3*
findet sich das Nähere in der oben zitierten »Geschichteder ehemaligen Universität Dillingen« (S. XVII ff.). Er-wähnung verdient noch ein im Klerikalseminar vorhandenerSammelband in Grossfolio, welcher ausser den Promotionennoch manches andere enthält. Das Wichtigste ist ein ge-drucktes Verzeichnis der Studenten, welche von 1560—158!)im Hause des Christoph Kapier, urbis Dilinganae Senator,wohnten. Bedauerlich ist, dass den Namen nicht das Jahrbeigefügt ist, in welchem deren Träger in Dillingen studierten.
Wenn in der Matrikel und darum auch in der Wiedergäbe derselben nicht bloss die Studierenden der Univer-sität, sondern auch die des Gymnasiums aufgenommen sind,so rechtfertigt sich dies dadurch, dass Universität und Gym-nasium oder, um in der Sprache der früheren Zeit zu reden,die höheren und die niederen Fakultäten, nämlich Theo-logie, Philosophie und Humaniora, wozu von 1(525/29 annoch die juridische Fakultät kam, miteinander ein orga-nisches Ganzes bildeten und tatsächlich auch unter einemgemeinsamen Rektor standen. Die Immatrikulation wurdedarum nur einmal vorgenommen, sei es dass sich der zuImmatrikulierende für die höheren oder die niederen Stu-dien meldete. Auch anderswo wurden namentlich dieSchüler der oberen Klassen des Gymnasiums in die Uni-versitätsmatrikel eingetragen').
Der Bearbeiter ist noch eine Bemerkung schuldigwegen der mit einem Fragezeichen versehenen oder,nurvermutungsweise mitgeteilten oder auch nur durch Punkteangedeuteten Namen. Diese Vorsicht war notwendig, weilgerade der älteste Teil der Matrikel, aber auch noch derspätere, infolge nachlässiger oder stark verblasster, bis-weilen auch verwischter Schrift an manchen Stellen nurschwer oder fast gar nicht mehr zu lesen ist. Die Ver-gleichung der hier veröffentlichten Namen mit den ausanderen Quellen bekannten oder zu eruierenden Namenwird darum wohl manchmal eine Korrektur bringen, ob-
') Vgl. Mayer, Die .Matrikel der Universität EVeiburg i. Br.l'mb. 1907. B. 1 ,s. LXXXVI.