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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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1013
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August 1610. 1013

Villaus von Fliie, Landammann, von Obwalden; Johannes Leu, Ritter, Landainmann, von Nidwalden. Z u g.^°hann Konrad Zurlanben, Stadtschreiber; Johann Trinkler; Leonhard Bossart, alle des Raths.

k Hauptgeschäft dieser Conferenz ist der von Savoycn begehrte Aufbruch. Nun eröffnet der savoyische^sandte, Freiherr von Billette, er müsse sich aus Auftrag des Herzogs über die so große Verzögerung derAntwort auf sein zu Baden gestelltes Aufbrnchbegehren ernstlich beklagen; die verlangten 6000 Mann sollen^ so lange in seinem Dienst bleiben, als er ihrer bedürfe; dabei werde er ihnen wie immer gute Satis-activn gehe,, ,,„b das Geld für den Aufbruch sowie zwei Pensionen ausbezahlen, sobald er entsprechendevtwort erhalten haben werde; bereits haben einige Orte den Aufbruch bewilliget, und er erwarte, daß auchandern Orte gemäß Bündniß das ohne Verzug thnn werden. Hierauf erinnert der spanische AmbassadorMle die Orte an ihre Pflichten gegen seinen König, indem sie kraft des Bündnisses mit ihm NiemandenMfe oder Beistand, weder offen noch heimlich, leisten dürfen, der das Herzogthum Moyland antasten wolle,laut Artikel 7 selbst verpflichtet seien, ihre Kriegsleute in eines Fürsten Dienst, der gegen Moyland etwasvernehmen wollte, bei VerWirkung Leibs und Guts heimzumahnen; daneben möchten sie sich erinnern, wie^ Dankbarkeit sie dem König schuldig seien für die Bereitwilligkeit, die er stets und namentlich auch bei derEmpörung gegen sie an den Tag gelegt, indem er ihnen Mannschaft, Proviant, Munition und andere^hwendigeil Dinge anerboten habe; ferner mögen sie beherzigen, welches Aufsehen es bei aller Welt machenwenn sie wider ihre eigenen, im Dienste des Königs stehenden Fähnchen Truppen bewilligen würden.^ auch den katholischen Orten bekannt sei, haben der König und seine Befehls- und Amtleute nie etwas^ eres im Sinne gehabt, als dem Herzog bei allen Gelegenheiten beizustehen und ihn von den gefährlichen^ schlüpferigen „Vnderwindungen", zu welchen er sich etwa habe treiben und lenken lassen, abzuwenden u. s. w.Win den katholischen Orten nicht verborgen sei, was von Anfang bis jczt sich zugetragen habe, bitte er sie,ch ihrer gewohnten Vorsicht Alles wohl zu beherzigen und dem König keine Ursache zu geben, sein Vertrauengen sie vermindern. Schließlich gebe er die Versicherung, daß sie beim König und seinen Beamten jeder^ alles Wohlwollen und alle Freundschaft finden werden. In Berüksichtigung nun der wichtigen Bedenken^ Man den Obrigkeiten empfehlen, mit der Bewilligung des Aufbruchs nicht zu eilen, sondern weil manbeiden Potentaten verbündet ist und bereits Kriegsknechte in ihrem Dienste hat, von den Ambassadoren zu^ " öu suchen, ob nicht eine Vermittlung durch die katholischen Orte ihnen angenehm wäre. Seine Stimme^über soll jedes Ort nach Lncern schiken, welches dann, wenn der Vorschlag allseitig beliebt, beförderlichA»l" ^^schm' Tag ausschreiben wird. Dem savoyische» Ambassador wird indeß geantwortet, da man seine^ Mist erwartet habe, sei man auch nicht mit Instructionen, den Aufbruch zu- oder abzusagen, versehen,. danke man für seine Anerbieten und werde den Vortrag in allen Treuen an die Obrigkeiten gelangenErl,!' ^ ^ diesem Anlaß wird dem savoyischen Ambassador die früher mitgetheilte Beschwerde, daß denVerstorbenen dessen Pension nicht mehr ausbezahlt werden wolle, vorgehalten und vorgestellt, daß»>»' Mirksameres Mittel zu Beförderung des Aufbruchbegehrens kenne, als wenn der Herzog so bald als^ ^ versprochenen Pensionen berichtige. Der Ambassador erwidert, daß „vngezwyfflet Jr nachvollgenderi^^bor damit wol vnd allerdingen beniieglich abgevertiget allhar ankommen" werde, und bittet dringend,b>irl> beförderlich mit willfahrender Antwort zu begegnen, weil ihm daran so viel gelegen sei. Schließlich^ Lucern beauftragt, über diese Beschwerde an den Herzog mit allein Ernst zu schreiben und den beiden^sten im savoyischen Dienst, Ainrhyn und Stocker, zu befehlen, persönlich dem Herzog das Schreiben zu