basel und Schaffhanscn eingeladen hatte. In diesem Einladungs-